rulururu

post Michael G. macht sich ein Bild von Frolln Schmoll

April 4th, 2008

Abgelegt unter: Mofette — Frolln Schmoll @ 19:04

MOFETTE: (mundartl. Form, südd., schweiz. …) bezeichnet eine Frau, deren natürliches Fahrgestell infolge Bewegungsmangels durch übermäßigen Gebrauch eines Mofas verbreitert und tiefergelegt ist.

(Herr G., haben Sie sich das in etwa so vorgestellt?)

Die Mofette darf nicht mit der Zweiradnutzerin ohne Hilfsmotor verwechselt werden, die Mofitte heißt, bei sprunghaft-launischem Verhalten aber auch als Bizycke (sprich: “Beizicke”) bezeichnet wird, und hat nichts mit der Mufette zu tun (vom Szene-Slang-Ausdruck “Mufti” für “Mann arabischer Herkunft” abgeleitete Bezeichnung für einen sich tuntig gerierenden schwulen Araber).
Das männliche Pendant, meist auf einem Moped (sprich “Móppet”) anzutreffen (häufige Treffen zum gegenseitigen “Karre beglotzen” sind auch als “Moppet-Show” bekannt), wird als “Moppel” bezeichnet.

Zweitmeinung:
Opernsopranistinnen beeindruckten früher in der Regel durch einen gewaltigen (Resonanz-) Körper. Nachdem in den 60-er Jahren die Italo-Amerikanerin Anna Moffo durch Verbindung von Sex-Appeal und Sangeskunst neue Maßstäbe gesetzt hatte, versuchten viele junges Sängerinnen, ihr nachzueifern, und wurden von Presseorganen teilweise etwas vorschnell als “Die neue Moffo” gelobt.
Dies veranlasste den gefürchteten Kritiker Pier-Luigi Pennadura in Anspielung auf die Bezeichnung “Soubrette” zu der spöttischen Bemerkung: “Eine Moffo will sie sein? Es reicht noch nicht einmal zu einer Mofette!” Dieses Bonmot machte in den Feuilletons die Runde und “Mofette” wurde schnell zum Synonym für eine Sängerin, deren Kunst nicht mit ihrem Körper konkurrieren kann.
Als endlich wieder eine Künstlerin Augenweide und Ohrenschmaus auf höchstem Niveau verbinden konnte, waren Jahre ins Land gegangen… und so war es dann keine “Moffo die Zweite”, sondern “Netrebko die Erste”. Daher ist die Bezeichnung “Mofette” obsolet geworden, heute wird mäßig begabten Sopranissen höchstens attestiert, sie würden NIEtrebko.-

Und hoch

post Arno Erich C. ist im Auftrag des Herrn unterwegs

Februar 29th, 2008

Abgelegt unter: Mofette — Frolln Schmoll @ 21:01

MOFETTE:

Steilvorlage, mittels deren ein Spieler beim Bekloppten-Halma das Schachmatt mit einem präzise auf den ersten Satzball eingelochten Elfmeter direkt zum Royal Flash verwandelt.

Zweitmeinung:

Im Gegensatz zur Lafette, einem Fahrgestell für Kanonen, also Kriegswerkzeuge, ist die Mofette ein Fahrgestell für Friedenswerkzeuge, nämlich amerikanische Atomraketen. Wenn der Präsident der USA selbige abfeuert, erhofft er damit den Weltfrieden zu erreichen: den absoluten, endgültigen Frieden, weil es danach auf der ganzen Welt niemanden mehr geben wird, gegen den er noch einen Krieg vom Zaun zetteln bzw. (ver)brechen könnte.

Drittmeinung:

Werkzeug zum Losschrauben festsitzender Muffen an Mofas, Mopeds, Motorrädern, Motorrollern und Treckern.

Und hoch

post Dem Lürikmeister seine vollfetten Grausamkeiten

Februar 29th, 2008

Abgelegt unter: Mofette — Frolln Schmoll @ 20:57

Vorschlag:

deprimierende Sprachfigur, gebildet unter Anwendung des Hamburgischen Genitivs in seinen grausamsten Ausprägungen, z. B. die Pyramiden von Gysi (Hamb. Gen. I) bzw. Gysi seine Pyramiden (Hamb. Gen. II)

Zweitmeinung:

(Ich weiß, war schon auf den Gelben Seiten. Aber wenn ich doch so derbe krass fett bereimt werde, und es morgen eh in der gazette steht…)

Mofette vollfett

Des Dichters Frau ist eine nette
kugelrundliche Soubrette.
Am liebsten isst sie die Mofette
Mit Sahne aus vollfettem Fette.

Warnend warnt das FrollnBabette:
Es seien doch vollfette Fette
Gemein gefährlich für ne nette
Frisch-fromm-fröhliche Soubrette.

Doch es hört nicht jene nette
Soubrette auf das FrollnBabette.
Darob platzt sie aus dem Korsette.
Morgen stehts in der Gazette.

Vorschlag:

misslungenes Perpetuum Mobile, das zum tödlichen Ärger ihres Erfinders James Mofett jr.(1637-1674) weithin als Perpetuum Stabile verhöhnt wurde; später Gattungsbegriff für unbrauchbare Technik aller Art sowie sonstigen Mumpitz und Dummpitz

Zweitmeinung:

Ohne.

Vorschlag:

mofffotto.jpg

Edelpatisserie des Hauses Zhanna aus St. Petersburg; urspr. Trofimoffette, benannt nach der ersten Auftragsarbeit Zhannas zum 50. Geburtstag des russ. Spirituosenimporteurs Trofimoff, ist “Mofette” heute der Gattungsbegriff für diese feine Spezialität in ganz Osteuropa.

Zweitmeinung:

Vorauszweitbemerkt:

Voll tiefer Bewunderung blicke ich auf die erotische Ungereimtheit des meiner- und allseits mehrfach hoch geschätzten Ludwig M. aus Gladbach in der vorangegangenen Lieferung.

Vorzweitbemerkt wird der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass das Auswertungskommitee dem vermehrten Aufkommen der motorisierten und unmotorisierten Bycycletten, Velocipeds und sonstigen Drahteseleien unbeschadet ausweichen konnte. Die Hoffnung indes mündet in die hauptzweitbemerkten Reime:

Nicht!

Sich vor Bicycletten
Zu retten
Ist nicht leicht.
Indes erscheinen
Bicycletten
Beim Definieren von
Mofetten
Ziemlich seicht.
Drum definiert nie
Die Mofette
Als andre Form
Der Bicyclette.

Und hoch

post Jens B. tritt in Auktion und fällt mit der Tür ins Haus

Februar 29th, 2008

Abgelegt unter: Mofette — Frolln Schmoll @ 20:36

Vorschlag:

die ~ (von span. “Oferta me!”, später “m’oferta”) - Aufruf zum Angebot durch den Auktionator in spanisch stämmigen Auktionshäusern; vor der ~ abgegebene Angebote sind unwirksam und führen allenfalls zu überhöhten Preisen; nach althergebrachten Regeln muss das (nächste) Gebot innerhalb von 30 Steinschlägen (etwa 30 Sek.) nach der ~ abgegeben werden; die ~ wird in der Regel 10 Steinschläge nach dem letzten Angebot wiederholt; ergab zunächst Probleme bei der Anwendung von § 156 BGB, da in solchen Auktionen der Vertrag mit dem 30. Steinschlag zustande kommen sollte, nicht erst mit der abschließenden NOFETTE (von n’oferta, entspricht dem Zuschlag)

Zweitmeinung:

Soviel aus dem Wirtschafts- und Rechtsleben. Zwotens dagegen:

Jüngst in Leipzig war’s: Öffne mir die Türe, zeige mir Deine Wohnung und vor allem Deinen Mietvertrag, auf dass Deine Stadt die Miete spiegele. Bei manchen Zwischensehern (hier so, andernorts auch Befragende genannt): “M’ ofette!” - “Wie bitte?” - “Mach uff!” - “Klar.”

Drittens:

Espana, Barcelona, Llobregat

Dann hatte er sich in Erwartung einer Veröffentlichung auf diesen schönen Seiten seine Nächstmeinung noch mal zuschicken lassen. Leider vergebens: Sie ward schon auf Schwarz/Gelb gedruckt. Es reichte nur noch für dies:

Zweitmeinung:

Noch eine?

Auf besonderen Wunsch des Herrn B. hiermit ausdrücklich als Teil der Krrspndnz mit dem FacMan gekennzeichnet.
Damit das auch ja niemand für einen Beitrag hält:

P.S.: Brchn s d Vkl?

wz?

nd hch

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