rulururu

post Arno Erich C. ist im Auftrag des Herrn unterwegs

Februar 29th, 2008

Abgelegt unter: Mofette — Frolln Schmoll @ 21:01

MOFETTE:

Steilvorlage, mittels deren ein Spieler beim Bekloppten-Halma das Schachmatt mit einem präzise auf den ersten Satzball eingelochten Elfmeter direkt zum Royal Flash verwandelt.

Zweitmeinung:

Im Gegensatz zur Lafette, einem Fahrgestell für Kanonen, also Kriegswerkzeuge, ist die Mofette ein Fahrgestell für Friedenswerkzeuge, nämlich amerikanische Atomraketen. Wenn der Präsident der USA selbige abfeuert, erhofft er damit den Weltfrieden zu erreichen: den absoluten, endgültigen Frieden, weil es danach auf der ganzen Welt niemanden mehr geben wird, gegen den er noch einen Krieg vom Zaun zetteln bzw. (ver)brechen könnte.

Drittmeinung:

Werkzeug zum Losschrauben festsitzender Muffen an Mofas, Mopeds, Motorrädern, Motorrollern und Treckern.

Und hoch

post Dem Lürikmeister seine vollfetten Grausamkeiten

Februar 29th, 2008

Abgelegt unter: Mofette — Frolln Schmoll @ 20:57

Vorschlag:

deprimierende Sprachfigur, gebildet unter Anwendung des Hamburgischen Genitivs in seinen grausamsten Ausprägungen, z. B. die Pyramiden von Gysi (Hamb. Gen. I) bzw. Gysi seine Pyramiden (Hamb. Gen. II)

Zweitmeinung:

(Ich weiß, war schon auf den Gelben Seiten. Aber wenn ich doch so derbe krass fett bereimt werde, und es morgen eh in der gazette steht…)

Mofette vollfett

Des Dichters Frau ist eine nette
kugelrundliche Soubrette.
Am liebsten isst sie die Mofette
Mit Sahne aus vollfettem Fette.

Warnend warnt das FrollnBabette:
Es seien doch vollfette Fette
Gemein gefährlich für ne nette
Frisch-fromm-fröhliche Soubrette.

Doch es hört nicht jene nette
Soubrette auf das FrollnBabette.
Darob platzt sie aus dem Korsette.
Morgen stehts in der Gazette.

Vorschlag:

misslungenes Perpetuum Mobile, das zum tödlichen Ärger ihres Erfinders James Mofett jr.(1637-1674) weithin als Perpetuum Stabile verhöhnt wurde; später Gattungsbegriff für unbrauchbare Technik aller Art sowie sonstigen Mumpitz und Dummpitz

Zweitmeinung:

Ohne.

Vorschlag:

mofffotto.jpg

Edelpatisserie des Hauses Zhanna aus St. Petersburg; urspr. Trofimoffette, benannt nach der ersten Auftragsarbeit Zhannas zum 50. Geburtstag des russ. Spirituosenimporteurs Trofimoff, ist “Mofette” heute der Gattungsbegriff für diese feine Spezialität in ganz Osteuropa.

Zweitmeinung:

Vorauszweitbemerkt:

Voll tiefer Bewunderung blicke ich auf die erotische Ungereimtheit des meiner- und allseits mehrfach hoch geschätzten Ludwig M. aus Gladbach in der vorangegangenen Lieferung.

Vorzweitbemerkt wird der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass das Auswertungskommitee dem vermehrten Aufkommen der motorisierten und unmotorisierten Bycycletten, Velocipeds und sonstigen Drahteseleien unbeschadet ausweichen konnte. Die Hoffnung indes mündet in die hauptzweitbemerkten Reime:

Nicht!

Sich vor Bicycletten
Zu retten
Ist nicht leicht.
Indes erscheinen
Bicycletten
Beim Definieren von
Mofetten
Ziemlich seicht.
Drum definiert nie
Die Mofette
Als andre Form
Der Bicyclette.

Und hoch

post Jens B. tritt in Auktion und fällt mit der Tür ins Haus

Februar 29th, 2008

Abgelegt unter: Mofette — Frolln Schmoll @ 20:36

Vorschlag:

die ~ (von span. “Oferta me!”, später “m’oferta”) - Aufruf zum Angebot durch den Auktionator in spanisch stämmigen Auktionshäusern; vor der ~ abgegebene Angebote sind unwirksam und führen allenfalls zu überhöhten Preisen; nach althergebrachten Regeln muss das (nächste) Gebot innerhalb von 30 Steinschlägen (etwa 30 Sek.) nach der ~ abgegeben werden; die ~ wird in der Regel 10 Steinschläge nach dem letzten Angebot wiederholt; ergab zunächst Probleme bei der Anwendung von § 156 BGB, da in solchen Auktionen der Vertrag mit dem 30. Steinschlag zustande kommen sollte, nicht erst mit der abschließenden NOFETTE (von n’oferta, entspricht dem Zuschlag)

Zweitmeinung:

Soviel aus dem Wirtschafts- und Rechtsleben. Zwotens dagegen:

Jüngst in Leipzig war’s: Öffne mir die Türe, zeige mir Deine Wohnung und vor allem Deinen Mietvertrag, auf dass Deine Stadt die Miete spiegele. Bei manchen Zwischensehern (hier so, andernorts auch Befragende genannt): “M’ ofette!” - “Wie bitte?” - “Mach uff!” - “Klar.”

Drittens:

Espana, Barcelona, Llobregat

Dann hatte er sich in Erwartung einer Veröffentlichung auf diesen schönen Seiten seine Nächstmeinung noch mal zuschicken lassen. Leider vergebens: Sie ward schon auf Schwarz/Gelb gedruckt. Es reichte nur noch für dies:

Zweitmeinung:

Noch eine?

Auf besonderen Wunsch des Herrn B. hiermit ausdrücklich als Teil der Krrspndnz mit dem FacMan gekennzeichnet.
Damit das auch ja niemand für einen Beitrag hält:

P.S.: Brchn s d Vkl?

wz?

nd hch

post Michael G. aus Scha-la-li, Scha-la-lottenburch spielt Schau

Februar 23rd, 2008

Abgelegt unter: Amorce — Frolln Schmoll @ 12:19

Amorce, Titelheldin in Angelo Polizianos Schauspiel “Amorce e Orfeo”, tragische Heldin, die während der Hochzeitsfeier an einer Lebensmittelvergiftung stirbt. In der späteren Fassung von 1494 (Titel nun “Fabula di Orfeo”) herausgeschrieben, da keine Schauspielerin mehr das vom Dichter selbst zubereitete Pilzomelett essen wollte. Die Echtheit der einzigen erhaltenen Abschrift dieser frühen Fassung (Stadtarchiv von Monopoli) ist allerdings umstritten (vergl. “Der Einfluss abruzzischer Mykologie auf die Entwicklung des Humanismus am Hof der Medici”, E. Ostuni et al., Valpolicella 1994).

Und hoch

post Jens B. versetzt die Bretter, die die Kolatsche bedeuten

Februar 18th, 2008

Abgelegt unter: Kolatsche — Frolln Schmoll @ 19:09

Der KOLAT’SCHE VERSATZ, kurz auch die KOLATSCHE, ist eine verbale
Retourkutsche, benannt nach dem Schirittmeister Henry Kolat (1798 - 1834) der wenig bekannten Innsbrucker Außenreiterei. Die Diskussion mit einem sächsischen Gast zu seinem Arbeitstempo glitt schier ab, als der Gast fragte, was Kolat so mit seinen Schiern märe. Darauf entgegnete
dieser, er stimme mit sich selbst überein und die dem Gast angepassten Bretter könnten seine Geschwindigkeit ertragen, was er von dem Sachsen nicht annehme.

———

Und das war meine

———

Zweitmeinung:
“Naa naa, des is kaa hessisches Wahlergebnis!”
Aber etwas Ähnliches! Und bereits heute, 1.2.2008, in der Nacht gegen 1:00 Uhr breitete sich
die Definition in meinem Kopf aus. Siehe oben.

———

Auf heitere Mofetten.

B.

Und hoch

post Schmoll-Novize Michael G. aus Berlin serviert starckes Deutsch

Februar 15th, 2008

Abgelegt unter: Kolatsche — Frolln Schmoll @ 23:11

Kolatsche: Kunstrichtung, enstanden in der apulischen Kulturhochburg Monopoli, als Don Vito Ostinato in der „Casa legasthenica“ einen Teller „Spaghetti pescatore“ an die Wand warf („No sono al dente!!!“) und diese dort kleben blieben. Der geistesgegenwärtige Kellner Luigi beseitigte den Makel, indem er über die Spaghetti einen leeren Bilderrahmen hängte, zur Abrundung der ästhetischen Wirkung eine Serviette mit der Gabel an die Wand nagelte, rechts unten unleserlich signierte und fortan behauptete, es handele sich um Kunst.

Die so spontan entstandene Kunstform wie auch ihre (von dem die Entstehung begleitenden Geräusch abgeleitete) Benennung „Colaccia“ wurde von den Mitgliedern des Dyslexie-Stammtisches aus Bottrop-Kirchhellen mit nach Hause genommen und fand in der Schreibweise „Kolatsche“ schnell in ganz Bottrop begeisterte Anhänger.

Nachdem die Duden-Redaktion im Bemühen um eine vorzeigbare (wenn auch frei erfundene) Herleitung die Schreibweise in
collage.png
normalisiert hatte, stand der internationalen Verbreitung der neuen Technik nichts mehr im Wege.

Erst den bahnbrechenden Arbeiten von M. Koeppel über das „Starckdeutsch“ (Edition Kleber, Tegel-Schanghai-Berlin-London-Lübars 1981) ist zu verdanken, dass sich die Creativszene allmählich auf die sprachlichen Wurzeln ihres Schaffens besinnt (siehe auch „Muhleroi“: „Dr Muhlör, jarr, dr Muhlör harrt’z nücht leucht, ärr harrtis schwöör…“ a.a.O. S. 36).

In der monopolitanischen Pizzeria, in der alles begann, werden inzwischen (sehr zur Freude der Bottroper Touristengruppen) in die Speisekarte Pizzastücke statt Abbildungen eingeklebt (das Bezeichnete ersetzt das Zeichen!). Chefkoch Mario indes reklamiert die geistige Urheberschaft für sich, seine Pizze seien lange vor dem Begriff bereits Kolatschen gewesen. Den tatsächlichen Ursprung dieser Kunstrichtung aber werden wir wohl nie exakt datieren können….

Βür

Van demm Büre, van demm Büre
kimmt di Tumbenhait herrvüre.
Schaugist tu ze tiff inz Glarz,
kimmt taksdroff de Koppeschmarz.
Trumb min Pursch, ück sach dir offten:
drünck nich Bür, drünck Epplsofftn!

Muhleroi

Dr Muhlör, jarr, dr Muhlör
harrt’z nücht leucht, ärr harrtis schwöör,
muhlt ond muhlt dmm guntzn Dack
wosz dönn kainur saihin mackck.
Kainur nücht wüllz auchch nücht kauffuln;
- ollz Muhlör karrn monn varzwauffuln.

(Beide Gedichte von Matthias Koeppel)

Und hoch

post Vom blutigen Hauen und (Be)stechen des Arno Erich C.

Februar 15th, 2008

Abgelegt unter: Kolatsche — Frolln Schmoll @ 20:05

KOLATSCHE, der: Angehöriger eines ausgestorbenen Indianerstamms, der sich mit den benachbarten Komantschen (die schon Old Shatterhand und Winnetou das Leben schwer machten) im Dauerkrieg um die Baderechte im Silbersee befand. Statt aber die Komantschen mit dem Kriegsbeil zu zermantschen, schlugen sie ihnen ihre ausgelatschten Mokassins (umgangssprachlich: Latschen) um die Ohren, daher bekam der Stamm seinen Namen. Der mit allzu ungleichen Waffen geführte Krieg besiegelte jedoch ihren Untergang, wovon das folgende Poem kündet:

Die kleinen Kinder der Komantschen
im Silbersee vergnüglich plantschen.
Da schleichen die Kolatschen,
die Feinde abzuwatschen.

Die Krieger leise hatschen
in ihren alten Latschen,
die brauchen sie zum Watschen.
Die Kinder der Komantschen
gleich hören auf zu plantschen.

Schnell machen sie die Sause
und eilen flugs nach Hause.
“Dort hatschen die Kolatschen,
die woll’n uns alle watschen!”

Der Häuptling Flinker Hirsch
kippt rasch noch einen Kirsch
und ruft: “Jetzt geht’s zur Pirsch!
Aufs Kämpfen bin ich geil,
reicht mir des Krieges Beil!”

Das Watschen mit den Latschen
half gar nichts den Kolatschen,
denn der Komantschen Beile
zerteilten sie in Eile.

Bald konnten die Komantschen
im Blut der Feinde plantschen.

Lürik-Enthusiast Arno Erich C. aus C.-R.

Unter Zweitmeinung zugesandt: Sehr geehrter Herr FacMan, ich hoffe, mein diesmaliger Beitrag wird Ihnen endlich ein Lachen mit Bauchwackel-Energie von über 8,5 Punkten auf der Neper-Skala entlocken. Da Sie dem Vernehmen nach nicht bestechlich sind, sehe ich vorerst davon ab, es mit Übersendung von Prinzenrollen zu versuchen - selber schuld! Da müssen Sie halt schmachten, außerdem ist jetzt ja sowieso Fastenzeit, newwahr! Nix für ungut Ihr Arno Erich C.

Und hoch

post Lürikmeister Karl S. ringt frei und stilsicher die Kolatschengier nieder

Februar 15th, 2008

Abgelegt unter: Kolatsche — Frolln Schmoll @ 19:43

Vorschlag:
Kolatsche sind
die runden Dinger
in den Trikots
der Freistilringer
die fest zu halten
schwer verboten
bei Strafe
schlechter
Haltungsnoten.
Denn das empört
das Komitee
und tut dem Gegner
schrecklich weh.

Zweitmeinung:
Heute wieder Lührik (Zyklus »Datschen und Kolatschen der Pelztierjäger«)

Geschehn im Gau Wien

Die Kolatsche und ihr -latsch
Machen laut Quatsch
Wenn fest im Schritt
Wer auf sie tritt
Nach wildem Ritt
Auf Knieen gen Wien.
Seht sie und ihn:
Sind nur noch Matsch -
Die Kolatsche und ihr -latsch.

Zweitmeinung (Zwootfossuung*):

Geschöhn iim Gau Wean

Döö Kolootsche uund ööhr -lootsch
Mochn laut Quootsch
Wann föst im Schriitt
Wör auf söö triitt
Noch wüldöm Riitt
Auf Knöön gön Wean.
Söht söö uund eahn:
Saan nuur nooch Mootsch -
Döö Kolootsche uund ööhr -lootsch

*
Verhunzung einer Mundart, die
dafür ja garnix kann

Zweitdeinung

Apokalyptische Apokolatsche

Hör doch auf mit dem Gequatsche
Von der leckeren Kolatsche,
Die täglich du in Wien begehrst,
die und nach der du dich verzehrst.

So ganz in Blätterteigumhüllung
mit cremiger Vanillefüllung
noch warm zu heißer Chocolade
als deines liebsten Gottes Gnade.

Die leise weich im Mäulchen knistert
dem Gaumen süß Vanille lüstert.
Dazu manierlich fein Likörchen,
dein Görchen knabbert dir am Öhrchen …

So könnt das Leben immer sein.
Doch das Leben ist gemein.
Es bringt dich heftig in die Patsche
mit der gefährlichen Kolatsche.

Sie ist ein garstiges Gebäck
zu üppiger Ernährung Zweck,
gestopft voll mit so Kalorien,
gepfropft voll mit Cholesterin.

Wovon dein Leibesumfang wächst;
der Schlagfluss rafft dich hin demnext.
Erspar uns deshalb dein Gequatsche
von solch bedrohlicher Kolatsche.

Und wir haben auch nix gegen I.T., so aus zentraltechnischer Sicht

Und fast kommt das Wort “Kollatscheralschaden” darin vor,
freut sich der Herr Lürikmeister. Ja, auch das kennen wir in der Zentraltechnik…
Schmidt happens, wie wir Insider zu sagen pflegen.

Und da wäre noch ein Nachtrag zu “Datschen und Kolatschen der Pelztierjäger” (Materialien: “Donald Duck - Dumb Bell Of The Yukon” [Deutscher Titel: Donald der Pelztierjäger]) Plakat:
karl-s-bindet-uns-einen-baren-auf.jpg
und Karton, so oder so

Wegen der Kurzweil.

Und hoch

post Prophylaktisches von Kunstdirektor Dr. Wernère “Dewi” D.

Februar 8th, 2008

Abgelegt unter: Chondrom — Frolln Schmoll @ 22:35

Chondrom. Das gibt der Proktologe seiner Familie. Vorbeugend. Einmal täglich eine Chondrom-Tablette auf den Stuhl legen, draufsetzen und fertig.

In einer Hütte in den Dolomiten trafen sie sich. Luis Trenker und Leni R. Dabei ist folgender Dialog dokumentiert: „Na, Leni, gehst mit naufi aufn Gipfel?” - „Lass mal, Luis, ich war chondrom.” Ehrenwort.

Und hoch

post Der winzige Nebenerwerb des Herrn Lürikmeister Karl S.

Februar 8th, 2008

Abgelegt unter: Muton — Frolln Schmoll @ 22:28

MUTON I

, der (lat.-nfrz.): in den 50er Jahren von der linken frz. Schmutz- Schand- und Satirepresse als Synonym für den Präsidentenkandidaten Charles de Gaulle verwandter Begriff; steht heute für Großkotz, Aufschneider und Schwadroneur; scherzhafte Verwendung im Weinbau für Weingutbetreiber, Ggs.: –> Vigneron (Nebenerwerbswinzer)

MUTON II

, Jean-Jacques (1773 – 1833; frz.: –> créateur de culemobiles): Schöpfer der Bundfaltenhose, die bis 1789 als –> Culottes, nach der gloirereichen franz. Revolution aus gegebenem Anlass als –> Pantalons gefertigt wurden; dabei wurden bis heute Ursprung und pathologischer Auslöser der Produktidee M.s auf schamhafteste Weise verschwiegen, obwohl sie der Académie française durchaus bekannt waren.

Und hoch

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