rulururu

post Gesammelte Werke von Jens B. aus L. und so weiter

Mai 25th, 2007

Abgelegt unter: Katexochen, Babismus, Pön, Sparmannie — Frolln Schmoll @ 18:11

Sparmannie

Vorschlag:

(dengl.) umgangssprachlich für Geld auf der hohen Kante; in Fachkreisen auch als Spargeld bezeichnet; Mischwort aus dem deutschen Sparen und dem englischen Money; bei der Eindeutschung im Berliner Raum verfälscht und durch die Reform der Rechtschreibung an die heutigen Regeln angepaßt; im Übrigen nicht zu verwechseln mit dem Spährmannie (von engl. spare money - erübrigtes, überschüssiges Geld), welches nicht notwendigerweise gespart wird

Zweitmeinung:

Ist schon ziemlich daneben was ich da oben geschrieben habe. Aber mit Doppel-N ist es auch schwer zu erklären. Sonst wär es einfach die Liebe zum Sparen. Aber so. Ist es vielleicht doch die zum Herrn Sparman, der mir leider nicht näher bekannt ist?

————–

Katexochen

Vorschlag:

Wenn der geneigte Leser um den eigentlichen Sinn eines griechischen Wortes nicht weiß, sollte er vorzugsweise lautlos und ungesehen brilliante Ratgeber zu Rate ziehen. Die können ihm schon den Schlag der Bedeutung versetzen und werden ihm schlechthin nur eine nennen können:

Der Abgasbehandler ist einer der Zwillinge. [Anm. d. Verf.: Ochen (ugand.) verbreiteter Vorname “einer der Zwillinge”] im eigentlichen Sinn, schlechthin, vorzugsweise

Zweitmeinung:

Eigentlich sollte der Kleber aus dem Ofen, aber nach den Aussagen meines verehrten anonymen Besserwisserberaters soll es sich hierbei nicht um eine Verballhornung handeln.

————–

Babismus

Vorschlag:

Am Schkeuditzer Kreuz gab es wieder einmal nur eins: Asphalt. Je mehr er nach der Richtung suchte, desto weniger fand er sie. Und als er mit seinem neumodischen Kleinwagen mal wieder alle vier Himmelsrichtungen abgefahren hatte, gab er enttäuscht auf. Die Verwicklung bestehender Autobahnen des Bunds untereinander hatte ihm wieder einmal den Rest gegeben. Nun war sich unser meisterlicher Autofahrer Peter Steigeisen wieder einmal der Bedeutung des legendären, von seinem früheren Germanistikdozenten Prof. W. H. Spr. geprägten Begriffs des BAB-is-Muses bewußt.

Zweitmeinung:

Ich hör’s schon. In meinem Hinterkopf dröhnt das Donnern der Bratpfanne, mit der meine wunderbare Assistentin mir einprügeln will, was richtig ist. Aber oben steht doch schon etwas von Katholischen Franken. Also darf ich hier sicher nicht erwähnen, daß mit Babismus in der hessischen Mundart der Katholizismus des ausgehenden 17. Jahrhunderts bezeichnet wird, Gnädigste.

————

Schabotte

Vorschlag:

Umgangssprachliche Floskel für fehlgehende Arbeiten, entstanden aus einem panischen Aufschrei eines frommen süddeutschen Bergarbeiters als wieder einmal die Gesteinsbrocken neben die Schüttung fielen, kurz für “SCH…KLAMOTTE”

Zweitmeinung:

Keine. Nur Randbemerkungen: Die Schüttung war im Weg. Und ich bitte höflich um größeren Datenschutz. Auch wenn ich die “Zustimmung zur Veröffentlichung von Name, Wohnort und Beitrag erteil[e]” möge auf die Versendung meiner E-Mail-Adresse und auch derjenigen der anderen Patienten, ähem - Teilnehmer, verzichtet werden. Danke.

————-

Pön

Vorschlag:

Maßeinheit für die Starke des Sturms im Wasserglas; Gewöhnlich angegeben in Größen von 1 bis 10 nach dem Muster “Zahl/Zahl” (zum Beispiel 10/10, sprich Zehn Strich Zehn); Die erste Zahl benennt die Größe der Aufregung, die zweite die Nichtigkeit der Sache um die es geht. Uneinigkeit besteht meist über die Einordnung einer Aufregung als Sturm im Wasserglas und darüber, ob die Sache wirklich so nichtig ist. Pön im übrigen deshalb, weil niemand Petit Beaufort auszusprechen vermochte.

Zweitmeinung:

Weitere windige Angebote habe ich auch noch: Maßeinheit für die Stärke des Hauchs ausgelöst durch Zugluft in einem Gebäude, dessen Öffnungen sämtlich verschlossen sind. Sobald ein Fenster geöffnet wird, ist die Stärke des entstehenden Orkans wieder in Beaufort anzugeben. Oder war es doch das Blatt Kohlepapier zwischen den ersten beiden Seiten eines hand- oder maschinengeschriebenen Strafurteils bis in die achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts?

- mein Land: Umland
- mein Fluß: Tinte auf Papier, noch immer

—————–

So, das soll erstmal genügen…

Grüße

Jens B. aus L und so weiter

Und hoch

post Karl S. und seine Neigung zur Selbstverstümmelung

Februar 17th, 2007

Abgelegt unter: Pön — Frolln Schmoll @ 20:01

Damit hattsch nu auch nicht gerechnet, dass der Herr FacMan
nu gleich der Pöme zwier auf die Besserwisserseite nimmt.

Es hat mich aber meine Neigung zur Selbstverstümmelung
ein drittes PönPöm gar nicht erst einsenden lassen:


Pön zur Nacht

Gemach der Pönigin - fein.

Der Pön in das hinein.

Wie schön, Pön!
Tritt näher - du eher denn er.

Pön: Stöhn! Eher ehern.
Und pönisch scheu. Ihm treu.

Birgst so bänglich dein Pönem!
Mich nicht wöhnen, mein Pön?

Nicht wöhnen meine Pönigin.
Doch nur ein Pön …

Tausendpönchen, wöhn mich!
Pöfehl!

Pön wöhnt.

Pönigin: Pönlein, bleib mein.

Der Pönig herein …

* * *

Wenns Ihnen denn mundet, stellen Sie es gern
in den SchmollWinkel. Vielleicht auch meine PÖN-
Definition, um meinen Link zu den Saniärspezis
ein wenig zu motivieren …

(Aber gern doch! Hier ist sie:)

pon.jpg

PÖN
Pön, der; -s, -e [sanitärgew.]; hinterer Zweithebel an der Einhebelmischbatterie für Handwaschtische. Durch Drücken auf den P. kann man den Waschbeckenstöpsel fernbedient öffnen, aber i.d.R. nur unzureichend schließen, sodass dies durchweg im direkten Extremitätenkontakt - Daumen, Ellenbogen, Knie o. Ä. - geschehen muss; geradezu widerlich.

Ceterum Censeo:

Für das Sanitärgewerbe gibt es ein Fachforum. Hier findet sich ein Thema, das zumindest einen Teil der inoffiziellen Berufsbezeichnung Gas - Wasser - Sch… relativ genau trifft. Auch Lürik flackert auf. Dieser Thread passt ganz wunderbar zur Einleitung der letzten Kurzweil-Gewinnerseite, in der Babette S. aus Hamburg Sinn und Unsinn ihres FrollnSchmollwinkels beschreibt. Der Geist weht, woher er will…

pon-1.jpg

Und hoch

ruldrurd
Powered by WordPress
Entries (RSS) and Comments (RSS)