rulururu

post Die erholsamen Greueltaten des Kunstdruiden Wernère “Dewi” D.

August 29th, 2007

Abgelegt unter: Vadium — Frolln Schmoll @ 14:57

Vadium.

Eines der 83 Kräuter, die Miraculix in seinen Zaubertrank mischte, um Vercingetorix zu überzeugen, dass es jetzt besser wäre, das Handtuch zu werfen. Er warf es, obwohl es bei den Galliern noch keine Handtücher gab.

Vadium.

Statt in sein Schwert stürzte sich Varus nach der verlorenen Schlacht im Teutoburger Wäldchen in sein Vadium. So nannte man den Waschzuber, in dem sich römische Krieger für gewöhnlich von ihren Greueltaten erholten. Ein Vorläufer des heutigen Entmüdungsbeckens. Siehe auch: Ailton.

Super, gell?

(Also, die letzte Zeile schreit jetzt aber noch Kommentaren - gell?
Findet jedenfalls das Frolln Schmoll…)

Und hoch

post Na gut…

August 21st, 2007

Abgelegt unter: Maschansker — Frolln Schmoll @ 12:42

Da Sie ja anscheinend alle ins Sommerloch gefallen sind und es ja nicht angeht, dass nur noch Jens B. und Arno Erich C. in der Letztveröffentlichungsliste stehen und natürlich, weil Herr Karl S. mich seinerzeit darum gebeten hat (wobei ich anmerken muss, dass ich diesem Wunsch prompt nachkam!), hier also mal wieder was aus dem Frollnschen Archiv (natürlich ohne jeden aktuellen Bezug! Also wirklich nicht!):

Maschansker wird der einzig überlebende Floh nach einer umfangreichen und brutalen Giftattacke auf sämtliche im Haus befindlichen Gegenstände und Katzen und deren zahlreiche ungebetenen Freunde aus dem Hinterhof genannt.

Der Maschansker zeichnet sich durch zähen (und erfolgreichen) Überlebenswillen aus, der es ihm ermöglicht, mitunter montelang ohne Nahrung, Blut und Atemluft in der einzigen Faser des Teppichs, die der Giftattacke entronnen ist, zu überdauern, bis eine der wohnungseigenen Katzen oder derer zahlreichen ungebetenen Freunde aus dem Hinterhof die Maschanska aus der Nachbarswohnung hereinträgt.

Dann indes gibt der Maschansker seine bis dato geübte Zurückhaltung auf und vermehrt sich hemmungslos und zur Freude sämtlicher legitimer und ungebetener Katzen, wobei er natürlich seinen Status als Maschansker einbüßt und sich fortan wieder ganz banal „Floh“ nennen muss, was ihm allerdings gemeinhin schnurzegal zu sein scheint.

Ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich mir alles Wissen über den Maschansker als solchen, seine Aufzucht und Pflege, im Fernstudium angeeignet habe, und nicht etwa aus eigener Erfahrung spreche. Ehrlich. In meiner Wohnung gibt es keinen Maschansker. Nicht einen einzigen. Und nur ganz wenig Katzen. Und auch nicht viele von deren ungebetenen Freunden. Wirklich nicht. Also, dass müsst Ihr mir glauben. Ich würde das sonst nicht so sagen. Ganz im Ernst.

Und hoch

post Arno Erich C. meuchelt weiter…

August 18th, 2007

Abgelegt unter: Chiffonade (2007) — Frolln Schmoll @ 13:10

Der Begriff “Chiffonade” erfuhr einen erneuten Bedeutungswandel, als totalitäre Regierungen mit durchsichtigen Fummeln Abusus zu Zwecken besonders gemeiner Foltermethoden zu treiben begannen. Davon kündet das folgende Poem.

Chiffonade II

“Jack, dein Verbrechen wiegt zu schwer,
marsch, ab zum CIA-Verhör!
Dir blüht die Chiffonade!”
Der Häftling wimmert: “Gnade!”
Tief im Bunker grau und scheußlich
dräut sein Schicksal unabweislich.
Doch an dem Tisch hier, schau, schau, schau,
nimmt Platz jetzt eine schöne Frau!
Sie trägt ein Top aus Seide zart,
der Häftling staunend auf sie starrt.
Ein Tüchlein nur, durch- völlig sichtig,
der Häftling denkt: “Ich seh nicht richtig!”
“Ich werd’ dir sagen, was du bist:
ein ganz verstockter Terrorist!
Ein Terrorist bist du, gesteh!!”
Jack stammelt nur verzweifelt: “Nee!”
“Du hast ein Feuilleton geschrieben,
das unsre Obren gar nicht lieben!
Du nennst die Politik von Bush
ein Machwerk, ganz und gar aus Pfusch!”
Das Seidentuch reißt sie vom Leib,
steht jetzt fast nackt vor ihm, das Weib.
Dicht vor ihm wippt ihr blanker Busen,
doch ganz bestimmt wohl nicht zum Schmusen.
Sie schlingt das Tuch ihm ums Genick,
“Gesteh, sonst wird’s dein Galgenstrick!
Wideruf dein Feuilleton,
sonst bringt Tod dir mein Chiffon!”
“Kritisch über Bush zu schreiben,
sollte Menschenrecht doch bleiben!”
“Kritisch schreiben, kritisch sprechen,
das ist Hochverrats-Verbrechen!”
Sie zieht das Tuch ein wenig fester:
“Jetzt widerrufe dein Geläster!”
Der Schweiß rinnt ihm bis zu den Knöcheln,
doch “Nein!” stöhnt er mit letztem Röcheln.
Endgültig zu zieht sie den Knoten,
befördernd Jack ins Reich der Toten.
Vom Schemel stürzt er, holterpolter:
In Georgies Staat regiert die Folter!

von Lürik-Enthusiast Arno Erich C.

Und hoch

post Blender Jens B. und seine Vorahnung

August 18th, 2007

Abgelegt unter: Chiffonade (2007) — Frolln Schmoll @ 11:33

(Bereits am Freitag, 17.8. um 17:28 Uhr eingegangen…)

Sehr geehrt’s Frolln,

angesichts der bevorstehenden Veröffenstümmelung übersende ich anbei schon
einmal meine sämtlichen Einsendungen in chronologischer Folge zur freien
Verfügung und allfälligen Verunstümmelung.

Herzlichst

B.

————

Vorschlag:

Jubel-äh-um oder was? Jaja, ich seh schon. Erstmal herzlichen Glückwunsch meine Damen und Herren zur wievielten Ausgabe auch immer und zum zehnjährigen Bestehen. Meine Jubiläumschiffonade werde ich mir erst einmal noch wohlbedacht ausden(Fingern-saug/)ken müssen. Bis dahin beste Grüße.

————

Vorschlag:

Blendschleier

1. hist.: vorzeitliches Abwehrmittel gegen Angreifer aller Art; ursprünglich ein Tuch, dem Feinde von Brücken, Mauern, vom Pferde oder sonstwie ins Gesicht geworfen; später ein mittels Spiegeln unglaublichen Ausmaßes dem Feind in die Augen geworfener Lichtbogen;

2. umg.: lästiger Eindruck einer blendenden Lichtquelle, der nach einem Blick in eine sehr starke ebensolche bleibt;

3. med.: Wahnvorstellungen ungeheurer Erleuchtung, welche zur Blendung nicht nur der eigenen Wahrnehmung führen

4. derog.: sein kleines Licht in die Sonne halten, um zu blenden

Zweitmeinung:

Meine Herren, die Westkekse esse ich doch selbst! Mal im Ernst, mir schmecken die Knusperflocken.

Irgendetwas wollte ich hier noch hinschreiben. Aber was? Ich habe es vergessen. Wie den genialen Einfall, den ich heute Morgen als Erklärung hatte. Pech gehabt. Wieder ein Gewinn flöten gegangen. Geht ja sicher noch ein paar Jahre die Sendung…

Mittelalterliches Mahnlied zur Chiffonade:

(ca. 1347, aus dem Okzitanischen)

“Wagt Ihr einmal die Chiffonade
seid gefaßt auf’s bittre Ende.
Halt’ Euer Lichtlein kerzengrade,
daß es Euren Feind auch blende.
Denn wenn’s dieses mal nicht tut,
geht es Euch bald gar nicht gut.
Haus und Hof sind dann verloren,
ganz zu schweigen von den Ohren.
Blendet sicher, blendet gut,
nehmt im Notfall rote Glut.
Wenn der Feind dann vor Euch steht,
um Euch ehrlos zu erdolchen.
Denn wenn Ihr ihn geblendet seht,
könnt Ihr ihn selber meucheln!”

In diesem Sinne: Blende gut, alles gut!
(Die Kalauerkasse habe ich ja schon befüllt…)

————

Vorschlag:

Frühe Form von Verblendtechniken in der Zahnmedizin. Der eingesetzte Stoff zerfiel meist schon beim ersten Kauen. Siehe auch -> Kaschade, -> Couvarde und ->Farschade (von arab. Farsch فَرْش)

Zweitmeinung:

Sächsischer Versuch, menschliche Absonderungen mit einem Wort aus einer Fremdsprache zu bezeichnen. Très chiqué(!)!

Und hoch

post Döschenöffner Arno Eric C. reimt spritzfrei

August 18th, 2007

Abgelegt unter: Chiffonade (2007) — Frolln Schmoll @ 11:22

Chiffonade-Definition

Restaurantkaffesahneportionierungsdöschenspritzfreiöffnungsgerät, DeLuxe-Ausführung in Edelstahl, gebürstet. Und so funktioniert’s: Arbeitsschlitten durch Tastendruck entriegeln und herausziehen, Sahnedöschen in Aufnahmeöfnung des Schlittens einsetzen, Schlitten bis zum Anschlag in das Gerät einschieben, Öffnungshebel in Arbeitsposition umlegen, bis Dornspitze hörbar einrastet, Hebel in Ruheposition zurückbewegen, dann den Schlitten entriegeln und mit dem geöffneten Restaurantkaffesahneportionierungsdöschen herausziehen, das Döschen entnehmen, Sahne in Kaffee gießen, umrühren fertig! Und alles ohne die für ihre Tücke bekannten Sahnespritzer! Sichern Sie sich frühzeitig Ihre Chiffonade aus der Designerserie, jedes Exemplar handsigniert, zum Einführungspreis von nur EUR 49,95! Späterer Ladenpreis: EUR 79,95.

Zweitmeinung:

Modenschau, bei der die Models in durchsichtigen Blusen oder Tops über den Laufsteg tänzeln, später auch verallgemeinernd üblich geworden für die dort vorgeführten durchsichtigen Textilien.

Chiffonade I

Die Gerti aus Oer-Erkenschwick
ist bildschön, aber ziemlich dick,
doch trägt sie auf der Promenade
nur Minirock und Chiffonade.
Die Männerwelt ist hoch ergötzt,
wie Gerti sich in Szene setzt:
Sie verzichtet auf das Mieder,
drum wogt alles auf und nieder.
Tolle Beine hat die Kleine,
stramme Waden wie sonst Keine.
Und den Opa wie den Enkel
freuen ihre drallen Schenkel.
Ein Laster aus der Kurve kippt,
weil Gertis Busen heftig wippt.
Der Fahrer schreit in höchster Not,
ein Herzschlag bringt ihm raschen Tod.
Die Gerti merkt es nicht, und heiter
geht sie beschwingten Schrittes weiter.
Die Männer kriegen rote Köpfe,
schon fliegen knallend Hosenknöpfe.
Als Reißverschlüsse berstend fetzen,
packt alle ringsum das Entsetzen.
Es reißen Wunden furchtbar viele
Myriaden kleiner Projektile.
Und Gerti, unbeirrbar heiter,
geht festen Schrittes lächelnd weiter.
Ihr Busen wogt, doch sterbend röcheln
die Männer, sehn sie Gertis Lächeln.
O Gerti, geh geschwind nach Haus,
sonst machst du allen den Garaus!
Verderben bringt die Chiffonade,
wogt solch ein Busen ohne Gnade!

Und hoch

post Arno Erich C. aus C.-R. schallt in den Wald hinein

August 14th, 2007

Abgelegt unter: Muton — Frolln Schmoll @ 21:23

Definition des Mutons:

Nicht nur elektromagnetische Wellen, sondern auch Schallwellen treten als Quanten auf, sog. Phononen. Deren Energie berechnet sich zu:

3 h * ny
E = ———————
e h * ny/kT -1

So stehts im Physiklehrbuch von Bergmann-Schäfer, Band 1: Mechanik, Akustik und Wärmelehre. Aber der schwedische Physiker Dr. Gunnar-Olaf Lundquist an der Universität zu upps… Uppsala hat vor kurzem das symmetrische Pendant des Phonons entdeckt, das Muton. Mutonen sind Stille-Quanten, die zwischen je 2 Phononen erscheinen können, sie können aber auch als geballter Schauer ausbrechen, dann herrscht totale Stille (das Schweigen im Walde von Ganghofer).

Weil die Mutonen so still sind, waren sie auch sehr schwer zu entdecken. In die Energiegleichung des Phonons müssen noch imaginäre und komplexe Terme eingeführt werden, um die Muton-Energie zu erhalten; wahrscheinlich überall dort, wo sie am besten hinpassen. Dr. Lundquist wird bestimmt bald den Nobelpreis bekommen. Den wollen wir ihm von ganzem Herzen gönnen!

(Hmmm… So weit, so unverständlich…

Um die gesamte in Kristallschwingungen gespeicherte Energie zu berechnen, müssten wir allerdings erst über sämtliche Schwingungsfreiheitsgrade summieren. Wie jeder weiß, der schon mal seinem Physiklehrer das Nasenbein gebrochen hat (lieben Gruß an Herrn V., bei dieser Gelegenheit - Tut’s noch weh?) gehören zu jedem Wellenvektor drei Polarisationsfreiheitsgrade. Ne wahr?

Noch Fragen? Dann richten Sie die bitte an Herrn Arno Erich C. -
Danke! - Ihr Frolln Schmoll)

Und hoch

post Jens B. aus L. schlägt aus

August 13th, 2007

Abgelegt unter: Portepagen — Frolln Schmoll @ 09:57

Portepagen:

Heftiges Ausschlagen nimmergrüner Sommerflora nach erfolgreichem Abschuss des nicht erschienenen Winters. Im Übrigen von fachlich versierten Gartenbauern auch nur für diese empfohlen, da immergrüne Flora bei solchem Verhalten aus den Latschen zu kippen droht.

Zweitmeinung:

Ja, ernsthaft, nimmergrün und Abschuss und auch nicht erschienen. Und Latschen ja sowieso, siehe nur unter der entsprechenden Kiefer. Draußen im Wald, versteht sich (id est: locale - sub arborem). Sie sehen da keinen Zusammenhang zum gesuchten Wort? Pah, dann sehen Sie wohl den Wald vor lauter Bäumen nicht!? Außerdem paßt es zur Jahreszeit.

Und hoch

post Arno Erich C. aus C.-R. zählt Kamelchen

August 9th, 2007

Abgelegt unter: Hebdomadar — Frolln Schmoll @ 08:27

Hebdomadar von griechisch: hebdomos = der Siebente.
Meiner Ansicht nach ist das Hebdomadar das siebente Dromedar einer Karawane. Da Sieben eine heilige Zahl ist, trägt dieses Tier die besonders wertvollen Heiligtümer der Karawane auf seinem Buckel. Das erste Dromedar ist das Protomadar, das zweite das Deuteromadar, das dritte heißt Tritomadar, und so weiter, eben bis zum Hebdomadar. Es folgen: das Oktamadar, das Nonamadar, das Dekamadar…
Ist doch logisch, woll! Oder nicht?

Und hoch

post Verschmähtes von Kunstdirektor Wernère “Dewi” D. zur gepflogenen Beachtung

August 6th, 2007

Abgelegt unter: Tralje, Remisier, Lordose, Carnotzet — Frolln Schmoll @ 08:31

Et voilà:

Roger Carnotzet. Nachfahre in der 120. Generation des Galliers Carnotzeterix, der bei der Schlammschlacht bei Guingamp den Erzrivalen von Morlaix, Robert de Coreff, in die Schranken wies, obwohl die Erfindung der Eisenbahn noch in weiter Ferne schwob.

Carnotzet. Nach der Kopfbeseitigung des sechzehnten Ludwig begingen Frankreichs Royalisten im Untergrund den Carnotzet, den unbekanntesten Feiertag der grande Nation und nah an den Fakten eines noch unbekannteren Geburtstages.

Der Remisier. Zu Zeiten der französischen Revolution entstand der Beruf des Remisiers, des Jungen, der in der zweiten Reihe den Revolutionären und Scharfrichtern ihre Hieb-, Stich- und Schusswaffen schärfte, reinigte und lud. Sehr zum Missfallen der Adligen.

Der Remisier. Im Hotel zuständig für die grobe Restaurierung der Zimmer bei Gästewechsel. Ersetzen geklauter Handtücher, Auffüllen der Minibar, Abstauben der Bibel, Zurückspulen der Pornokassetten usw.

Die Tralje. Altes Berliner Leiden, französische Ausdrücke paatuh nicht lernen zu wollen. So machten sie aus le travail (Arbeit) Tralje. Der polnische Nachbar mag sich trosten: Polnisch könnense oooch nich. - Siehe auch: Songsussi, Schäselong und Trottwaa.

Lordose. Vorzugsweise in Großbritannien beheimatetes psychisches Phänomen, bei dem ganz normale Hartz-four-Empfänger in Vorstellungsgesprächen zu One-Euro-Jobs auf der Anrede Lord bestehen, hoffend auf bessere Einstellungschancen. Siehe auch: Verarmter Adel

Und hoch

post Jens B. heute mal in ungewohnter Kürze…

August 4th, 2007

Abgelegt unter: Muton — Frolln Schmoll @ 11:20

(… nachdem er seinen stinkenden Käse ja schon auf den Gelben Seiten abgeladen hat…)

MUTON

Verweis ins Nichts, Leer- oder Blindverweis, auch: schweigende Referenz blanken Unsinns; anzutreffen in Nachschlagewerken, im Internet und gelegentlich bei Grundstücken

Und hoch

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