rulururu

post Der Herr Lürikmeister ist mit Flechten zu bekränzen – oder doch auch wieder nicht

Juli 1st, 2012

Abgelegt unter: Mimbar — Frolln Schmoll @ 19:42

Adj.: dar- oder nachstell- und -bildfähig; markantestes Beispiel ist die Nachbildung des Eiffelturms aus vier Millionen Knoblauchknackern durch die preußischen Metzgerinnungen im Volkspark Jungfernheide bei Berlin-Charlottenburg im März 1911; sie überragte vor ihrem durch einen Hundebiss ausgelösten Einsturz zwei Minuten lang das Original um eine Würstchenlänge - ein Affront gegen die RF, der den WK I mit auslöste. Merke: »Die Nachwelt flicht dem Mimen keine Kränze.«

Heutige Kalenderblattweisheit:

Auch heute wurde es kein Sommer:
Es gießt aus Eimern, hagelt Schloßen.
Man bibbert sehr. In tiefem Kommer.
Der Urlaub geht schwer in die Hosen.

Zweitbarmimik:

Oder doch?

Mimbar schmeckt entsetzlich fade
oder doch auch wieder nicht.
Mimbar ist wie Schokolade
oder doch auch wieder nicht.

Mimbar wollen wir genießen
oder doch auch wieder nicht.
Mimbar läßt die Lüste sprießen
oder doch auch wieder nicht.

Mimbar schafft uns schöne Triebe
oder doch auch wieder nicht.
Mimbar macht, dass ich dich liebe
oder doch auch wieder nicht.

Aus dem ewig weisen Poesiealbum:

»Die Fachwelt flicht dem Mimen kleine Kränze«

Und hoch

post Arno Erich C. dreht sich mit dem Winde

Juli 1st, 2012

Abgelegt unter: Mimbar — Frolln Schmoll @ 19:39

Erst-Mimbarung: Der MIMBAR ist ein als Warngeist wirkender Dämon, der sich einem nach höherer Erkenntnis strebenden, aber vom rechten Wege abgeirrten Geistesschüler offenbart. Er signalisiert dem gestrauchelten Schüler: »Wenn du so weitermachst wie bisher, wirst du nie in höhere Geisteswelten aufsteigen, sondern geradewegs in die Hölle purzeln!«

Wem der MIMBAR begegnet ist, der sollte schleunigst mit der Hellseherei aufhören und zu einem normalen Leben zurückkehren und sich ab und zu einen Bobadilla oder zumindest einen Ardbeg genehmigen, damit er nicht dem Irrsinn anheimfällt. Falls er doch weiter hellsehen will, bedarf er der Neu-Ausrichtung durch einen qualifizierten Guru, sofern ein solcher aufzutreiben ist.

Zweit-Mimbarisierung: MIMBAR ist die Summe der von spanischen Bankstern durch Optionsgeschäfte verzockten Zilliardenbeträge. Die großzügige Spende zur Wiederauffüllung der Konten der Bankster aus dem Merkozy-Rettungsschirm (zu 90 % aus deutschen Steuergeldern) ist dann im Gegensatz dazu der MAMBIR.


Dritt-Mimbarifikation
: Besondere Wirbelsturm-Variante, die nur am Äquator auftritt. Da nördlich des Äquators die Wirbelstürme linksherum drehen, südlich jedoch rechtsherum, nimmt ein genau am Äquator ausbrechender Sturm die Form einer nord-südlich ausgerichteten Lemniskate an.

Und hoch

post Es schlägt und bläst der Míšek Rozumbrada aus Hrad Karlička…

Juli 1st, 2012

Abgelegt unter: Mimbar — Frolln Schmoll @ 19:36

MIMBAR
zusammengezogen aus “Marimba” und “Minibar”: aus Flaschen unterschiedlicher Größe improvisiertes Schlag- und Blasinstrument für spontanes Musizieren in Hotelzimmern. Da zusätzlich die Tonhöhe je nach Füllstand variiert, geht dem eigentlichen Musizieren zwingend der Vorgang des Stimmens der Resonanzflaschen durch gezielte, der Intention nach dosierte Flüssigkeitsentnahme voraus (in der Regel durch orale Inkorporation). Im Verlauf des Entstehungsprozesses steht regelmäßig die Anzahl ganz oder teilweise geleerter Flaschen in umgekehrtem Verhältnis zur musikalischen Qualität der eher beiläufig erzeugten Klangereignisse. Die dialektische Beziehung zwischen Weg und Ziel ist dabei häufig Gegenstand ausgiebiger Erörterungen und beginnt - der Arbeit eines gewissen Steinewälzers S. nicht unähnlich - in jedem Mimbar-Workshop von vorn, was dem - dem genossenen Alkohol geschuldeten - partiellen Gedächtnisverlust im späteren Verlauf des Abends zumindest teilweise zugeschrieben werden muss.
Da zudem objektive/externe Wahrnehmung z.B. durch Bewohner benachbarter Zimmer (”Ruhäää, ich will schlafen!!”) und subjektive/interne Perzeption der Beteiligten (”Nu ssei doch nich sso ungemütlich… Hicks!”) stark differieren, steht eine wissenschaftlich gesicherte Einordnung und Bewertung bisher aus.

MIMBAR

Bei der Produktion von Fernsehserien (besonders den üblichen Soaps wie “Rosen des Herzens”, “Sturm der Gefühle” oder “Liebe ist Schicksal”) besteht eines der häufigsten Probleme des Regisseurs in der Entscheidung, ob innere Vorgänge bzw. Unter- oder Zwischentöne vom Mimen umsetzbar (”mimbar”) sind oder eben nicht. Nachdenken, Zweifel, Erinnerungen, Reflexionen lassen sich (bei höchstens durchschnittlichem schauspielerischem Talent) meist nicht überzeugend durch bloßes Minenspiel ausdrücken und werden durch Einblendung weichgezeichneter Bilder dargestellt (wahlweise zusätzlich mit Sepia-Färbung und der Stimme der Heldin aus dem Off “Hat er mich wirklich angelogen? Was soll ich nur tun? Dabei habe ich ihn schon geliebt als…”). Mimbar hingegen (und das sind regelmäßig Sternstunden der Schauspielkunst) sind Migräne (Kopf zu Seite gewendet, Handrücken an die Stirn gelegt, gestöhntes Seufzen) oder gespielte Freundlichkeit der hinterhältigen Rivalin (gekünsteltes Lachen, “…aber
meine Liebe, wie kommst Du nur auf so etwas, natürlich kannst Du mir vertrauen…”, wahlweise mit scheelem Blick aus den Augenwinkeln) usw.

Und hoch

ruldrurd
Powered by WordPress
Entries (RSS) and Comments (RSS)