rulururu

post Ulrike S. sprießt zeitweise quer

Juli 18th, 2012

Abgelegt unter: Quanteln — Frolln Schmoll @ 18:20

Nun ist das Granteln eine urösterreichische Tugend. Aber dahinter tun sich doch einige Fragen auf:
a) Ein jeder möchte ein Quanterl vom Glück. Aber darf man darum quanteln?
b) Die klassische Kleidungsfrage: Welches Gwandel soll ich heut nehmen? Es ist zum Quanteln, die ewige Qual mit dem Gwandel!
c) Dürfen junge Gigolos ihre älteren Anverwandten zum Tanz auffordern, mit den Worten: Sag mir Quanterl, sag mir wann…

Dennoch, der Vorschlag:
Die letzten, geheimen Zutaten für die Zubereitung der Gerichte der Tantalusqualen. Einst so eifersüchtig von den Sybillen bewacht wie heutzutage die Olympischen Dopingrezepte.

Zweitmeinung:
Temporäre Quersprossen im Raum-Zeit-Kontinuum. Ein bewährtes Hilfsmittel zur Durchquerung des mehrdimensionalen Raums für erfahrene Zeitreisende.

Und vergessen Sie das Handtuch nicht!

Mahnt Ihr Frolln Schmoll

Und hoch

post Die besondere Fußnote des Arno Erich C.

Juli 18th, 2012

Abgelegt unter: Quanteln — Frolln Schmoll @ 18:17

Erstverquantelung: Im Gegensatz zu den manuell handhabbaren Hanteln versteht man unter QUANTELN Kraft- und Ausdauertrainingsgeräte für Schweißfüße (ugs. Quanten). Es handelt sich um Spezialschuhe mit eingearbeiteten Bleigewichten in Standard-Abstufungen von 1, 2, 5 und 10 Kilogramm. Zwecks Stolper-Prävention sind die Gewichte nicht quer, sondern in Längsrichtung der Schuhe montiert.

Als Verb bedeutet es das Gehen, Joggen oder Laufen mit derart beschwerten Schuhen. Ein Beispiel dazu:
Alle Krabbeltiere sind schwach — nur die Taranteln, die hanteln und quanteln!


Zweit-Quantisierung
: Quanteln nennt man die äußerst schmerzhaften Quaddeln, die nach Tarantelstichen oder -bissen zurückbleiben. Sie können bis zu Faustgröße anschwellen.

Dritt-Quantifizierung: In Qual ausartendes Granteln zänkischer Ehefrauen (Xanthippen) oder nörgelnder Greise (Knischpel).

Und hoch

post Der Herr Lürikmeister hält friedlich Hof

Juli 18th, 2012

Abgelegt unter: Quanteln — Frolln Schmoll @ 18:13

Spielart (sic!) des altbayerischen -> Schafkopfens, die heute nur noch in entlegenen Alpentälern ->Tirols bekannt ist; dabei führt der lederbehoste gemeine Altbayer den Kartenfächer in der linken Hinterhand, während er mit den Zehen des rechten Fußes ausspielt dass es nur so kracht.

Heutige Kalenderblattweisheit

Der Wind pfeift kalt
Durch Flur und Wald.
Da wär ein warmer Regen
Ein wahrer Sommersegen.

Zweitquantelnd zu etwas völlig Anderem:

Aus Kirche und Wissenschaft

Manko

Man wartete ein ganzes Weilchen
Auf das bosone Gottes-Teilchen.
Mit Hilfe mancher Rechentricks
Einst postuliert von Peter Higgs
Trat auf nach 50 Jahren schon
Fast greifbar jenes Higgs-Boson.

Sehr klein ist es und länglich,
Blitzschnell und rasch vergänglich.
Die Schweizer aber hörten gern:
Nachgewiesen hat’s das CERN.
In Rom indes klagt man entsetzt:
»Dieses Teilchen fehlt Gott jetzt!«

Jenes vermeintliche Manko gebar jüngst eine gutgemeinte eurythmische Aufführung durch drei Kurienkardinalsgattinnen mit dem Titel: »Auf der Suche nach dem verlorenen Gottesteilchen.«

Aus dem ewig weisen Poesiealbum

Es ist Wahnsinn, wozu die Psyche
des Menschen in der Lage ist.

* * *

N. b.:
Hätte ich jetzt noch Zeit - ich setzte mich auseinander mit dem auf der letzten Gewinnerseite abgebildeten Straßenschild »Zum Hünengrab«, das etwas morbide auf vor- und frühgeschichtliche Bezüge Bahrenfelds hinweist. Genau wie die benachbarte Straße Urnenfeld. Gleich nebenan öffnet sich der Stille Weg. Das Ende des Weges mündet vor dem Haupteingang des Friedhofs in einen Kreis - welch eine diskrete Symbolik für Leben und Vergehen. Aber auch heutiges Leben bricht sich Bahn: Nahegelegen ist das Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY mit Hasylab, Doris, Petra und Hera - das sind so Teilchenbeschleuniger wie am CERN.

Die Beschleunigungen laufen indes in Kreistunneln unter der Erde ab. Da erkennen wir sie, die Zusammenhänge mit dem stillen Kreisweg am Friedhof. Insgesamt eine recht ruhige, indes nicht wirklich unbelebte Lage. Warum sollte das FrollnSchmoll da nicht wohnen wollen?

Und hoch

post Míšek Rozumbrada aus Hrad Karlička holt das beste aus dem Quark

Juli 18th, 2012

Abgelegt unter: Quanteln — Frolln Schmoll @ 18:09

QUANTELN:
Austriazismus für die unnachahmliche spezielle Art des Helmut Qualtinger, zu granteln, also übellaunig-gereizt über Gott und die Welt herzuziehen. Niemand philosophiert wie er in verschiedenen Rollen über Die Zukunft Österreichs und es scheint fast, als habe er mit dem Couplet “Bei mir sads alle im Oasch daham” seine persönliche Lebensphilosophie dargelegt.

QUANTELN:
der Fortpflanzung dienende Interaktion bei Quallen (Begriff analog zum Ausdruck “vögeln” gebildet).

QUANTELN:
Flämische Spezialität: Kutteln im Quarkteig frittiert, dazu reicht man traditionell frittierte Kartoffelstäbchen.

Und hoch

post Der Herr Lürikmeister ist mit Flechten zu bekränzen – oder doch auch wieder nicht

Juli 1st, 2012

Abgelegt unter: Mimbar — Frolln Schmoll @ 19:42

Adj.: dar- oder nachstell- und -bildfähig; markantestes Beispiel ist die Nachbildung des Eiffelturms aus vier Millionen Knoblauchknackern durch die preußischen Metzgerinnungen im Volkspark Jungfernheide bei Berlin-Charlottenburg im März 1911; sie überragte vor ihrem durch einen Hundebiss ausgelösten Einsturz zwei Minuten lang das Original um eine Würstchenlänge - ein Affront gegen die RF, der den WK I mit auslöste. Merke: »Die Nachwelt flicht dem Mimen keine Kränze.«

Heutige Kalenderblattweisheit:

Auch heute wurde es kein Sommer:
Es gießt aus Eimern, hagelt Schloßen.
Man bibbert sehr. In tiefem Kommer.
Der Urlaub geht schwer in die Hosen.

Zweitbarmimik:

Oder doch?

Mimbar schmeckt entsetzlich fade
oder doch auch wieder nicht.
Mimbar ist wie Schokolade
oder doch auch wieder nicht.

Mimbar wollen wir genießen
oder doch auch wieder nicht.
Mimbar läßt die Lüste sprießen
oder doch auch wieder nicht.

Mimbar schafft uns schöne Triebe
oder doch auch wieder nicht.
Mimbar macht, dass ich dich liebe
oder doch auch wieder nicht.

Aus dem ewig weisen Poesiealbum:

»Die Fachwelt flicht dem Mimen kleine Kränze«

Und hoch

post Arno Erich C. dreht sich mit dem Winde

Juli 1st, 2012

Abgelegt unter: Mimbar — Frolln Schmoll @ 19:39

Erst-Mimbarung: Der MIMBAR ist ein als Warngeist wirkender Dämon, der sich einem nach höherer Erkenntnis strebenden, aber vom rechten Wege abgeirrten Geistesschüler offenbart. Er signalisiert dem gestrauchelten Schüler: »Wenn du so weitermachst wie bisher, wirst du nie in höhere Geisteswelten aufsteigen, sondern geradewegs in die Hölle purzeln!«

Wem der MIMBAR begegnet ist, der sollte schleunigst mit der Hellseherei aufhören und zu einem normalen Leben zurückkehren und sich ab und zu einen Bobadilla oder zumindest einen Ardbeg genehmigen, damit er nicht dem Irrsinn anheimfällt. Falls er doch weiter hellsehen will, bedarf er der Neu-Ausrichtung durch einen qualifizierten Guru, sofern ein solcher aufzutreiben ist.

Zweit-Mimbarisierung: MIMBAR ist die Summe der von spanischen Bankstern durch Optionsgeschäfte verzockten Zilliardenbeträge. Die großzügige Spende zur Wiederauffüllung der Konten der Bankster aus dem Merkozy-Rettungsschirm (zu 90 % aus deutschen Steuergeldern) ist dann im Gegensatz dazu der MAMBIR.


Dritt-Mimbarifikation
: Besondere Wirbelsturm-Variante, die nur am Äquator auftritt. Da nördlich des Äquators die Wirbelstürme linksherum drehen, südlich jedoch rechtsherum, nimmt ein genau am Äquator ausbrechender Sturm die Form einer nord-südlich ausgerichteten Lemniskate an.

Und hoch

post Es schlägt und bläst der Míšek Rozumbrada aus Hrad Karlička…

Juli 1st, 2012

Abgelegt unter: Mimbar — Frolln Schmoll @ 19:36

MIMBAR
zusammengezogen aus “Marimba” und “Minibar”: aus Flaschen unterschiedlicher Größe improvisiertes Schlag- und Blasinstrument für spontanes Musizieren in Hotelzimmern. Da zusätzlich die Tonhöhe je nach Füllstand variiert, geht dem eigentlichen Musizieren zwingend der Vorgang des Stimmens der Resonanzflaschen durch gezielte, der Intention nach dosierte Flüssigkeitsentnahme voraus (in der Regel durch orale Inkorporation). Im Verlauf des Entstehungsprozesses steht regelmäßig die Anzahl ganz oder teilweise geleerter Flaschen in umgekehrtem Verhältnis zur musikalischen Qualität der eher beiläufig erzeugten Klangereignisse. Die dialektische Beziehung zwischen Weg und Ziel ist dabei häufig Gegenstand ausgiebiger Erörterungen und beginnt - der Arbeit eines gewissen Steinewälzers S. nicht unähnlich - in jedem Mimbar-Workshop von vorn, was dem - dem genossenen Alkohol geschuldeten - partiellen Gedächtnisverlust im späteren Verlauf des Abends zumindest teilweise zugeschrieben werden muss.
Da zudem objektive/externe Wahrnehmung z.B. durch Bewohner benachbarter Zimmer (”Ruhäää, ich will schlafen!!”) und subjektive/interne Perzeption der Beteiligten (”Nu ssei doch nich sso ungemütlich… Hicks!”) stark differieren, steht eine wissenschaftlich gesicherte Einordnung und Bewertung bisher aus.

MIMBAR

Bei der Produktion von Fernsehserien (besonders den üblichen Soaps wie “Rosen des Herzens”, “Sturm der Gefühle” oder “Liebe ist Schicksal”) besteht eines der häufigsten Probleme des Regisseurs in der Entscheidung, ob innere Vorgänge bzw. Unter- oder Zwischentöne vom Mimen umsetzbar (”mimbar”) sind oder eben nicht. Nachdenken, Zweifel, Erinnerungen, Reflexionen lassen sich (bei höchstens durchschnittlichem schauspielerischem Talent) meist nicht überzeugend durch bloßes Minenspiel ausdrücken und werden durch Einblendung weichgezeichneter Bilder dargestellt (wahlweise zusätzlich mit Sepia-Färbung und der Stimme der Heldin aus dem Off “Hat er mich wirklich angelogen? Was soll ich nur tun? Dabei habe ich ihn schon geliebt als…”). Mimbar hingegen (und das sind regelmäßig Sternstunden der Schauspielkunst) sind Migräne (Kopf zu Seite gewendet, Handrücken an die Stirn gelegt, gestöhntes Seufzen) oder gespielte Freundlichkeit der hinterhältigen Rivalin (gekünsteltes Lachen, “…aber
meine Liebe, wie kommst Du nur auf so etwas, natürlich kannst Du mir vertrauen…”, wahlweise mit scheelem Blick aus den Augenwinkeln) usw.

Und hoch

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