JONON von Oia (altgriechisch: “Oh ja”, Ort auf Santorin)
zählte im antiken Griechenland zu den “sieben Weisen”. Platon berichtet in seinem nach Protagoras von Abdera benannten Dialog, Jonon habe Sokrates durch seine abwägende Haltung zur Frage der Einheit der Tugend wie auch ihrer Lehrbarkeit beeindruckt: Seine Meinung war stets “ja - nein”, “einerseits andrerseits” oder bestenfalls ein entschiedenes “sowohl als auch”, nur selten “weder noch”. Seine gleichzeitige Anerkennung einander ausschließender Prinzipien veranlasste Sokrates, ihn scherzhaft als “lebendiges Oxymoron” zu bezeichnen. Von seinem Namen leitet sich das noch heute in vielen Sprachen anzutreffende Begriffspaar “Ja - Nein”, “Yeah no”, “Oui [von ‘Oia’] Non” etc. ab.
Hingegen geht die Floskel “Je nun!” nicht auf Jonon zurück, sondern auf Juno, die römische Göttin der Grillfeste und der Erdbeerbowle, die früh betrunkene Gäste ihrer legendären Götter-BBQs mit der klaren Ansage “Geh’ nun!” des Rasens zu verweisen pflegte, dem ständig alkoholisierten Bacchus allerdings verwehrte sie bereits den Zutritt mit den in der Schweiz noch heute geläufigen Worten “Bacch’ ab!”.
Zweitmeinung:
JONON
Elementarteilchen. Während ein Meson aus einem Quark-Antiquark-Paar aufgebaut ist (Mesonen ohne Ladung und Flavour bezeichnet man auch als “Quarkonium”), setzt sich ein JONON aus einem Knobi Antiknobi-Paar zusammen. Beim Zusammenprall eines Mesons mit einem Jonon entstehen entweder ein Quark-Antiknobi-Paar (”Fruchtzwerg”) und ein Antiquark-Knobi-Paar (”Tofu”) oder ein Quark-Knobi-Paar (”Zaitziki”) mit einem Antiquark-Antiknobi-Paar (”Vanillepudding”). Allerdings sind sowohl die Verbindungenspaare “Fruchtzwerg-Tofu” als auch “Zaitziki-Vanillepudding” instabil, weshalb sie außerhalb universitärer Labore extrem selten nachgewiesen werden.
Und als Zugabe gibt es heute mal das gesamte Anschreiben des Herrn G. dazu, weiß er doch nicht, wie er sonst mit seinen vier (in Worten 4!) Duden angeben soll:
Hochverehrtes FrollnBabette,
ich bin beschämt - was durfte ich nicht alles Schmeichelhaftes lesen, aus Ihrer Feder und der zweier “meckernder” Herren! Dabei fand ich z.B. den Absatz des Herrn Tuba B. (Thema: Fasse Dich kurz! auf den gelben Seiten) so gelungen, dass mir kaum erklärlich ist, wie eine derart hervorragende Arbeit unprämiert bleiben könne. Wenn dann noch die Idee mit der Strichliste - nein, da stockt mir wirklich der Griffel, wie sollte ich auch beiläufig fallen lassen, in den nunmehr anderthalb Jahren meiner Besserwisserei bereits den vierten Duden abgegriffen zu haben, ohne als äußerst plumper Prahlhans dazustehen? Nun, so ließ ich, zutiefst bewegt, wie ich war, dennoch die mir gewidmeten Zeilen unerwidert, ich fand einfach nicht die richtigen Worte. Ein ander Mal, so hoffe ich, werde ich meinem Dank und meiner Wertschätzung Ausdruck verleihen können.-
Wie so oft, habe ich auch in dieser Runde bei den Recherchen für das JONON-Gestammel wieder selbst viel gelernt. Das mit den Mesonen und dem “Quarkonium” stimmt tatsächlich, allerdings: Platon zu lesen ist doch schon ermüdend, der Dialog über die Tugend (http://www.zeno.org/Philosophie/M/Platon/Protagoras) zieht sich (selbst Herr Tuba B. würde mir da wohl beipflichten) doch über Gebühr in die Länge. Randnotiz: nicht nur, dass Protagoras, der Namensgeber, ein echter ABDERIT ist, in ebendiesem Dialog wird gegen Ende die Frage aufgeworfen, wie es angehen könne, dass jemand “WIDER BESSEREN WISSENS” handle:
“Ich sage euch nämlich, … daß oft der Mensch, obwohl er das Schlechte als solches erkennt, es dennoch ausübe, da ihm doch freistünde, es zu unterlassen, weil er von seinen Lüsten sich hinreißen und betäuben läßt, und ebenso die andere Behauptung, daß er, obwohl er weiß, was gut ist, es dennoch nicht tun will wegen der Lust des Augenblickes, welcher er nicht zu widerstehen vermag.”
Ist es nicht gut zu wissen, dass wir auch und gerade hier auf Ihrer Site quasi in Sokrates’ Fußstapfen treten?
Mit nachdenklichem Gruß
Und hoch