rulururu

post Aus dem Archiv der Nicht- und Teilveröffentlichungen des Herrn Karl S.

April 22nd, 2007

Abgelegt unter: Paumespiel — Frolln Schmoll @ 16:32

Zwar ist das Gedicht erschienen, indes erschwert
die Unterlassungsverstümmelung der Definition
das Verständnis des pornösen Charakters des
Poems.

PAUMESPIEL

ägyptische Umschreibung des faire l’amour solitaire,
abgeleitet von der altägypt. einhalsigen Doppellaute
-> Pauma, die im höfischen Minnegesang des
9.-7. Jh. v. Chr. in den Nilauen Verwendung fand.

Paumespiel und roter Nil

Fern seh ich sie am blauen Nil
Schön von Weitem schreiten.
Ich spann der Paume Saiten,
Beginne mit dem Paumespiel,
Bevor sie naht, beizeiten.

O, Paume, klinge in ihr Ohr,
Ich schlage Deine Saiten.
Dein Klang soll sie geleiten.
Sie schreitet schöner denn zuvor.
Ich möchte mit ihr schreiten.

Ich schritt mit ihr am blauen Nil.
Schön sollt sie mich geleiten,
Sollt mit Gesang begleiten
Mein zärtlich leises Paumespiel.
Für alle, alle Zeiten.

Die Paume klingt - sie geht vorbei.
O Weh! Sie geht vorüber!
Mein Paumespiel klingt trüber,
Das Herz bricht jäh in mir entzwei,
Mein Leben ist hinüber.

Still hülle ich die Paume ein.
Wie ist denn das nur möglich,
Spiel ich hier doch täglich
Für sie, nur sie die Paume fein.
Mir wirds fast unerträglich.

Was hilft mir all mein Paumespiel,
Ihr Schoß bleibt mir verschlossen.
Mein Herzblut ist vergossen,
Färbt rot das Wasser hier im Nil,
Das blau ich so genossen.

Doch morgen steh ich wieder hier
Spiel herrlich auf der Paume.
Und stell mir vor im Traume
Sie wende huldvoll sich zu mir.
Und streichele die Paume …

Das Zweiteingesandt erschien in Gänze nicht,
obwohl ihm ein netter Link innewohnt.

PAUMESPIEL

finnischer Dauergesangswettbewerb mit Porreeschwenken; v. finn. Paumii, d.: Porreestange; wird in Südfinnland und Nordschweden zur Mittsommernacht von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang ausgetragen. Dabei wird eine Porreestange zu hypnotisch wirkendem Gesang bis zur vollständigen Auflösung herumgewirbelt.

Und hoch

post Halbes und Ganzes von Herrn Karl S.

April 15th, 2007

Abgelegt unter: Hebdomadar — Frolln Schmoll @ 11:22

HEBDOMADAR

halber Ritter der Artusrunde, wegen seiner extremen Erfolglosigkeit durchweg unerwähnt; Näheres ist den Nachrichten aus der Ritterschaft zu entnehmen:

Der halbe Ritter H.

So war das mit Hebdomadar:
Es saß die Tafelrunde
an Artus Hof, fraß boef tatar
so manche gute Stunde.
Der Becher ging die Runde,
der voll des süßen Weines war.

Das war nicht für Hebdomadar.
Er war nicht mit im Bunde.
Kein Schlückchen Wein, kein boef tatar,
er blieb im Hintergrunde,
ging Hungers vor die Hunde.
So war das mit Hebdomadar.

Er war ein halber Ritter nur,
fiel deshalb häufig um
aufgrund einbeiniger Statur.
Er lag dann stumm herum
im Refektorium
als tragisch traurige Figur.

Immer wenn Hebdomadar,
ganz ein halber Ritter,
glücklich hoch zu Pferde war
im schweren Schlachtgewitter
ward es meistens bitter
für unseren Hebdomadar.

So war das mit Hebdomadar,
wenn er beherzt zum Kampfe ritt:
Er trotzte der Gefahr
und ritt mit den Gefährten mit
bis wieder er vom Pferde glitt
weil er halb halt haltlos war.

Dabei war gar nicht einmal klar,
welche Hälfte fehlte:
Wars Hebdo- oder wars -madar?
Was ihn entsetzlich quälte,
woraufhin sich entseelte
ganz und gar Hebdomadar.

Es fehlte nun Hebdomadar
gänzlich der Ritterrunde.
Hier fraß mal wieder boef tatar
jeder im Artusbunde,
hört nicht die Trauerkunde:
So war das mit Hebdomadar.

Zweitmeinung:

HEBDOMADAR:

Tanz in Zeiten der Wiederverwertung.

Und hoch

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