rulururu

post Arno Erich C. findet Mischen impossible

März 30th, 2015

Abgelegt unter: Tschausch — Frolln Schmoll @ 18:39

Erstmeinung: Österr.: Gemütlicher Plausch unter gut befreundeten Nachbarn, der unter Einwirkung etlicher Achterl des Heurigen, unterstützt durch ein hinreichendes Quantum Zwetschgengeist, eine kleine Weiche zum Umschnappen bringt, wonach sich zu vorgerückter Stunde allmählich ein Gattinnentausch anbahnt.
Der erste in der Öffentlichkeit bekanntgewordene Fall ging von dem eigentlich hoch ehrbaren Ehepaar Tschausch aus, worauf sich die Bezeichnung Tschausch für derlei Angelegenheiten umgangssprachlich einbürgerte. Das war sozusagen der Ur-Tschausch.

In Österreich war der Herr Tschausch
erpicht auf der Gattinnen Tausch.
Drauf sagte sein Nachbar:
»Der Tausch ist wohl machbar!«
Frau Tschausch gab ihm hin sich im Rausch.

In Amerika könnte so etwas wohl »Applesmith« heißen in Anlehnung an John Updikes Roman »Couples«, in dem die Ehepaare Appleby und Smith ähnlichen Spielchen exzessiv huldigen.
Zweitmeinung: Synonym für Mischmasch jeder Art, insbesondere für Marmeladenmischungen aus vier oder noch mehr Fruchtsorten. Die Vielfalt ist dem Geschmack abträglich, da der Charakter der einzelnen Früchte im Mischmasch untergeht.
Drittmeinung: Demagogische Phrasen, deren volltönender Klang nur sehr mangelhaft den äußerst dürftigen gedanklichen Inhalt verbergen kann. Zum Beispiel wurde der demagogische Redestil des Josef Goebbels im Krieg parodiert: »Wir werden dem deutschen Soldaten nicht ein, nicht zwei, nicht drei, nein, wir werden dem deutschen Soldaten VIERFRUCHTMARMELADE an die Front schicken!«

Und hoch

post Der Herr Lürikmeister greift zur Buddel

März 30th, 2015

Abgelegt unter: Tschausch — Frolln Schmoll @ 18:37

TSCHAUSCH

Erfolgreiche Geschäfte im schwäb. Landhandel; sog. Tschauschgeschäfte rufen regelmäßig Kommentare hervor wie: »Ja do tschausch (schwäb. für »schaust du«)!«

Heutige Kalenderblattweisheit:

O komm, herzallerliebster Tschouch,
Versündige mich auf deiner Couch.
So war und ist es bei uns Brauchitsch.
Und bei dem kranken Nachbarn auchitsch.

Genau wie das Ostereiern, heute mit dem guten alten Bauhaus.

Manche begehen den Ostermorgen überraschend anders.

Zwausch:

IV. Scheitern in vitro

So stimmten wir an mit fast dreizehn Mann
Auf Klabautermanns modriger Kiste:
“Unser herrliches Buddelschiff lief auf ein Riff,
Was sehr selten geschieht bei nem Buddelschiff.
Wen man nach diesem Manöver vermisste,
War unser Kombüsenmatrose Jan.

Der ging overboards und stürzte wie nix,
Was uns andere ziemlich erschreckte.
Er fiel jankopfüber vom Buddelschiff
Und klammerte sich an das Buddelriff,
Bis ein Buddelhai jäh ihn entdeckte.
Der fraß unsern Jan unverfroren und fix.

Denn nur meist ist so ein Buddelriff
Ganz haifrei mit Nichten und Neffen.
Das lernte uns Sailors nun Folgendes:
Selbst ein Buddelschiff bereitet viel Stress,
Weshalb wir uns drauf nicht mehr treffen.”
So klang unser Lied von dem Buddelschiff.

Züklus: Schöne Lieder von der Küste

Aus dem ewig weisen Poesiealbum:

Bad Bankfurt in Zeiten von Blockupy: »Dividende et impera.«

Und hoch

post Der Herr Oberkapellmeister Michael G. geht auf Tuschfühlung

März 30th, 2015

Abgelegt unter: Tschausch — Frolln Schmoll @ 18:28

TSCHA-USCH
Aus der Mode gekommener Beruf: Als sich mit dem Aufkommen der ersten E-Loks die Züge lautlos in Bewegung setzten, musste auf den Bahnhöfen ein stimmgewaltiger Mitarbeiter das Publikum warnen, indem er das Geräusch einer anfahrenden Dampflok imitierte (”TSCHA USCH! Usch! usch! TSCHA! USCH! Usch! usch!”). Im Zeitalter der Elektromibilität kommen bei E-Autos die Motorgeräusche aus dem Lautsprecher, um unachtsame Fussgänger zu erschrecken. Man sieht einmal mehr: Die Technik ist neu, aber die Probleme sind die alten.


TSCHA-USCH!

Neologismus der Deutschen Gebärdensprache für den auf Karnevalsveranstaltungen regelmäßig ausgeführten Tusch der Kapelle, der kalauernde Pointen der/des Vortragenden unterstreicht. Ausführung: winkle den rechten Arm im Ellenbogen ca. 60° an und führe die gestreckte Hand schräg diagonal nach oben zum Kopf, so dass die daumenseitige Handkante kurz die linke Stirnseite berührt, Arm wieder nach unten schwenken (ca. Bauchhöhe). Sofort noch zweimal wiederholen!

Gebärdensprache ist ja im Moment sowieso in aller Munde…
wagt das Frolln zu kalauern

TSCHAUSCH
“Wer Lust hat zum Tauschen, hat Lust zum Betrügen!”, hieß es früher. Wer einen Tausch im Nachhinein bereute, aber das verpönte “Sch…”-Wort meiden wollte, sprach von einem “SCH-TAUSCH” - oder “TSCHAUSCH”!

Und hoch

post Der Herr Lürikmeister weiß um die Heit des Kalenderblattes

März 22nd, 2015

Abgelegt unter: Vasodilatator — Frolln Schmoll @ 20:48

VASODILATATOR

Liebhaber (v. lat: diligere) des täglichen -> Vasemecums; zu vermerken hier die humanismusübliche Epsilon/Omikron-Abweichung, ein steter Quell der Freude eingefleischter* Altphilologen

*Einer der Favoriten der Liste »Ekelhafte Wörter«, was soll man machn.

Heutige Kalenderblattweisheit:

Gefangen war das Vasodil
Mitten in der Vase.
Das Ata traf den Tor beim Spiel
Mitten auf die Nase.

Jajaja. Mitten-Mitten und Nase-Vase. Aber so sind die Kalenderblätter heutzutage, was soll man machn.

Vasodilatazworium:

Morgennatz und Ringelstern sind tot

Auf seinen Vasen schreitet
Dahin das Vasodil
Von seinem Kind begleitet.
Das Reiseziel ist Kiel.

Bei Altona auf der Chaussee
Dilataten ihnen die Vasen weh.
Darum verzichteten sie weise
Dann auf den letzten Teil der Reise.

Sie standen nie im Meyer
Und auch im Brockhaus nicht
(Nach deren Leichenfeier
Tut Duden heut die Pflicht).

Auf seinen Vasen schreitet
Seitdem das Vasodil
Von seinem Kind begleitet:
Das Vasodil hat Stil.

Als Caesar einmal bitterlich weinte

»Herzallerliebster Imperator,
sei mein Vasodilatator.«
Missverstehend blieb er ritterlich.
Zurück in Rom begriff er mählich,
was Cleopatra wollte, dass er sollte.
Da weinete Caesar bitterlich.


Aus dem ewig weisen Poesiealbum:

Der weltberühmte Vomateur Walter Erbrecher: »Hunger und Wurst können den Menschen in den Wahnsinn treiben.«

Oder zum Mindwandering? Keine Angst! Rettung naht.

Und hoch

post Ulrike S. trifft immer ins Tor

März 18th, 2015

Abgelegt unter: Vasodilatator — Frolln Schmoll @ 19:37

Mit A-Toren ist grundsätzlich nicht zu spaßen! Allein die Tatsache, dass es keine A-Torinnen gibt, sollte uns schon zu denken geben. Soweit der Beitrag zum Frauentag.
Wie auch immer:

Mit dem Bau des Vasolidala-Tores zementierte Kaiser Justinian den ersten byzantinischen Schuldenschnitt des Oströmischen Reiches. Er legte fest, sowohl per Dekret, als auch in eine Steintafel am Torbogen gemeißelt, dass der Wert des Solidus niemals unter die Fundamente des Bauwerks sinken durfte. Nun ist es freilich, trotz enormer Anstrengungen, den heutigen Archäologen nicht gelungen, die Spuren des Monuments ausfindig zu machen. Doch das hat man den Osmanen in die Schuhe geschoben. Wer sonst sollte dafür auch verantwortlich sein?

2.
Do-Re-Mi-Fa-So, dass war gestern! Heute geht es umgekehrt: Va(wie Vatscheneinfach) – So (ja ja. Soso) - Di (Do und Mi hat man fusioniert) – La (lalala kann man immer noch lassen). Aber jetzt ist Schluss, denn im Fernsehen läuft der Tatort. Moment, man hat das T am Schluss geklaut? Aber dass ist nun wirklich das Lez-e!

3. Professionelle Tatortreiniger schwören darauf, um allfällige Spuren von Vasoline zu entfernen. Warum dies so wichtig ist, das wollen wir lieber gar nicht wissen.

Und hoch

post Arno Erich C. sagt es durch die Blume

März 18th, 2015

Abgelegt unter: Vasodilatator — Frolln Schmoll @ 19:34

Erstmeinung: Vasodil-Imitator. Das Vasodil ist eine besondere Krokodil-Unterart, die mit Vorliebe Blumenvasen samt Inhalt verzehrt. Die Haupt-Eiweißquelle sind kleine Schnecken, Würmer oder Insekten, die sich manchmal in den Blumen eingenistet haben. Deshalb braucht das Vasodil enorme Mengen an Vasen voller Blumen, um seinen Eiweißbedarf zu decken.
Der Vasodilatator ist ein Fakir, der sich auf das Zerbeißen und sogar Schlucken von Vasen mitsamt den Blumen spezialisiert hat.
Nicht verwechselt werden darf er mit dem Vasodilettanten, der es zwar versucht, aber schon beim Verschlucken kläglich scheitert. Dann dürfen die Chirurgen ihm die im Halse steckengebliebenen Scherben wieder herausfummeln.

Zweitmeinung: Industrielle Vasenzertrümmerungsmaschine, deren Zertrümmerungsresultate auf Wandtapeten fotografiert werden, siehe Abbildungen. Diese Tapeten sind in etlichen Baumärkten der Verkaufsrenner Nr. 1.

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Und hoch

post Vas tat Tatortpeiniger Michael G.?

März 18th, 2015

Abgelegt unter: Vasodilatator — Frolln Schmoll @ 19:28

VAS ODILA TAT OR?
Legendärer Ausruf (mittelhochdeutsch) des fränkischen Hausmeiers Karlmann, als er erfuhr, dass Herzog Odilo von Baiern bei Epfach am Lech gegen ihn in die Schlacht gezogen war (743), die Stätte der rechtwidrigen Handlung heißt noch heute verkürzt “Tatort”. Seither ist “Vas Odila tat or!” ein Ausruf der Entrüstung/Verachtung, mit dem Franken einen unfreundlichen Akt der Baiern/Bayern kommentieren - das Pendant dazu in umgekehrter Richtung lautet bekanntlich “Sauglump verreckts!”

VASODILATATOR
Ungarischer Ausruf “Was für ein dilettantischer Diktator!”

VASODILATATOR
Technisches Gerät, das zu enge Blumenvasen weitet - nicht zu verwechseln mit dem Nasodilatator (vulgo “Popelfinger”)

Und hoch

post Ulrike S. kniet sich würdevoll in ihre Aufgabe

März 4th, 2015

Abgelegt unter: Pyknidie — Frolln Schmoll @ 18:49

Vorschlag:
Ein neues päpstliches Diktum über das Schlagen mit Würde? – Doch hoffentlich nicht!

Da halte ich es lieber mit dem modernen Memento mori der Physiotherapie: Gedenke des Tages, wo einst auch du kreuzbucklig einher hatscherst. Oder, wie es die weltgewandten Orthopäden von heute so gerne sagen: das neue Modell ist die Kniestütze unter den Ellenbogenschonern.

2. Das unstillbare Verlangen, sich vor aller Augen nach einer kleinen unscheinbaren Münze mitten im Straßenstaub zu beugen.
3. Die kleine, pummelige Schwester der Knidischen Aphrodite, der nichts desto trotz eine bemerkenswerte Karriere als Baumgeist beschieden war.

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Und hoch

post Eva S. aus Augsburg is(s)t das Salz in der Suppe

März 1st, 2015

Abgelegt unter: Pyknidie — Frolln Schmoll @ 21:18

Spezieller Salzstreuer für Pyramidenflocken aus Indien, aus indischem Ozeanwasser gewonnen – für die „feine Küche“, für extraordinären, pyramidalen Geschmack. Wird erst direkt bei Tisch auf die Speisen gestreut. Also völlig ungeeignet zum Einsalzen eines ordinären bayerischen Radis oder Radieserls.
Bei „Toten Omas“ bin ich mir nicht sicher, ob Pyramidenflocken das Aroma verbessern.

Und hoch

post Arno Erich C. kriegt sein Fett weg

März 1st, 2015

Abgelegt unter: Pyknidie — Frolln Schmoll @ 21:16

Erstmeinung: Bei Betonung auf der 2. Silbe: Zusammengesetzt aus griech. pyknos = Fett und lat. cottidie = täglich: An fetten Tagen, an denen geschlemmt werden darf. Zu diesen gehören Weihnachten, Karneval, Ostern, Pfingsten und Geburtstage.
Zweitmeinung: Bei Betonung auf der letzten Silbe: Extreme Form des Zwergwuchses. Ein Pyknidiker reicht einem Pygmäen gerade mal bis ans Knie.

Und hoch

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