Vorschlag:
Quassie der letzte Irrsinn: Ars Vitalis!
http://www.arsvitalis.de/
Erquickend und labend: Berauschend der Abend.
Immer nah an der Wahnsinnsgrenze führt diese
Ars-Vitalis-Gruppe & -Bande dadaistisch Muzik auf,
inkl. ihrer Grenzen und ihrer Überschläge. Und ist
dabei so wunderbar brutal sensibel, dass der Meensch
ziemlich berauscht wird. Stimmen werden in einer
Weise hörbar parodiert, die man bisher so nicht hörte.
Die Muzik trötet wunderbar. Und lässt mal
hören. Und macht Stille laut durch Bewegung,
Mimik und Gestik sehr eigener Art (um diss mal
zurückhaltend zu beschreiben). Da wird Lürik
laut, die zu hören einen Lürikmenschen völlich
feddisch macht (Macht [sic!] der Lürik). Es werden
interessante Instrumente gespielt. Keine Guitarre
gleicht derselben, der Klarinettich wie der Sax &
Phon werden durch die Percussion perfekt
gesteigert. Selbst der Tango swingt. Drei Herrchen
machen sich älter als sie sind. Alterslos indes
führen sich und die Wahnsinnsgrenze auf und ab:
Klaus Huber, Buddy Sacher und Peter Wilmanns.
Auch singen sie herrlich decouvrierend Sänge, die
man kennt, nur so eher weniger. Programmabschließend
wurde die Okroschka http://www.duden.de/sprachspiele/besserwisser/archiv/2007/0709_okroschka.php (vulgo: Schnauphorn*) betrieben:
*Schnauphorn westwärts
“Du bläst hier dieses Schnauphorn nicht,
das ist nicht auszuhalten.
Bläst du es doch, dann werd ich dich
ganz klein zusammenfalten.
Es ist nur für die hohe See,
und niemals für den Hafen.
Wenn du es hier im Hafen bläst,
werd ich dich schwerst bestrafen.”
Gesagt - vertan. Der Käpten spricht
zum Moses wie zum Winde:
Um Nulluhrvier im Mondenlicht
zerbirst halb Travemünde.
Um Nulluhrfünf ist Lübeck dran,
dort platzen alle Scheiben.
Der ganzen Stadt hats weh getan.
Es ist kaum zu beschreiben.
In Hamburg auf der Reeper Bahn
entzwirbeln sich die Seile
und so manch wackrer Schauermann
erschauert für ne Weile.
Das Obstbauviertel Guderhand
(nun in Daniedersachsen)
sieht jetzt aus wie ein Altes Land.
Hier will kein Baum mehr wachsen.
Des Schnauphorns Schall schwingt elbeab-
wärts und wird langsam schwächer.
Cuxhaven wird zum Seemannsgrab
voll zugedröhnter Löcher.
Zurück an Bord: Der Käpten schäumt.
“Moses, du fiese Nase!
Ich hatte grad so schön geträumt -
von mir und deiner Base.
Sieh hin! Wo gestern Wasser war
ist grad ein Wal gestrandet.
Ich knall dir links und rechts ein paar!
Der Hafen ist verlandet!
Was hast du da nur angestellt?
Ich bin ganz von den Socken.
Mein Schiff war zweimal um die Welt!
Jetzt liegt es hoch und trocken.
Du hast mich um mein Brot gebracht,
du obstinatscher Schnösel!”
Um Nulluhracht nach Mitternacht
zerfällt das Schiff in Brösel.
Der Moses macht sich rasch davon
mit seinem Dröhn- und Schnauphorn.
Er hat ne neue Heuer schon
und soll ums Kap herümfohrn.
Der Kapitän ward Knall auf Schall
zum mittellosen Mann.
Das hat mit seinem Donnerhall
das Schnauphorn ihm getan.
Aber das ist eine andere Geschichte. Das Programm indes heißt “Fernwehen”.
Ja, wohl wahr. Erlebenswert! Man blicke in den Tourneeplan (s. o.).
Ergänzend schrub der Herr Lürikmeister dem Herrn Facmann:
(…) dieses Eingesandt wird ihnen nur gesandt, damit Sie es nicht auf die Schwatzgelben nehmen. Denn meine güldene Regel lautet: Nur, was der Herr FacMan unterlassungsverstümmelt, darf auf die FrollnSchmollschen Seiten. Zu meiner großen Eitelkeit hält das Frolln sich nicht daran. Sie aber doch, gell?
Offensichtlich. Und zu meiner großen Freude!
Und hoch