rulururu

post Wie der Herr Lürikmeister den Bach runter ging

Juli 31st, 2010

Abgelegt unter: Schakaré — Frolln Schmoll @ 18:52

Altnauwieser Fleischkäseweck (fr. jacquard = Fleischkäseweck, benannt nach seinem Erfinder Joseph-Marie Jacquard [1752-1834]); in der frankophonen Mundart Alt-Saarbrückens zu Schakare deformiert; von der -> Nauwieser Konfliktgruppe dem verwandten -> Hamburger vorgezogen und selbst nach Jahrzehnten aus gesunkenen Binnenschiffen geborgen.

Zweitmeinung:

Vor Schakalen hätte gewarnt werden müssen. Nu heulen die der Besserwisseretage die Mailbox voll. Dakammamahörn.

V. Aus bei Bacharach

Als einst ein Papst bei Bacharach
Den Steg betrat, der einen Bach
Seit Ewigkeiten überquerte
Und der seit langen Jahren kaum
Des Holzwurms sich erwehrte,
Geschah es, dass der Steg zerbrach.
Dem Steg stracks stürzte hintennach
Der Papst dann auch in jenen Bach.

Frühjahr wars da bei Bacharach.
So kam es, dass grad jener Bach
Sehr hohes Wasser führte.
In ihm trieb Vieles; auch ein Baum,
An den der Papst sich klammerte
Und gottserbärmlich jammerte:
“Herr, hilf mir hier bei Bacharach!
Ich treibe ab in diesem Bach!”

Ja, so gings zu bei Bacharach.
Der Papst schrie heftig Weh! und Ach!
Er war kein guter Schwimmer.
Und als an jenem alten Baum
Mit lauthalsem Gewimmer
Der arme Papst den Halt verlor,
Da ward es schlimmer als zuvor:
Der Papst versank Zack! in dem Bach.

Kein Wunder gabs bei Bacharach.
Der Papst ertrank in diesem Bach.
Gott wollte ihn nicht retten.
Es war ein wahrlich böser Traum.
Drum lernt das Schwimmen, Kinder, lernt!
Sonst wird auch eure Seel entfernt,
Nachdem ihr abtreibt in nem Bach.
Wie einst der Papst bei Bacharach.

Zyklus Stege und Wege der Schwimmunkundigen

Aus dem ewig weisen Poesiealbum:

Pferde leben auf der Erde.
Deshalb nennen wir sie Pferde.
Lebten Pferde in den Lüften,
Hießen sie im Duden Pflüften.

Und hoch

post Ulrike S. lebt auf großem Fuß

Juli 31st, 2010

Abgelegt unter: Schakaré — Frolln Schmoll @ 11:41

Vorschlag:
Gerade als der Komponist und Baritonsänger Jakob Eduard Gottlieb Hollerbeer (1759-1813) ansetzte zu seinem Meisterwerk - dem Choral: Oh schare dich zum Lobgesang - wurde er von einem heftigen Anfall von Schluckauf heimgesucht. Wir wollen nicht ungerecht sein. Er brachte sein Lied in Wirklichkeit zu einem späteren Zeitpunkt mit Bravour zu Ende. Dennoch gilt seitdem das geflügelte Wort scha-k-are als Synonym für eine gut gemeinte Absicht, deren Umsetzung kläglich gescheitert ist.

Zweitmeinung:
Ein altes ägyptisches Fußmaß in noch älteren Quadratlatschen. Archäologen haben herausgefunden, dass der Grundriss der Stufenpyramide von Saqqara exakt 200 mal 200 Schakare beträgt. Nun muss man allerdings noch herausfinden, welcher heutigen Schuhgröße dies entspricht.

3. Schäkern oder Geschachere? Beides ist möglich, im Falle eines herzlichen Hand-Shakes vermeintlich eng befreundeter Staatsleute vor laufenden Fernsehkameras.

Und hoch

post Michael G. aus Berlin-Motivatorenburg schafft uns alle

Juli 31st, 2010

Abgelegt unter: Schakaré — Frolln Schmoll @ 11:39

SCHAKA-RE
Seit Motivationsseminare immer populärer werden, begrüßen sich Jürgen-Höller-Adepten - als Manifestation “positiven Denkens” - mit “Schaka - du schaffst es!”, die korrekte Erwiderung lautet “Schaka-Re!”

SCHAKARE
In Ungarn ehemals gängige umgangssprachliche Bezeichnung für Husaren, deren Kennzeichen der Tschako/Csákó (zylindrischer bis konischer Lederhelm) war. Leider kam mit dem Verschwinden der Husaren auch der Beiname aus der Mode…

SCHAKARE
So schreibt man die Tiere, die von Chinesen “Schakale” ausgesprochen werden.

Und hoch

post Urs W. setzt Zeichen

Juli 23rd, 2010

Abgelegt unter: Gaufrage — Frolln Schmoll @ 18:52

Zuviel, und, unnötig, gesetztes, Komma.

Zweitmeinung:
FehlendeZwischenräumeundLeerschaltungenimSatzbau……

Und hoch

post Jens B. steht vor der Wahl

Juli 22nd, 2010

Abgelegt unter: Gaufrage — Frolln Schmoll @ 08:14

Obrigkeitlicher Entscheidungsakt, ggtl.: suffrage (”die Wahl”)

Zweitmeinung:
Werde ich mir noch bilden, wenn der Gaufragist hinter mir weggegangen ist.

Und hoch

post Lürikmeister Karl S. lässt sich nicht lumpsen

Juli 20th, 2010

Abgelegt unter: Gaufrage — Frolln Schmoll @ 08:23

wiederholt (sic!) hinsichtlich des Anreiseweges eines gewissen Hans gestellt; lt. freudiger Mitteilung der im -> Ammergau beheimateten Lies’ nur ungewiss oder überhaupt net zu beantworten: “Ob er aber über -> Oberammergau oder aber über -> Unterammergau oder aber überhaupt net kommt, des ist net g’wiss.” Eine fatal fatalistische Selbstbescheidung jener Lies’, odrr.

Zweitgauting

Schnell noch nachgetragen und bevors den Weg allen Irdischen geht:

VIII. Lumpsen für die Zukunft

Im Sumpf nah an der Küste
Da steht das Lumpse-Dorf.
Wenns kalt wird an der Küste
Heizt man dort noch mit Torf.

Da ist noch nichts elektrisch,
Es gibt noch keinen Strom.
Man ist dort noch nicht hektisch
Und hat kein Telefon.

Die Dächer sind mit Reet gedeckt,
Das wächst dort an den Teichen.
Früh wird vom Hahn man aufgeweckt
Bevor die Nacht will weichen.

Das Mudlumps hat nun Haushaltspflicht,
Bereitet Frühstückseier.
Das Vadlumps hilft dem Mudlumps nicht,
Es nimmt ein Bad im Weiher.

Wenn es dann völlig sauber ist,
Steigts rein raus aus dem See.
Und als schmucker Chauvinist
Frissts Eier, Toast und Tee.

Es trifft ein früher Sonnenstrahl
Der Lumpse Frühstückstisch.
Das Mudlumps spricht zu dem Gemahl:
“Die Eier sind ganz frisch.”

Das Vadlups lehnt sich satt zurück:
“Das will ich ja wohl meinen.
Mein Mudlumps, unser Liebesglück
Wird unermesslich scheinen.”

Das Mudlumps lächelt resigniert.
Es weiß, was das bedeutet:
Wenn Vadlumps derart auf es stiert,
Ist Lumpsen eingeläutet.

Das Vadlups führt sehr fein am Arm
Sein Mudlumps zu den Weiden.
Es spricht gar liebevoll und warm:
“Ich kann dich ziemlich leiden.”

Schnitt.

Das Mudlumps ruht im Unterholz
Und ist soeben trächtig.
Das Vadlumps schnauft sehr voller Stolz:
“Ich war heut mächtig prächtig!”

Zyklus: Aus dem Leben der Lumpse

Und hoch

post Ulrike S. hört das Rauschen im Gau

Juli 20th, 2010

Abgelegt unter: Gaufrage — Frolln Schmoll @ 08:18

Gut, dass Sie nicht gleich die Supergaufrage gestellt haben: die Größte-Anzunehmende-Unsinnsfrage, auf die kein Besserwisser mehr eine Antwort wüsste.

So bleibt es im Rahmen einer optischen Katastrophe: Gaufrage bezeichnet man einen plastischen Schuhabdruck im Trägermedium eines oder mehrerer am Boden klebenden Kaugummis.

Zweitmeinung:
Das Substantiv zu gaufrauschen: das ist die hohe Kunst der professionellen Schnäppchenjäger, die Prozedur des Gaffens, ins-Geschäft-Rauschens, um-die Ware-Raufens und Kaufens in einer Zeitspanne unter drei Minuten zu bewältigen.

3. Eines muss jedoch mit Nachdruck zur Gaufrage bemerkt werden:

Und wenn so ein Lümmel
Es heute noch wage
Dann sagt man: Du Dümmel!!!
Kein Gau! Keine Frage!

(Anm:…und natürlich müsste man dem besagten Lümmel noch einiges mehr und Kräftigeres an Ausdrücken sagen, keine Frage)

Und hoch

post Die schrecklichen und entsetzlichen Abenteuer (…) des großen Riesen Arno Erich C.

Juli 17th, 2010

Abgelegt unter: Gaufrage — Frolln Schmoll @ 17:49

Anfrage der Bürgerinitiativen und der Grünen an die Bundesregierung, wie sie die Bevölkerung vor den Auswirkungen schwerer Atomkraftwerks-Unfälle zu schützen gedenkt. Bisher hat noch keine Regierung eine qualifizierte und befriedigende Antwort darauf geben können.

Zweitmeinung: Frage eines Politikers während der Vorgespräche zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland, wie denn die von Hitler so genannten Gaue umbenannt werden sollten, da dieser Begriff doch so schwer belastet sei. Konrad Adenauer, der damals schon seine Kanzlerschaft anstrebte, soll diese Gau-Frage lapidar beantwortet haben: “Minge Herren, dazo han isch ‘ne prima Vorschlach: Nenne mer se janz einfach Bundesländer!” Dabei blieb’s dann auch.

Drittmeinung: Die Gefräßigkeit des französischen National-Monsters Gargantua (Frankreichs Pendant zum japanischen Godzilla, jedoch sehr viel älter als dieser).

Und hoch

post Michael G. aus Berlin-DurchgeschwitzeKlamottenBurg und der Flashfrust

Juli 17th, 2010

Abgelegt unter: Gaufrage — Frolln Schmoll @ 17:38

GAUFRAGE
(sprich gohfraasch – mit stimmhaftem „sch“), psycho-soziologischer Fachausdruck für die allvierzehntägig massenhaft flashartig auftretende Depression des größten Teils der Besserwisserspielgemeinde angesichts der bitteren Gewissheit, wieder einmal nicht gewonnen zu haben.

Sprachhistorisch (frz. Lehnwort) ist der Begriff für „Schluss mit lustig“, „plötzliche Ernüchterung“ eine latinisierende Wortschöpfung (analog zu „nau-fragium“ = Schiffbruch) aus „gau(dium)-fragium“ = „Zerbrechen der Freude“.

Ursprünglich entwickelt zur Beschreibung der emotionalen Verfassung von Lottospielern direkt nach der Ziehung, setzte sich der Begriff hier nicht wirklich durch, da das beschriebene Phänomen durch gelegentliche Kleingewinne (3 Richtige) und das fatalistische „ich-hab’-eh-nicht-dran-geglaubt“ stark abgemildert und kaum noch deutlich zu beschreiben war.

Erst das Besserwisserspiel mit der Kombination aus vermeintlicher Abkoppelung vom Zufallsprinzip (nicht glücklicher Gewinn, sondern gerechte Belohnung individueller Leistung), emotionaler Zuspitzung (je mehr Zeit und Mühe auf das Verfassen eines Wettbewerbbeitrags verwendet wird, desto größer ist die Identifikation des Einsenders mit seinem Eingesandt) und subjektiv als nicht-marginal wahrgenommener Gewinnchance (gepflegt durch das gelegentliche Auszeichnen einiger Gallionsfiguren wie Lürikmeister Karl S., Kunstdirektor Dewi D. oder FrollnBabette S. - um nur die Protagonisten mit eigener Kolumne zu erwähnen – und geschickte regionale Streuung unter Einbeziehung einiger Besserwisserballungszentren in unmittelbarer Nachbarschaft wie Wien, Graz, L.a.A., Castrop-Rauxel oder Reading/Ohio – Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Bewertung dar!) macht den sägezahnartigen Anstieg spannungsgeladener Euphorie mit nachfolgend jähem Absturz einer wissenschaftlichen Betrachtung wieder zugänglich.

GAUFRAGE
Politiker werden von konkurrierenden Organisationen auf Inkonsequenzen, Widersprüche oder gar Wortbrüche genüsslich hingewiesen. Seit Generationen ungeklärt ist die FRAGE, wer nun der „größte anzunehmende Umfaller (GAU)“ sei. Während sich die einen auf den vormals großen Vorsitzenden Konrad (Adenauer, nicht Duden!) einschwören (legendär seine Kommentare wie „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“ oder „Wenn ich mir widerspreche, warum widersprechen Sie mir?“), nennen die anderen mit Vorliebe Andrea Yipsilanti (Beinahe-Ministerpräsidentin von der hessischen SPD mit wandlungsfähiger Position zur Partei „Die Linke“), um dann in schöner Einmütigkeit auf die aktuelle FDP einzuschlagen, deren Wahlversprechen „Mehr Netto vom Brutto!“ sich zwar nicht für die paar Krankenkassenbeitragszahler, aber immerhin für eine große Zahl von Hotelbesitzern bewahrheitet hat.

In diesen Erörterungen ist der Begriff des „Umfalls“ bisweilen schwierig abzugrenzen von elastischer Interpretation des Wahrheitsbegriffs, so etwa Walter Ulbricht am 15.06.1961: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“, Uwe Barschel („Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort…“, Roland Kochs „brutalstmögliche Aufklärung“ des Spendenskandals in der hessischen CDU usw.).

So wird die GAU-Frage wohl nie mit letzter Klarheit entschieden werden können.

Und hoch

post Jens B.: Puttin’ in the Yips

Juli 15th, 2010

Abgelegt unter: Yips — Frolln Schmoll @ 21:06

The Yips? Oh no. I had them, just recently. Smacked all my putts ten yards wide.
All of them.

Zweitmeinung:
Und jetzt erklären Sie mir mal, wie ich noch irgendwem die wahre Bedeutung benennen soll!

YIPS bezeichnet den scheinbaren Verlust der Feinmotorik im Zeitpunkt der Stimmabgabe auf Stimmzetteln anscheinend ohne Erklärung in der Stresssituation einer Abstimmung, insbesondere bei geübten Wählern zu beobachten.

Entschuldigen Sie die verspätete Veronleinung, Herr B. – Ich hatte ein paar Tage geschäftlich im Ausland zu tun…
(Hach. Das wollte ich schon immer mal schreiben.)

Tut Ihr Frolln Schmoll wichtig

Und hoch

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