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post Ulrike S. und der Kontrabausch

April 14th, 2015

Abgelegt unter: Tschausch — Frolln Schmoll @ 18:47

Vorab: ein Tusch auf die Wiener Tschuschenkapelle!

Tschao-sh war ein weiser Chinese. Oft saß er auf dem Marktplatz von Shao-Tsch und bemerkte, dass der Tausch von Waren die Menschen genau so glücklich macht wie der Handel mit Geld. Seine Gedanken notierte er auf eine Rolle Papier. Eines Tages kam ein Fremder, der sagte zu ihm: Ich tausche mit dir, dein Manuskript gegen einen Sack voller Reis, der niemals umfällt! Tschao-sh willigte ein. Aus dem Reis brannte er sich Schnaps, der schmeckte köstlich. Doch es kam der Tag, wo der Sack leer wurde. Das Manuskript hatte der Fremde inzwischen unter seinem eigenen Namen veröffentlicht und damit viel Geld verdient. Da sagte Tschao-sh, der Weise: Jetzt muss ich noch einmal gründlich darüber nachdenken!

2. Tschauschen ist ein altes Ritual im Rahmen der Brautschau. Wenn der Tschausch sich seine Braut geschaut hat, versammeln sich die Familienangehörigen beider Seiten unter großem Getöse und frohlocken: Ei, der Tschausch! Anschließend werden noch die neuesten Klatschgeschichten ausgetauscht, bis an die Schmerzgrenze.

Und hoch

post Arno Erich C. findet Mischen impossible

März 30th, 2015

Abgelegt unter: Tschausch — Frolln Schmoll @ 18:39

Erstmeinung: Österr.: Gemütlicher Plausch unter gut befreundeten Nachbarn, der unter Einwirkung etlicher Achterl des Heurigen, unterstützt durch ein hinreichendes Quantum Zwetschgengeist, eine kleine Weiche zum Umschnappen bringt, wonach sich zu vorgerückter Stunde allmählich ein Gattinnentausch anbahnt.
Der erste in der Öffentlichkeit bekanntgewordene Fall ging von dem eigentlich hoch ehrbaren Ehepaar Tschausch aus, worauf sich die Bezeichnung Tschausch für derlei Angelegenheiten umgangssprachlich einbürgerte. Das war sozusagen der Ur-Tschausch.

In Österreich war der Herr Tschausch
erpicht auf der Gattinnen Tausch.
Drauf sagte sein Nachbar:
»Der Tausch ist wohl machbar!«
Frau Tschausch gab ihm hin sich im Rausch.

In Amerika könnte so etwas wohl »Applesmith« heißen in Anlehnung an John Updikes Roman »Couples«, in dem die Ehepaare Appleby und Smith ähnlichen Spielchen exzessiv huldigen.
Zweitmeinung: Synonym für Mischmasch jeder Art, insbesondere für Marmeladenmischungen aus vier oder noch mehr Fruchtsorten. Die Vielfalt ist dem Geschmack abträglich, da der Charakter der einzelnen Früchte im Mischmasch untergeht.
Drittmeinung: Demagogische Phrasen, deren volltönender Klang nur sehr mangelhaft den äußerst dürftigen gedanklichen Inhalt verbergen kann. Zum Beispiel wurde der demagogische Redestil des Josef Goebbels im Krieg parodiert: »Wir werden dem deutschen Soldaten nicht ein, nicht zwei, nicht drei, nein, wir werden dem deutschen Soldaten VIERFRUCHTMARMELADE an die Front schicken!«

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post Der Herr Lürikmeister greift zur Buddel

März 30th, 2015

Abgelegt unter: Tschausch — Frolln Schmoll @ 18:37

TSCHAUSCH

Erfolgreiche Geschäfte im schwäb. Landhandel; sog. Tschauschgeschäfte rufen regelmäßig Kommentare hervor wie: »Ja do tschausch (schwäb. für »schaust du«)!«

Heutige Kalenderblattweisheit:

O komm, herzallerliebster Tschouch,
Versündige mich auf deiner Couch.
So war und ist es bei uns Brauchitsch.
Und bei dem kranken Nachbarn auchitsch.

Genau wie das Ostereiern, heute mit dem guten alten Bauhaus.

Manche begehen den Ostermorgen überraschend anders.

Zwausch:

IV. Scheitern in vitro

So stimmten wir an mit fast dreizehn Mann
Auf Klabautermanns modriger Kiste:
“Unser herrliches Buddelschiff lief auf ein Riff,
Was sehr selten geschieht bei nem Buddelschiff.
Wen man nach diesem Manöver vermisste,
War unser Kombüsenmatrose Jan.

Der ging overboards und stürzte wie nix,
Was uns andere ziemlich erschreckte.
Er fiel jankopfüber vom Buddelschiff
Und klammerte sich an das Buddelriff,
Bis ein Buddelhai jäh ihn entdeckte.
Der fraß unsern Jan unverfroren und fix.

Denn nur meist ist so ein Buddelriff
Ganz haifrei mit Nichten und Neffen.
Das lernte uns Sailors nun Folgendes:
Selbst ein Buddelschiff bereitet viel Stress,
Weshalb wir uns drauf nicht mehr treffen.”
So klang unser Lied von dem Buddelschiff.

Züklus: Schöne Lieder von der Küste

Aus dem ewig weisen Poesiealbum:

Bad Bankfurt in Zeiten von Blockupy: »Dividende et impera.«

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post Der Herr Oberkapellmeister Michael G. geht auf Tuschfühlung

März 30th, 2015

Abgelegt unter: Tschausch — Frolln Schmoll @ 18:28

TSCHA-USCH
Aus der Mode gekommener Beruf: Als sich mit dem Aufkommen der ersten E-Loks die Züge lautlos in Bewegung setzten, musste auf den Bahnhöfen ein stimmgewaltiger Mitarbeiter das Publikum warnen, indem er das Geräusch einer anfahrenden Dampflok imitierte (”TSCHA USCH! Usch! usch! TSCHA! USCH! Usch! usch!”). Im Zeitalter der Elektromibilität kommen bei E-Autos die Motorgeräusche aus dem Lautsprecher, um unachtsame Fussgänger zu erschrecken. Man sieht einmal mehr: Die Technik ist neu, aber die Probleme sind die alten.


TSCHA-USCH!

Neologismus der Deutschen Gebärdensprache für den auf Karnevalsveranstaltungen regelmäßig ausgeführten Tusch der Kapelle, der kalauernde Pointen der/des Vortragenden unterstreicht. Ausführung: winkle den rechten Arm im Ellenbogen ca. 60° an und führe die gestreckte Hand schräg diagonal nach oben zum Kopf, so dass die daumenseitige Handkante kurz die linke Stirnseite berührt, Arm wieder nach unten schwenken (ca. Bauchhöhe). Sofort noch zweimal wiederholen!

Gebärdensprache ist ja im Moment sowieso in aller Munde…
wagt das Frolln zu kalauern

TSCHAUSCH
“Wer Lust hat zum Tauschen, hat Lust zum Betrügen!”, hieß es früher. Wer einen Tausch im Nachhinein bereute, aber das verpönte “Sch…”-Wort meiden wollte, sprach von einem “SCH-TAUSCH” - oder “TSCHAUSCH”!

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