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post Er erzählt, was gefällt, der Karl S. aus Hohenfeld

März 23rd, 2012

Abgelegt unter: Eremurus — Frolln Schmoll @ 19:11

schweizerischer Ehrentitel für den -> Eremiten Jean Lüthi, der sich 1931 - verschüttet durch eine -> Mure - nur mit Hilfe des Kleinklappspatens an seinem Original Schweizer Armeemesser nach 17 Tagen zurück ans Tageslicht gegraben hatte, woraufhin das Messer zum internationalen Verkaufshit wurde und noch heute in mindesten 82 Milliarden Länder exportiert wird

Zu Zweiterem Urus:

Grünauer Dialog IV.

»Lieber Klaus, hier siehts aus wie in einem Freudenhaus.«
»Du hast recht, Bertolt Brecht, und das find ich auch nicht schlecht.
Jene Frau, Gräfin Pfau, ja, die liebt uns in Grünau
Täglich neu, meiner Treu, und sie tut das ohne Scheu.
Ist ganz frei für uns zwei und geht gern mit uns ins Heu.«
»Ganz genau! Und Grünau wird geschmückt durch Gräfin Pfau.«
»Und nicht schlecht, ganz in echt, mein verehrter Bertolt Brecht.«
»Jetzt siehts aus wie zuhaus, mein herzallerliebster Klaus.«

»Ist schon recht!« Sprach Klaus Knecht mit dem prächtigen Gemächt.
»Mir gefällt, was die Welt innerlich zusammenhält.
Ganz genau in Grünau, ja, da lieb ich Gräfin Pfau.
Die versteht, wie es geht wenn mein Körper nach ihr fleht,
Wie es steht früh und spät um das knechtliche Gerät.«
Gräfin Pfau in Grünau: eine praktisch-kluge Frau.
Sie bestellt sich für Geld jemand, der ihr Feld bestellt.
»Gar nicht schlecht,« spricht Klaus Knecht, »so ist es doch allen recht.«

Auch die Magd heimlich sacht hat mit Knecht herumgemacht.
Ungekämmt ohne Hemd ging sie mit dem Klaus sehr fremd.
Doch erfuhr Gräfin Pfau durch Gerüchte in Grünau,
Wie verzückt und geschickt ihre Magd Klaus Knecht beglückt.
Zornbedrückt, wutgespickt ward Frau Pfau darob verrückt.
Mit Helau und Radau trieb Klaus Knecht sie aus dem Bau,
Und die Magd ohne Hemd hat im Schrank sie eingeklemmt.
In der Nacht lang nach Acht ward die Magd dann umgebracht.

Bertolt Brecht: »Das war schlecht. Und recht lästig für Klaus Knecht.
So kanns gehn: wenig schön. Selbst wenn Menschen sich verstehn.«

Zyklus: Pornösische Knecht- und Brechtgeschichten

Heutige Kalenderblattweisheit

Eines weiß ich ohne Frage:
Der März hat mehr als 19 Tage.
Zähl ich besonders fleißig,
komm ich auf 31.

Und hoch

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