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post Miguel Sabihondo, das Salz und die Wunden des Frollns

September 5th, 2012

Abgelegt unter: Henismus — Frolln Schmoll @ 15:24

HENISMUS
Ausgeprägte, fast kultische Verehrung der ehemaligen Profi-Tennisspielerin Justine Henin. Die ursprüngliche Bezeichnung Heninismus wurde fallen gelassen, nachdem gespottet wurde, es handele sich wohl um eine Mischform zwischen Feminismus und Leninismus. Dass eingefleischte Henisten sich mit einem angedeuteten Wiehern grüßen, hat nichts mit den prachtvollen Zähnen der verehrten Heldin zu tun, sondern ist als Anspielung auf das ähnlich klingende Wort “hennissement” (frz. für Wiehern) zu verstehen.

HENISMUS
Moderne Form von Einsiedelei, auch als UPTA (Unfreiwillige Partielle Technologie-Abstinenz) bekannt. Henismus ist der Versuch, ein äusserlich normal erscheinendes Leben zu führen, dabei aber weitgehend ohne moderne Technik wie Waschmaschine, Warmwasser, Telefon oder Internet auszukommen. Bei von plötzlichem (z.B. nach Umzug) H. betroffenen Probanden sind erhöhte Reizbarkeit, häufige Stimmungseintrübung und Reduktion sozialer Kontakte zu beobachten. Im Spannungsfeld zwischen technologisch hochgerüstetem Umfeld und spartanischen Lebensbedingungen im Privatbereich kommt es gelegentlich zum Mißbrauch von Suchtmitteln wie Nikotin und/oder Alkohol, Depressionen sind häufig. Heilung ist nach aktuellem Stand nur durch Einswerden mit dem Nirwana (z.B. durch sechsmonatiges Meditationscamp in der Wüste bei weitgehendem Verzicht auf iPhone und Nahrung - erlaubt sind Heuschecken und Morgentau) oder Wiederherstellung des technologischen Grundbedarfs (oft in Verbindung mit Providerwechsel) zu erreichen.

HENIS MUS
Legendär sind Henriettes fruchtige Desserts. Endlich entschloss sie sich, dem vielfachen Wunsch nachzugeben und ihre Rezepte für püriertes Apfel-Mangokompott (mit ein paar Nelken, etwas Vanille und - aber: PST! Nicht weitererzählen! GEHEIM! einem Hauch von Ingwer), Pflaum-Schaum (verfeinert mit einem Teelöffel Schwarze-Johannisbeer-Gelee und einem Schuss Madeira) etc. mit dem Freundeskreis zu teilen, und so entstand das Büchlein “Henis Mus”.

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