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post Der Herr Kunstdirektor zum Thema: Kunstdirektor und SchmollsWinkel-Jubiläum

Januar 10th, 2009

Abgelegt unter: Chiffonade (2007) — Frolln Schmoll @ 23:28

Chiffonade ist die Beziehung zweier Begriffe, die ohne einander keine wirkliche Daseinsberechtigung haben. Beispiele: Esel und Eis, Müller und Wandern, Brot und Lied, Kaktus und Balkon, Knopf und 13, Weib und Peitsche, Eintracht und Trier.

Und hoch

post Arno Erich C. meuchelt weiter…

August 18th, 2007

Abgelegt unter: Chiffonade (2007) — Frolln Schmoll @ 13:10

Der Begriff “Chiffonade” erfuhr einen erneuten Bedeutungswandel, als totalitäre Regierungen mit durchsichtigen Fummeln Abusus zu Zwecken besonders gemeiner Foltermethoden zu treiben begannen. Davon kündet das folgende Poem.

Chiffonade II

“Jack, dein Verbrechen wiegt zu schwer,
marsch, ab zum CIA-Verhör!
Dir blüht die Chiffonade!”
Der Häftling wimmert: “Gnade!”
Tief im Bunker grau und scheußlich
dräut sein Schicksal unabweislich.
Doch an dem Tisch hier, schau, schau, schau,
nimmt Platz jetzt eine schöne Frau!
Sie trägt ein Top aus Seide zart,
der Häftling staunend auf sie starrt.
Ein Tüchlein nur, durch- völlig sichtig,
der Häftling denkt: “Ich seh nicht richtig!”
“Ich werd’ dir sagen, was du bist:
ein ganz verstockter Terrorist!
Ein Terrorist bist du, gesteh!!”
Jack stammelt nur verzweifelt: “Nee!”
“Du hast ein Feuilleton geschrieben,
das unsre Obren gar nicht lieben!
Du nennst die Politik von Bush
ein Machwerk, ganz und gar aus Pfusch!”
Das Seidentuch reißt sie vom Leib,
steht jetzt fast nackt vor ihm, das Weib.
Dicht vor ihm wippt ihr blanker Busen,
doch ganz bestimmt wohl nicht zum Schmusen.
Sie schlingt das Tuch ihm ums Genick,
“Gesteh, sonst wird’s dein Galgenstrick!
Wideruf dein Feuilleton,
sonst bringt Tod dir mein Chiffon!”
“Kritisch über Bush zu schreiben,
sollte Menschenrecht doch bleiben!”
“Kritisch schreiben, kritisch sprechen,
das ist Hochverrats-Verbrechen!”
Sie zieht das Tuch ein wenig fester:
“Jetzt widerrufe dein Geläster!”
Der Schweiß rinnt ihm bis zu den Knöcheln,
doch “Nein!” stöhnt er mit letztem Röcheln.
Endgültig zu zieht sie den Knoten,
befördernd Jack ins Reich der Toten.
Vom Schemel stürzt er, holterpolter:
In Georgies Staat regiert die Folter!

von Lürik-Enthusiast Arno Erich C.

Und hoch

post Blender Jens B. und seine Vorahnung

August 18th, 2007

Abgelegt unter: Chiffonade (2007) — Frolln Schmoll @ 11:33

(Bereits am Freitag, 17.8. um 17:28 Uhr eingegangen…)

Sehr geehrt’s Frolln,

angesichts der bevorstehenden Veröffenstümmelung übersende ich anbei schon
einmal meine sämtlichen Einsendungen in chronologischer Folge zur freien
Verfügung und allfälligen Verunstümmelung.

Herzlichst

B.

————

Vorschlag:

Jubel-äh-um oder was? Jaja, ich seh schon. Erstmal herzlichen Glückwunsch meine Damen und Herren zur wievielten Ausgabe auch immer und zum zehnjährigen Bestehen. Meine Jubiläumschiffonade werde ich mir erst einmal noch wohlbedacht ausden(Fingern-saug/)ken müssen. Bis dahin beste Grüße.

————

Vorschlag:

Blendschleier

1. hist.: vorzeitliches Abwehrmittel gegen Angreifer aller Art; ursprünglich ein Tuch, dem Feinde von Brücken, Mauern, vom Pferde oder sonstwie ins Gesicht geworfen; später ein mittels Spiegeln unglaublichen Ausmaßes dem Feind in die Augen geworfener Lichtbogen;

2. umg.: lästiger Eindruck einer blendenden Lichtquelle, der nach einem Blick in eine sehr starke ebensolche bleibt;

3. med.: Wahnvorstellungen ungeheurer Erleuchtung, welche zur Blendung nicht nur der eigenen Wahrnehmung führen

4. derog.: sein kleines Licht in die Sonne halten, um zu blenden

Zweitmeinung:

Meine Herren, die Westkekse esse ich doch selbst! Mal im Ernst, mir schmecken die Knusperflocken.

Irgendetwas wollte ich hier noch hinschreiben. Aber was? Ich habe es vergessen. Wie den genialen Einfall, den ich heute Morgen als Erklärung hatte. Pech gehabt. Wieder ein Gewinn flöten gegangen. Geht ja sicher noch ein paar Jahre die Sendung…

Mittelalterliches Mahnlied zur Chiffonade:

(ca. 1347, aus dem Okzitanischen)

“Wagt Ihr einmal die Chiffonade
seid gefaßt auf’s bittre Ende.
Halt’ Euer Lichtlein kerzengrade,
daß es Euren Feind auch blende.
Denn wenn’s dieses mal nicht tut,
geht es Euch bald gar nicht gut.
Haus und Hof sind dann verloren,
ganz zu schweigen von den Ohren.
Blendet sicher, blendet gut,
nehmt im Notfall rote Glut.
Wenn der Feind dann vor Euch steht,
um Euch ehrlos zu erdolchen.
Denn wenn Ihr ihn geblendet seht,
könnt Ihr ihn selber meucheln!”

In diesem Sinne: Blende gut, alles gut!
(Die Kalauerkasse habe ich ja schon befüllt…)

————

Vorschlag:

Frühe Form von Verblendtechniken in der Zahnmedizin. Der eingesetzte Stoff zerfiel meist schon beim ersten Kauen. Siehe auch -> Kaschade, -> Couvarde und ->Farschade (von arab. Farsch فَرْش)

Zweitmeinung:

Sächsischer Versuch, menschliche Absonderungen mit einem Wort aus einer Fremdsprache zu bezeichnen. Très chiqué(!)!

Und hoch

post Döschenöffner Arno Eric C. reimt spritzfrei

August 18th, 2007

Abgelegt unter: Chiffonade (2007) — Frolln Schmoll @ 11:22

Chiffonade-Definition

Restaurantkaffesahneportionierungsdöschenspritzfreiöffnungsgerät, DeLuxe-Ausführung in Edelstahl, gebürstet. Und so funktioniert’s: Arbeitsschlitten durch Tastendruck entriegeln und herausziehen, Sahnedöschen in Aufnahmeöfnung des Schlittens einsetzen, Schlitten bis zum Anschlag in das Gerät einschieben, Öffnungshebel in Arbeitsposition umlegen, bis Dornspitze hörbar einrastet, Hebel in Ruheposition zurückbewegen, dann den Schlitten entriegeln und mit dem geöffneten Restaurantkaffesahneportionierungsdöschen herausziehen, das Döschen entnehmen, Sahne in Kaffee gießen, umrühren fertig! Und alles ohne die für ihre Tücke bekannten Sahnespritzer! Sichern Sie sich frühzeitig Ihre Chiffonade aus der Designerserie, jedes Exemplar handsigniert, zum Einführungspreis von nur EUR 49,95! Späterer Ladenpreis: EUR 79,95.

Zweitmeinung:

Modenschau, bei der die Models in durchsichtigen Blusen oder Tops über den Laufsteg tänzeln, später auch verallgemeinernd üblich geworden für die dort vorgeführten durchsichtigen Textilien.

Chiffonade I

Die Gerti aus Oer-Erkenschwick
ist bildschön, aber ziemlich dick,
doch trägt sie auf der Promenade
nur Minirock und Chiffonade.
Die Männerwelt ist hoch ergötzt,
wie Gerti sich in Szene setzt:
Sie verzichtet auf das Mieder,
drum wogt alles auf und nieder.
Tolle Beine hat die Kleine,
stramme Waden wie sonst Keine.
Und den Opa wie den Enkel
freuen ihre drallen Schenkel.
Ein Laster aus der Kurve kippt,
weil Gertis Busen heftig wippt.
Der Fahrer schreit in höchster Not,
ein Herzschlag bringt ihm raschen Tod.
Die Gerti merkt es nicht, und heiter
geht sie beschwingten Schrittes weiter.
Die Männer kriegen rote Köpfe,
schon fliegen knallend Hosenknöpfe.
Als Reißverschlüsse berstend fetzen,
packt alle ringsum das Entsetzen.
Es reißen Wunden furchtbar viele
Myriaden kleiner Projektile.
Und Gerti, unbeirrbar heiter,
geht festen Schrittes lächelnd weiter.
Ihr Busen wogt, doch sterbend röcheln
die Männer, sehn sie Gertis Lächeln.
O Gerti, geh geschwind nach Haus,
sonst machst du allen den Garaus!
Verderben bringt die Chiffonade,
wogt solch ein Busen ohne Gnade!

Und hoch

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