rulururu

post Arno Erich C. lässt die Puppen tanzen

November 28th, 2010

Abgelegt unter: Renaissance 2.0 — Frolln Schmoll @ 18:18

Ein kulturelles Ereignis mit Augsburger Lokalkolorit: Die AUGSBURGER PUPPENKISTE stellt ein Marionettentheater auf. Zwei Dichter, die zu Augsburg eine besonders innige Beziehung haben, nämlich Bert Brecht und Charles Bukowski, treten als Marionetten zum Dichterwettstreit an und hauen sich gegenseitig (und natürlich dem Publikum!) ihre Gedichte und Gesänge bzw. genialen Schmuddelstories um die Ohren. Der Dirigent der Bukowski-Puppe darf nicht vergessen, sich im Verlauf des Wettkampfs einen Sixpack Bier und einen Whisky nach dem anderen reinzuschütten, damit sein Lallen und Brabbeln echt und überzeugend rüberkommt.
Zwischen den literarischen Leckerbissen wird Thereminmusik gespielt. Das Theremin ist ein Instrument mit viel Zukunft und erlebt derzeit eine gewaltige Renaissance. Deshalb eignet es sich hervorragend für dieses Projekt.
Da Bukowski leidenschaftlich auf Pferde wettete, kann ab und zu auch Pferdegetrappel, untermalt mit Rennbahngeräuschen, eingeblendet werden. Die Marionettenbühne braucht eine transparente Leinwand als Hintergrund, um von der Rückseite her Pferderennen, Szenen aus der Dreigroschenoper und Bilder von Bukowski bei seinen Lieblingsbeschäftigungen zu projizieren.

Wenn die Augsburger sich entschließen, meinen Vorschlag zu verwirkklichen, werde ich spornstreichs hinfahren.


Außerdem fügt Herr C. hinzu:

Apropos Hinfahren: Im Januar 2011 jährt sich doch Ihr Schmollswinkel-Geburtstag zum 4. Male. Haben Sie da schon etwas beim Luschtigen Wirt geplant? Ich möchte den versprochenen Snaps nur äußerst ungern verfallen lassen.

Dazu folgendes:
Da im Januar die Temperaturen im Garten des Luschtigen Wirts vermutlich nicht eben raucherfreundlich sein werden, wird wohl auch der vierte Geburtstag des Winkels in den Schnee fallen.
Die Terminplanung zur Nachfeier folgt nach dem Winterschlaf.

Aber auf keinen Fall werden irgendwelche Snäpse verfallen. Es langt ja, wenn man mir den Zustand meiner Lunge vorschreibt. An meiner Leber wird kein Gastwirt bankrott gehen!

Verspricht das Frolln

Und hoch

post Jens B. bläst wieder nur Blech

November 28th, 2010

Abgelegt unter: Renaissance 2.0 — Frolln Schmoll @ 18:05

Vorschlag:
Web 2.0, Renaissance 2.0, also was wir uns darunter vorstellen müssen, ist doch keine Frage. Ich sehe zwar keinen Sinn darin, aber das war auch nicht die Frage.

Zweitmeinung:
Alles ist die Testversion. Renaissance in Augsburg ab sofort nur noch als Beta.

Vorschlag:
“Dabei fällt mir ein, lässt sich der ehem. Hausmeister und jetzige Dipl. Facility Manager (FH) Konrad D. aus seiner vollverglasten FacMan-Unit vernehmen, dass unser Blechbläser J. B. aus L. diesmal gar nichts von sich hören ließ. Gehört sich das?”

Tuuuuut.

Zweitmeinung:
Ich ließ nichts von mir hörnen. Fand keines hineinzututen.

Fantastisch roter Hinweistext übbrrrigens.
[Anm. d. Tuba B.: Den bekommen Sie nur zu sehen, wenn Sie keine persönlichen Daten eingeben.]

Und hoch

post Wer zu spät kommt, den bestraft Jens B.

November 28th, 2010

Abgelegt unter: Jussiv — Frolln Schmoll @ 18:01

Vorschlag:
ausgewogen

Vorschlag:
adj., sehr dehnbar; vor allem für Zeitangaben gebräuchlicher Zusatz um unvorhersehbare Abweichungen von mehr als einem akademischem Viertel anzukündigen

[Eingesandt zu JUSSIV am 11. Oktober 2010, 19 Uhr. “Letzter Einsendetag ist Sonntag, der 10. Oktober 2010. Naja, sagen wir um 12 Uhr am Montag, 11. Oktober, ist Schluss.”]

Tja, und beim Frolln wird man sogar erst mit tagelanger Verspätung veröffentlicht, egal, wann man einsendet…

Und hoch

post Der Herr Lürikmeister dreht am Rad

November 28th, 2010

Abgelegt unter: Renaissance 2.0 — Frolln Schmoll @ 17:57

Vorschlag:
Schau mit mir in die Augsburg, Kleines! (König Maximilian I. zum Frl. Bianca Maria Sforza 1493, mit dem er sich am 16. März 1494 in 2. [sic!] Ehe vermählte.)

Zweitmeinung:

Hamster

Vorschlag:
Unter dieser Bezeichnung brachte die Ballonfabrik Augsburg ihr letztes Ballonfahrzeug heraus; wg. mangelnden Interesses des Verteigungsministeriums an diesem Modell wurde das Unternehmen insolvent und zum 31. März 2009 geschlossen.

Zweitmeinung:
Das nur mal zwischendurch …

Vorschlag:
Coverversion eines bekannten Songs der Augsburger Puppenkiste mit dem Titel “Eine Insel mit 2.0 Bergen”.

ZweitPunktNullMeinung:

Lummerstadt reloaded

Mein Augsburg ist ganz lall und lull:
Es hat jetzt Renaissance Zwo Null.
So lobt man sich hier voll und ganz
Und Zwo Punkt Null die Renaissance.
Es finden alle wonderful
In Augsburg Renaissance Zwo Null.

Renaissance Zwo Null stimmt froh
In Augsburg und auch anderswo.
Ganz Augsburg hat ne gute Chance
Mit Zwo Null und Renaissance.
Daraus ergibt sich so manch Feines
Wie: “Schau mir in zwo Augen, Kleines!”

Nur Mancher fragt sich voller Groll
Was Zwo Punkt Null bedeuten soll.
Doch das ist nicht mehr wirklich wichtig.
Denn Renaissance Zwo Null ist richtig.
Und so ist Augsburg lall und lull
Von Renaissance und Zwo Punkt Null.

Zyklus: Augsen und Burgsen in der Lummerstadt

Und hoch

post Doppeldudenabräumerin Ulrike S. ist auf dem Sprung

November 28th, 2010

Abgelegt unter: Renaissance 2.0 — Frolln Schmoll @ 17:26

Vorschlag:
Es handelt sich höchstwahrscheinlich um die Fortsetzung der Steirischen Landesausstellung mit dem mitreißenden Titel comm.gr2000az, die bei uns vor 10 Jahren stattgefunden hat. Das Thema dieser Ausstellung war übrigens “Kunst, Wissenschaft und Kommunikation”- aber das hätten Sie natürlich selbst sofort vermutet.

Das lässt sich besserwisserisch eigentlich noch kaum überbieten. Dennoch wage ich einige weitere Deutungsversuche:

1. Der Titel hat zwar keine tiefere Bedeutung, wurde jedoch in einem öffentlichen Publikumscasting zum beliebtesten Namen gewählt.

Zweitmeinung:
2. Ein neues, numerisches Katalogisierungssystem zur Erfassung von italienischen Kunstwerken auf international einheitlichen Standards:
Renaissance one-dot-O
= the period of Massacio
Renaissance one-dot-one
= the time of Giorgione
Renaissance two-dot-O
= the age of Leonard- & Michelangelo
Merkt man sich auch gleich viel leichter als die elitären, unzeitgemäßen Begriffe wie Früh-, Hoch- und Spätrenaissance.

3. Ein Backup-Programm für Haushaltsgeräte, die den Sprung in das 21. Jahrhundert verpasst haben

renaissance-zwonull.jpg

Und hoch

post Michael G. aus Berlin 2.0 (und damit meint er ausdrücklich nicht das Ergebnis Osnabrück - Hertha…) macht Unfugg

November 28th, 2010

Abgelegt unter: Renaissance 2.0 — Frolln Schmoll @ 17:14

RENAISSANCE 2.0
Ist ein Schlüsselbegriff, der die Wiedergeburt der Fugger-Dynastie im 21. Jahrhundert beschreibt.

Die „Fugger von der Lilie“ finanzierten als Bank-und Handelshaus von Augsburg aus Wahlen, Herrscher und deren Kriege und gelten bis heute als eins der bedeutendsten Bespiele für die politische Macht der Ökonomie. Die „Fugger vom Reh“ agierten zunächst ebenfalls äußerst erfolgreich als Händler und Bankiers, verloren jedoch bald in der Folge riskanter Geschäfte mit den Habsburgern ihr gesamtes Vermögen. Nach dem Bankrott von Georg Raymund Fugger Ende des 16. Jahrhunderts versanken die „Fugger vom Reh“ endgültig in die geschichtliche Bedeutungslosigkeit.

„RENAISSANCE 2.0“ verweist zunächst generell auf die geistes- und kunstgeschichtliche Epoche, in der auch die Blütezeit der Fugger
vom Reh anzusiedeln ist (ca. 15. und 16. Jahrhundert). „Renaissance“ (im Wortsinn „Wiedergeburt“) ist aber auch allgemein ein Begriff für das
Neuerstehen einer tot geglaubten Strömung – oder Familie. Der Zusatz „2.0“ als Zitat des Begriffs „Web 2.0“ nun schlägt einen Bogen zur IT-Branche des 21.
Jahhunderts und der „New Economy“, in der schwindelerregende Gewinne gemacht (und mit dem „Platzen der Blase“ wieder verloren) werden konnten. Was hier nun konkret gemeint ist, erweist das gesprochene Wort: „Reh-Naissance 2.0“ bedeutet somit nichts Anderes als die neue („2.0“!) Geburt des „Rehs“!.

Trennen wir nun das Wort „Ren-Aissance“ auf: „Ren“ ist biologisch wie lautlich wie buchstäblich eng mit dem „Reh“ verwand, und „Aissance“ als Wortverbindung von „Essence“ (frz. „Wesenskern“) und „Aisance“ (frz. „Leichtigkeit“, „Gewandtheit“, aber auch „Wohlstand“) zeigt, worum es geht: Durch Gewandtheit zu Wohlstand kommen ist der Wesenskern der Fugger vom Reh, die mit ihrem Gewinn aus der New Economy die Dynastie zu neuem Erfolg und Einfluß führen!!

Zweitmeinung: -

Und hoch

post Arno Erich C. teilt Schelte aus

November 14th, 2010

Abgelegt unter: Scheltopusik — Frolln Schmoll @ 15:32

Der Linux-Erfinder Linus van P. prägte diese englisch-finnische Neuschöpfung für einen unter seiner Schmusedecke versteckten, extrem gefährlichen Linux-Maschinenbefehl. Wenn man versucht, neben Linux noch ein zweites Betriebssystem zu installieren, wird dieser Befehl aktiviert, der die Shell (vom Entwickler verspielt-germanisierend “Schel” genannt) zu PUSIK katapultiert, dem uralt-finnischen Gott des Nichtseins. Die Prozedur heißt in Insiderkreisen auch “Wäinämöinens Rache” (siehe –> Kalewala).

Nach Aufruf des Befehls SCHELTOPUSIK beginnt der Bildschirm kunter-ubuntu in allen Farben zu flimmern, schadenfroh grinsend taucht die Linux-Suse auf (wie die Knöllchensuse, wenn sie einem Parksünder einen Strafzettel hinter den Scheibenwischer klemmt) und spricht: “Ich bin Suse LINUX, Deine SCHEL. Du sollst keine andere Schel haben neben mir!”

Auch sofortiger Druck auf den Reset-Taster kann das Unheil des totalen Datenverlustes und einer ausgenullten Festplatte nicht mehr verhindern.

Wer eine Linux-Raubkopie zu installieren versucht, wird mit dem noch schlimmeren BIOSTOPUSIK abgestraft: Auf dem Bildschirm erscheint ein Rudel Pinguine. Mit ihren Schnäbeln hacken sie von innen gegen die Bildscheibe, die (natürlich virtuell!) klirrend zerspringt, und Finsternis breitet sich aus. Dann kann man seinen Computer wegschmeißen.

Und hoch

post Der Herr Lürikmeister bläst zur kleinen Nachtpusik

November 9th, 2010

Abgelegt unter: Scheltopusik — Frolln Schmoll @ 22:33

Vorschlag:
Mehrzweck-Hausgerät mit Vibrationshintergrund; dient vielfachen Zwecken; der S. ist in seinem Herkunftsland u. a. sehr effizient bei der Verdichtung des Wurstbräts in der -> Kielbasa Krakowska, der klassischen -> Krakauer

Bezweitpusik:

Schel to pusik

Drickse obbe, quieket unne,
Drickse unne, quieks no mehr.
Du hätts do herausjefunne,
Wat e Scheltopusik wär.
Drickse abber inne Mitt,
Quiek dä Scheltopusik nit.

Vorschlag:
Spätmittelalterliches Balgblasinstrument, vulgo: Sackpfeife; wegen seiner schrillen Dissonanzen heute im deutschen Sprachraum eher ungebräuchlich; aus der bildlichen Darstellung des S. stammen die Scheltwörter -> Sackgesicht und -> Pfeife

Zweitschelte:

Serenade perdu

Scheltopusik, du machst Töne,
Die man vordem nie gehört.
Meine allerliebste Schöne
Hast du nachhaltig verstört.

All dein Tuten, all mein Blasen
Hat mir das Leben ruiniert.
Das Liebchen brachte es zum Rasen,
Seitdem ists völlig enerviert.

Als ich deiner nächtens spielte
Unter ihrer Kemenate
Und mich gar romantisch fühlte,
spürt ich das Unheil nicht, das nahte.

Erst als dann ein Eimer Wasser
Strömte meuchlings auf mich ein
Deuchte es mich krass und krasser:
Etwas kann nicht richtig sein.

Auch der Schönen wilde Schreie
Von Ruhe und gestörter Nacht
Und dass sie dies nie verzeihe
Bestärkten in mir den Verdacht.

So begreif ich unter Schmerzen:
Beendet ist mein Liebeswahn.
Das hast mit deinen bösen Terzen
Du, Scheltopusik mir getan.

Zyklus: Aubaden und Serenaden der Scheltopusiker

Aus dem ewig weisen Poesiealbum:

Die Scheltopusik der Gnomonik
Ist hinieden ganz verschieden.

Und hoch

post Urlrike S. kam, sau und siegte

November 9th, 2010

Abgelegt unter: Scheltopusik — Frolln Schmoll @ 22:27

Manche behaupten: eine synthetische Musikrichtung, die den Sound der alten Schellacks hip-hop-mäßig remasterd remixxed.

Mein Vorschlag dagegen lautet:
Katzenmusikartige Begleitgeräusche im Gefolge einer heftigen Schimpfkanonade.

Zweitmeinung:
Siehe auch Usik: im Management-Jargon die Theorie von der angewandten Benutzerfreundlichkeit neuer Produkte. Regel Nr. 1 lautet: der Name des Produkts soll einfach sein und auf seine speziellen Vorzüge hinweisen. Da sich aber die wenigsten etwas unter einem Scheltop vorstellen können, haben wir das klassische Beispiel dafür, dass die Usik nicht immer funktioniert.

3. Auch Liebes-Schelte-Poesie genannt, eine Form der volksnahen Dichtung, die in öffentlichen Einrichtungen erbaulich gedeiht
scheltopusik2.jpg

Frau S. legt Wert auf die Feststellung, dass sie den erwähnten Herrn W. nicht kennt und auch keinem Herrn W. nahe zu treten wünscht.
Das Frolln vermutet, dass auch Herr W. nicht von Frau S. getreten werden möchte.

Und hoch

post Michael G. aus Berlin-Bagalottenburg hat den Vahl

November 9th, 2010

Abgelegt unter: Scheltopusik — Frolln Schmoll @ 20:27

SCHELTOPUSIK
Zusammenziehung von „Schelf-Top-Musik“: der am Hamburger „Ohnesorg-Institut für submarine Akustik“ wirkende Meeresbiologe Henry Vahl kreierte den Begriff für die Erstveröffentlichung seiner bahnbrechenden Arbeit über spezielle Walgesänge, die nur im Schelfmeer in der
Nähe der Oberfläche zu vernehmen sind (seine Forschungstörns mit dem Kutter „Heidi K.“ führten ihn meist in die südliche Nordsee). Schon im Kindesalter – so die Legende – fühlte er sich auf Grund seines Familiennamens der Erforschung großer Meeressäuger besonders verpflichtet. Diese Fixierung ging so weit, dass der Name bestimmter Meeresraubfische in seiner Gegenwart nicht ausgesprochen werden durfte (nicht umsonst hieß seine Stammkneipe “Hai-Tabu“).
Dass damals noch die Möglichkeit bestand, für Segeltörns vor der Elbmündung (aber außerhalb der Drei-Meilen-Zone) zollfrei Sprit zu bunkern, soll seinem Forschungseifer zumindest nicht abträglich gewesen sein. Teile seiner damaligen Stammbesatzung verließen allerdings nach der ca. achten Reise den Kutter im Streit (aber unter Mitnahme ihrer Instrumente) und legten eine eigene Deutung der akustischen Phänomene vor.

SCHELTOPUSIK,
Spätes Mittelhochenglisch für die Kunde vom weiblichen Keuschheitsgürtel („Scheltopussy“), der vom männlichen Keuschheitsgürtel („Scheltocock“) klar abgegrenzt werden muss. Umstritten ist, ob sich „Scheltopussy“ von „Shelter to pussy“ oder von „Shell to pussy“ ableitet, während eine dritte Strömung die ganze Diskussion für obsolet erklärt, da sich Shelter ohnehin von Shell ableite (oder umgekehrt) und somit beide Wortstammhypothesen auf der selben ethymologischen Wurzel beruhen.

Während erste Scheltopusiker im frühen 19. Jahrhundert den repressiv-lustfeindlichen Charakter der Scheltopussy in den Vordergrund stellten, verweisen neuere Forschungen darauf, dass die praktischen Erfordernisse der Intimhygiene unbedingt die Kontrolle durch die Trägerin erfordern – die Scheltopussy würde also als Schutz vor Vergewaltigung, je nach Ausstattung aber auch als Sexspielzeug, mithin eher als Instrument sexueller Selbstbestimmung als der Unterdrückung angesehen werden können.

Und hoch

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