Vorschlag:
Franciscus Bombistus Eisenharth (* 1199 Hermelingshof, † 1267 Detmold), gen. Franz H.; der -> Kegel des Edelherrn Bernhard I. entdeckte ein Heilmittel gegen Herpes, als er beobachtete, dass sein Ross Xanthippe die damals sog. und als solche gefürchtete “Maulborke” nach dem Zerkauen von -> Amaranthwurzeln schnell überwand; er extrahierte aus dem Wurzelsaft einen Wirkstoff, mit dem er durch äußere und innere Anwendung den auch unter Menschen weit verbreiteten Herpes im Lipperland wirksam bekämpfte; nach seinem Tod ging das Wissen um diesen Wirkstoff verloren; in jüngst aufgefundenen Handschriften wurde ein Vagantengesang entdeckt, der diesen Sachverhalt belegt:
Franz Hapaxanth im Lipperland
Dereinst beritt Franz Hapaxanth
Mit seinem Ross Xanthippe
Gern und oft das Lipperland
Und war den Menschen wohl bekannt
Im schönen Land der Lippe.
Kam wo vorbei Franz Hapaxanth
Mit seinem Ross Xanthippe
Klang lauter Jubel übers Land
Und alle kamen angerannt
Im schönen Land der Lippe.
Das war, weil der Franz Hapaxanth
Mit seinem Ross Xanthippe
Ein Mittel gegen Herpes fand
Vom Wurzelsaft des Amaranth
Im schönen Land der Lippe.
So heilte Herr Franz Hapaxanth
Mit seinem Ross Xanthippe
Die Menschen flugs in Stadt und Land
Von Herpes wo er ging und stand
Im schönen Land der Lippe.
Heut heilt nicht mehr Franz Hapaxanth.
Auch tot: Hapaxanthippe,
Das Ross, das einst die Wurzel fand,
Von deren Saft der Herpes schwand
Im schönen Land der Lippe.
Der Herpes tobt nun von Brabant
Bis in die Au’n der Lippe.
Viel Leid und Gram kam übers Land.
Man sehnt zurück Franz Hapaxanth
Und auch Hapaxanthippe im schönen
Land der Lippe.
* * *
Übersetzung aus dem Unterlippischen,
einem zu Recht verschütteten
mittelhochdeutschen Dialekt, der sich
durch Unterschleif jeglicher
Konsonantierung auszeichnete.
Zyklus: Gedichtete Geschichte
Zweitmeinung:
Zweithome is my Nungscastle:
Hier heute eine zeitgenössische Illustration
zur zentralen These des Ernst Jandl sel.:

“Lechts und rinks kann man nicht velwechsern. Werch ein Illtum!”
Und hoch