rulururu

post Der Herr Lürikmeister und sein Holmenkoller

April 9th, 2013

Abgelegt unter: Merozele — Frolln Schmoll @ 18:07

»Hals- und Bein, oh Ihr Zeloten!« zuruft der Herr FacMan leicht unvollständig.
Was könnte fehlen? -krause? -well? -band? -kleid?

Die auf der zweiten Silbe zu betonende Tochter des Milchlieferanten > Tevje Müller, der als Darsteller des > Shmuel Rodensky im Operettenhaus des litauischen -> Anatevka zu gewisser Berühmtheit gekommen war, auch »das arme M.« genannt nach ihrer Geburtsstadt, dem palestinensischen Meroz, das von Gott ziemlich verflucht war, trat in Anatevka nicht auf.

Heutige Kalenderblattweisheit

Merozele, Merozele,
Herzallerliebstes Schnozele,
Auch wenn ich manchmal mozele,
Bleibst du doch mein Merozele.


Merozwotle:

II. Merozele und Holmenkollen

Zyklus: Wie Trolle auf den Kollen tollen

Wir porten, was die Pagen tragen.
Wir wollen uns da nicht beklagen,
Mit Portwein füllen Kopf und Magen
Und sagen uns die alten Sagen,
Und wollen auch mal neue wagen.

Merozele! Auch Widdernierchen!
Lasst Hörner laut und weit erschallen!
Jedes Nierchen ein Plaisierchen:
Das soll den Frollen wohl gefallen.

Wir lauschen so den Fabliaus,
Begeben uns auf die Plateaus
Der Frollen zwischen den Plumeaus
Und mopsen froh in Paletots
Auf unterschiedlichsten Niveaus.

Entfaltet frisch die Fazenetchen
Die kosig zwischen Brüstgen stecken.
Tragt fein die Frollen in die Bettchen!
Dort gibt es Schönes zu entdecken.

Wir wollen, was wir wollen sollen:
Wir wollen auf den Holmen kollen.
Dort wolln wir wie mit Trollen tollen.
Da sollen keine Frollen schmollen,
was sie ansonsten wollen wollen.

Bringt Kaffee, Snaps und süße Kuchen!
Spielt fein das feinste Grammophon!
Lasst uns das schönste Spiel versuchen
(manchwelche kennen es auch schon).

Aus dem ewig weisen Poesiealbum

Ein Schwabe macht noch keinen Sommer.

Und hoch

post Ulrike S. wundert sich über nichts mehr

April 1st, 2013

Abgelegt unter: Merozele — Frolln Schmoll @ 19:37

…die Vorarlberger sagen dazu auch Fazoletti. Der Rest der Welt nennt es Taschentuch. Oder ist es nicht doch ein Altgermanischer Plural? Womit zweifelsfrei belegt wäre, dass die Merowinger in der Vielzahl waren.

Hier aber der Vorschlag:
Über die Sporen des Mero-Pilzes wurde schon vieles geschrieben und spekuliert: woher sie kommen, wohin sie sich abends zurückziehen und was sie tagsüber so treiben. Fest steht nur: wo sich Merozele einmal ausbreitet, herrscht permanente Unordnung.


Zweitmeinung:

Der wunderbare Wahrheitsbeweis: manch ein Mirakel ruft Stirnrunzeln hervor. Aber wenn es merozelen, dann muss es wohl so gewesen sein.

Zuletzt noch ein Beitrag aus der beliebten Serie: wir zele der mero Schilder aus Schilda. Es handelt sich um die - offenbar in Privatinitiative montierte - Zusatztafel zu einem Hausnummernschild, und der unbekannte Stifter derselben hat nicht die Mühe gescheut, sie in angemessener Höhe auf der Hauswand anzubringen, Chapeau.

merozele.jpg

merozele2.JPG

Und hoch

post Arno Erich C. lässt den Mund recht voll nehmen

April 1st, 2013

Abgelegt unter: Merozele — Frolln Schmoll @ 19:34

MEROZELE: Ist das vielleicht die Schwägerin von Ingeborg Zedrele aus der Besserwissernovela??
Aber nur vielleicht! Doch ich habe noch zutreffendere Deutungen anzubieten:

Erstmeinung: Offizieller Titel der amtlich bestallten Speisen-Vorkosterin am königlichen Hof der Merowinger. Die Stelle war bei den jungen Mädchen im ganzen Reich sehr begehrt, weil sie hoch bezahlt wurde.
Die gute Bezahlung war jedoch mit unkalkulierbaren Risiken verknüpft: Wenn eine Speise für den merowingischen Herrscher vergiftet war, rückte rasch eine neue Bewerberin auf die nun vakant gewordene Stelle nach.
Die Ursache der häufigen Vakanz unterlag zwar strenger königlicher Geheimhaltung, sickerte jedoch bald durch, was die Bewerberinnen nicht davon abhielt, weiter Schlange zu stehen. Es war sicher auch der Kitzel des Vabanque-Spiels und die Aussicht auf einen schnellen Dukaten, der die Mädchen reizte.
Als die Karolinger das Reich übernahmen, wurde das Amt in KAROZELE umbenannt. Das Berufsrisiko blieb bestehen.

Zweitmeinung: Vatikanische Spezialchemikalie, die nach erfolgreicher Papstwahl über die Stimmzettel gesprüht wird, damit sie bei der Verbrennung weißen Rauch ergeben.
Die Chemikalie für den schwarzen Rauch heißt TEROZELE. Laut Geheim-Informationen über VATILEAKS enthält sie bituminöse Bestandteile, die beim Verbrennen Ruß erzeugen.

Und hoch

post Mihkel Älyvälkky aus Lota-Loss umgeht die 5%-Hürde

April 1st, 2013

Abgelegt unter: Merozele — Frolln Schmoll @ 19:32

MEROZELE
mittelhochdeutsch pej. “opportunistischer Haufen”
Im 4./5. Jahrhundert war das Motto der (räuberischen!) Salfranken “nehm dir wech!”, und ein König, der sich durch besondere Gier (”nehm dir mehr wech!”) hervortat, wurde folgerichtig “Merowech” genannt. Nach seinem Tod spaltete sich der Stamm unter seinen rivalisierenden Söhnen in mehrere Flügel (”Merowings”), die wegen ständig wechselnder Koalitionen bzw. Fehden von Außenstehenden bald nicht mehr auseinander zu halten waren und daher pauschal “Merowinger” genannt wurden. Als Gruppe bildeten sie einen bedeutenden Machtfaktor von verständlicher Anziehungskraft (wer will schon dauerhaft auf Seiten der Verlierer stehen?), so dass bald verstärkt Grüppchen, Banden, ganze Dorfgemeinschaften erklärten, sich den Merowingern anschließen zu wollen und eine Mero-Zelle bildeten. Dies wurde bald sprichwörtlich: noch bis ins späte 8. Jahrhundert bezeichnete “Merozel(l)e” eine Gruppe von Opportunisten, die stets dem vermeintlich Mächtigsten Gefolgschaft leistete!

MER OZELE
Schwäbisch für Märchenonkel - der soll nämlich immer noch MER OZÉLE! Kein Wunder, dass MEROZELE im übertragenen Sinn auch für “Politiker” gebraucht wird…

ME RÓZELE

jiddisch verniedlichend “mein kleiner Popel”

Außerdem liefert Herr Älyvälkky (…) den Beweis, dass erfolggreiche Tolggtechniken gewitzter Katertiere von srupellosen Menschen leicht nachgeahmt werden können! (…)

tolggen.jpg

Und hoch

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