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post Michael G. aus Charlottenburg im vormittäglichem Sonnenschein fühlt dem TeVau auf den Zahn

April 12th, 2008

Abgelegt unter: Molalität — Frolln Schmoll @ 09:59

Vorschlag:

MOLALITÄT: von lat. “mollis = weich” abgeleitete Bezeichnung für”durch äußere Einflüsse erworbene oder zumindest verstärkte Hirnerweichung” (ugs. “Balla-Balla-Syndrom”).
Viel genannte Risikofaktoren wie der gewohnheitsmäßige Konsum von 13:00 Uhr-Talkshows und/oder das Verrichten stumpfsinniger, eintöniger Arbeiten sind wissenschaftlich nicht unumstritten, da zwar eine statistisch hochsignifikante Korrelation belegt ist, Kritiker der herrschenden Lehrmeinung aber die Ursache-Wirkung-Beziehung nicht nur in Frage stellen, sondern teilweise umkehren wollen. Der These “Britt macht blöde” setzen diese ein “Nur Bekloppte gucken Britt” entgegen. Zur Zeit läuft eine großangelegte Feldstudie bei Schnürsenkeleinfädlerinnen in Schuhfabriken zur Klärung der Frage “Tötet diese Arbeit den Geist oder macht ihr diesen Scheißjob bloß, weil ihr so doof seid, dass ihr nix Besseres kriegen konntet?”

Zweitmeinung:

MOLALITÄT: in der Musik: ursprünglich auf Kirchentonarten angewendet ist die Molalität ein Maß für die Nähe zum dunkel-melancholischen Moll-Empfinden, so, wie auch andrerseits mit Durezza der Grad an klarem, hartem Dur-Gefühl benannt wird. Da in der Musik aber wie im wirklichen Leben ein ständiger Wechsel zwischen himmelhochjaulend und zu Tode verliebt nicht nur häufig, sondern sogar für die Seelenhygiene notwendig ist, entstehen die anrührendsten Klänge aus jenem Wechselbad der Gefühle, aus dem Spannungsbogen der (Ton-) Geschlechter, einmal mit stärkerer Durezza, dann wieder mit höherer Molalität.

MOLALITÄT: aus der Sozio-Ökonomie “Mühlendichte” (von lat. mola: Mühlstein), Anzahl der Mühlen je 10.000 Einwohner, Maß für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region. Wird in letzter Zeit verstärkt bei Computer- und Konsolenspielen Typ “Siedler” verwendet (dort auch allgemein nach Errichtung von technisch/industriell geprägten Wirtschaftsunternehmungen wie Schmieden, Erzbergwerken, Werften, Webereien, Spinnereien, Glashütten, Brauereien usw.).

MOLALITÄT: von “Molar” =Backenzahn, gibt Auskunft, ob die Weisheitszähne vorhanden (”Voll-Molalität”), angelegt, aber noch nicht durchgebrochen (”Prä-Molalität”) oder überhaupt nicht vorhanden sind (”defizitäre Molalität”). Dass es MOLALität und nicht MOLARität heißt, geht auf ein Wortspiel des Claudius Livius Dentista (ca. 100 - 150 n. Ch.) zurück, der die Backenzähne “molae” als “molestae” (”die Lästigen”) bezeichnete.

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