rulururu

post Arno ErichC. tüdelt sich ein’ zurecht

November 25th, 2014

Abgelegt unter: Latitüde — Frolln Schmoll @ 19:51

Erstmeinung: Synonym für langweilige, eintönige Klaviermusik. Geht zurück auf den Hamburger Klavierlehrer Alfons Lati, der für seine Schüler Klavier-Etüden komponierte. Diese waren allerdings zu langweilig und eintönig, um die Schüler entscheidend zu fördern. Es war auch kein Verlag bereit, diese Lati-Tüden zu drucken. Doch die Hamburger mit ihrem Sinn fürs Praktische prägten den Begriff »Tüdeln« für langwierige, zeitraubende und eigentlich sinnlose Beschäftigungen wie z. B. stundenlang Latitüden auf dem Klavier üben.
Zweitmeinung: Grad oder Umfang der Kenntnisse der lateinischen Sprache bei Absolventen altsprachlicher Gymnasien.
Drittmeinung: Vornehme engl.-frz. Umschreibung für Zugverspätungen infolge des Lokführerstreiks.

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post Der Herr Lürikmeister drückt es etwas Lachs aus

November 25th, 2014

Abgelegt unter: Latitüde — Frolln Schmoll @ 19:49

Diesmal mit Diesmaliger Tüdenkalenderblattweisheit

Rüdin des Muppeltiers; während der Rüde lat. latis latidis simpl sich in Erwarting vielerlei Shitsturms eher unauffällig wegduckt, prangt die L. (lat. latis latidis muppl) in der vollen Pracht ihres Muppels, aber so was von.

Diesmalige Tüdenkalenderblattweisheit:

Des Lateriten und der Latüde Herz
Wie auch als Attitüde:
Die Tüdin fühlt wie tu den Schmerz,
Viel tüder noch die Rüde.

Latüzwiede:

Ein Liter Titer

Wenn die Latitüde schwarmt
und die Luft sich moll erwarmt,
wissen wir: Es ist so weit.
Es ist wieder Jahreszeit.

Der Professor Dieterich
war schon wieder liderlich.
Das finden wir ganz widerlich.
Drum wollen wir ihn massakrieren,
zerhacken, stückeln und pürieren,
verdünnen und in Lösung führen,
dann pipettieren und filtrieren
und schlussendlich spitz titrieren.

Das macht einen vollen Liter
Titer von Prof. Lider-Dieter.
Ja, Physik ist eine Lust,
wenn man des Moleküls bewusst.

Merke:
Die Röhre braunscht es nur bedingt,
wenn ihr Führer in ihr singt.

Züklus: Superoxyde für Karyatüden

Aus dem ewig weisen Poesiealbum:

Auf Allgemeinplätzen rotten sich Platitüden zusammen. In Genf begründen Blattitüden an Sklavenhalter und Homophobistan verscherbelte FIFA-Turniere. Latitüden machen Faxen mit Lachsen. »Faxe-Bier, Faxe-Bier, römtömtömtöm. Faxe-Bier, Faxe-Bier, römtömtömtöm.« [Sie können diese Anzeige in 2 Sekunden überspringen]

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post Michael G. hat einen an der Latte…

November 25th, 2014

Abgelegt unter: Latitüde — Frolln Schmoll @ 19:41

LA TI TÜDE
Der volle Name von Latoya J. - oder war es Larissa K.? ist unerheblich. Die Mode, Kindern Vornamen zu geben, die nach Plattenbau und Castingshow klingen (Schantall, Schackelien, Mirellje oder “den hab’ mal im Fernsehen gehört” Latoya), entfaltet ihre Wirkung besonders dann, wenn Erscheinungsbild und Superstarname so perfekt zusammenpassen wie bei Cindy aus Marzahn. Kein Wunder, wenn in der Clique, die am Hauptbahnhof oder im Einkaufszentrum gemeinsam abhängt, “Latoya, die Trantüte” zu “LaTiTüde” abgekürzt wird!

LAT(T)ITÜDE
Zusammengezogen aus “Latte” und “Attitüde” für das Gebaren der Protagonist(inn)en der Gentrifizierung: Lebensart schwäbischstämmiger Mittdreißiger(innen) im Prenzelberg, die im Café sitzend auf dem Smartphone ihre sozialen Netzwerke checken und dabei Latte Macchiato trinken.

LAT-ITÜDE
Titel eines lettisch-patriotischen Übungsstücks, das der Musikpädagoge Daijnis Klaviridis unter Verwendung der Nationalhymne seiner Heimat komponierte.

Außerdem regt Herr G. eine kleine Spielrunde an:

Wort, das nach Wegfall des 1. Buchstabens eine neue Bedeutung bekommt wie (L)Affe, (W)Ahn, (R)Assel oder eben (P)Latitüde…

Allerdings mahnt er mich auch, nicht zu viel vorzulegen! Pah! Als hätten Sie weniger Phantasie!
Na gut. Ich leg mal (W)Orte vor. Und nun Sie!

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post Die kleinen Freuden des Arno Erich C.

November 11th, 2014

Abgelegt unter: Achirie — Frolln Schmoll @ 19:43

Erstmeinung: Das genaue Gegenteil der Akribie, also ungeschicktes, schlampiges, tölpelhaftes Herumfummeln an ebenso teuren wie empfindlichen Geräten ohne jegliche Sachkenntnis, wie der Affe mit der Taschenuhr in dem bekannten Gedicht von Magnus Gottfried Lichtwer:
Der Affe und die Uhr
Ein Affe fand einst eine Taschenuhr;
Die band er fest sich an mit einer Schnur;
Darauf besieht er sie und spricht:
»Wo fehlt’s nur dieser Uhr? denn richtig geht sie nicht.«
Er macht sich auf und stellet sie zurück;
Doch in dem andern Augenblick
Rückt er sie wieder vor.
Jetzt meistert er am Zifferblättchen,
Hält sie ein wenig an das Ohr
Und spricht: »Der Schlag ist falsch!«, nimmt noch einmal sie vor
Und künstelt unten an dem Kettchen;
Stößt in die Räderchen und kurz, er rückt und dreht
So lange, bis sie stille steht.
Es ging ihm, wie es jedem geht,
Der etwas meistern will, wovon er nichts versteht.

Zweitmeinung: Beständiges Ach- und Wehklagen geplagter Menschen, die nicht mehr in der Lage sind, sich an den kleinen schönen Dingen des Lebens zu erfreuen wie z. B. dem dudelnden Pfeifen des Klüngelskerls, dem Gesang der Milchmänner, dem Rattern, Klappern und Rasseln des Müllwagens oder dem Hupen der Autos an Kreuzungen und dem Quietschen der Straßenbahnen in den Kurven.

Drittmeinung: Halbschwester des Achilleus, die sein fremdgehender Vater Peleus mit einer Achäerin namens Aglaia zeugte.

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post Der Herr Lürikmeister zermürbt sich das Knie

November 11th, 2014

Abgelegt unter: Achirie — Frolln Schmoll @ 19:39

Willkürliche Stimmbandpressung (vulgo: Knödeln); primär von Männern, seltener von Frauen praktiziert, bei denen die A. indes zu ganz besonderen Effekten führt, wie eine junge Dame namens -> Singing Sadie überzeugend demonstriert.

Auch:

Stimmband- und Rachenrauheit wegen anhaltenden Alemannisierens; heilbar durch mehrwöchiges Sächseln

Auch:

Röchelsucht; tritt in unterschiedlichen Formen auf; s. a. den -> Ernst Jandl-Klassiker »das röcheln der mona lisa« (sound poetry 1970)

Heutige Kalenderblattweisheit:

Linkerhand herrscht Achirie,
Rechts der Achirismus.
Es mag sie selten oder nie
Beim Segnen Papst Franziskus.

Achzwierie

Acharité bei Sauerbruch

Knickknack, der Meniskus.
Knaxknack, das Gelenk.
Als wär’ das alles nicht genuch,
Kommt es zu einem Sauerbruch:
Knickknack, der Meniskus.
Knaxknack, das Gelenk.
Gut kommt die Acharité
Bei Sauerbruch-Gelenkeweh
(Knickknack, der Meniskus.
Knaxknack, das Gelenk).
Peint der Schmerz das mürbe Knie,
Hilft nur noch Achirurgie
Des Achirismus eingedenk.

Züklus: Achillesverse für Bremsradler und Kunstdirektoren (beste Besserung erstmal)

Aus dem ewig weisen Poesiealbum:

Es knackt Herrn Wasas Knäckebrot vom Morgen- bis zum Abendrot.

Und hoch

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