rulururu

post Lürikmeister Karl S. roggt da house

April 7th, 2012

Abgelegt unter: Gipüre — Frolln Schmoll @ 18:25

populärmed. Kurzbez. unbek. Herk. f. das antiandrogen-endokrinologeneTestikulär-Dysgenesie-Syndrom


Zwiepüre:

Rock die Gipüre*

Es saß eine Dame in Gimpen
Inmitten ihrer Klimbimpen.
Sie sprach hocherfreut
»Ich verspüre: Noch heut
Strick ich eine feine Gipüre.«

Es lebte ein Mann im Land Bunkel,
Der züchtete Riesenfurunkel.
Er sah sie sehr gern
Mit Bordüre und Stern
Aus vieler rein goldner Gipüre.

Es lobte die hiesige Zeitung
Den König als oberste Leitung.
Er regiere nicht schlecht.
Ihm gebühre zu recht
die Krone aus goldner Gipüre.

*Diese Lürik ist als unbedenklich zertifiziert durch die BLV (Bundesanstalt für Limerick-Vermeidung)

Total von den Roggen

Wenn der Wind Gipüre dreht
Spür ich, wie der Roggen steht.
Weiß ich, ob ein Kornkreis geht,
Bis der Bauer wieder mäht.

Wenn Wind nicht Gipüre dreht,
Und kein Kornkreis nicht entsteht,
Den der Bauer lau verschmäht,
Weils dem Roggen mau ergeht.

Wenn Wind Gipüre überdreht.
Kein Kornkreis nie nicht wird erspäht,
Gleich, wer maulig danach fleht.
Spürt dann wer, wie Roggen bläht?

* * *
* * *
* * *

Und nun zu etwas völlig Anderem: Phthalat.

Der Anlaut von Phthalat wird gebildet durch
das druckvolle Ausstoßen der hinter die
oberen Schneidezähne gezogenen
Oberlippe mit stimmhaft folgendem
T-H-Ausstoß aus dem Gaumenraum.
Wenn mans denn möchte.

Phthalalala! *clap*

Phthalalalalat im Salat,
Phthalalalalat im Tartrat,
Phthalalalalat auch im Blut.
Uns gehts nicht wirklich gut.

Phthalalalalat im Spinat,
Phthalalalalat in der Saat,
Phthalalalalat auch im Brot.
Das bringt uns frühen Tod.

Phthalalalalat in der Kluft,
Phthalalalalat in der Gruft,
Phthalalalalat auch im Sarg.
Da stirbt man doppelt arg.

Outtake:
Phthalalalalat im Uran,
Phthalalalalat um Iran,
Phthalalalalat im Urin:
Dann ist der Perser hin.

Heutige Kalenderweisheit

Am ersten April
War Jux, Spaß und Gebrüll.
Am zweiten April,
Da ist es wieder still.
Man überreicht sein Eingesandt
Und Frieden legt sich übers Land.

Und hoch

post Bei Jens B. wird nicht nur der Müll getrennt

April 7th, 2012

Abgelegt unter: Gipüre — Frolln Schmoll @ 18:22

Vorschlag:
Die Gi-Püre ist eine große Tonne für nicht weiter verwendbare Lebensmittel, die bei der Großverpflegung übrig bleiben. Nicht zu verwechseln mit der großen Tonne für ungeöffnete, vollverpackte Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht, aber nicht überschritten ist. Das wäre dann die Le-Trene.

Zweitmeinung:
schweiz. für “Gebt Eure!” (guten Gaben)

Und hoch

post Ulrike S. drückt auf die Tube

April 7th, 2012

Abgelegt unter: Gipüre — Frolln Schmoll @ 18:19

Vorschlag:
Der Haarspray mit dem besonderen Gips-Frisuren-Look? Wohl eher eine Neuerfindung im Behörden-Dickicht: weder Gebühr noch Pönale, zu zahlen aber allemale.

Hier aber der Vorschlag:
Die alles krönende Figur im Zentrum des modernen Kreisverkehrs. Ein wahrhaft gelungener Betrag zur Verschönerung der Landschaft und mittlerweile auch bereits ein beliebter Gegenstand für allgemeines Publikumsvoting

Zweitmeinung:
Eng damit verwandt: der Show-Contest der schönsten Lärmschutz-Rigips-Wände Europas. Unser heutiger Beitrag: die bemerkenswerten barocken Zwillingsbildstöcke in Peggau im Murtal, wrapped by Rigips. Ansicht von der Vorderseite nicht mehr möglich. (s. Bild)

gipuere.jpg

3. Der nicht-ausquetschbare Rest in der Tube. Manche meinen, sie müssten der Verschwendung Einhalt gebieten, in dem sie ihre Tuben aufschneiden, um an die Ressource zu gelangen. Aber Vorsicht, das System schlägt zurück! Denn kurz ist die Lebensdauer der intakten Tube, lange die Phase der Gipüre. Bekennende Gipüristen leben im permanenten Fragmentarium ihrer aufgeschnittenen Verpackungsreste.

Und hoch

post Arno Erich C. beim Wandeln der Zeit

April 7th, 2012

Abgelegt unter: Gipüre — Frolln Schmoll @ 18:15

Erstmeinung: Zauberfee aus unsichtbaren Reichen, die in der Welt des Sichtbaren zwar vielerlei Dinge bewirken kann, sich aber stets nur in Form feinster Düfte und Lufthäuche offenbart.

»Wie ich sie spüre, die Gipüre,
sie flüstert heil’ge Schwüre,
wenn ich im Kaffee rühre!
Jetzt schwebt sie durch die Türe,
mit Duft von Konfitüre
umspielend die Bordüre …!«

… rief der schwärmerisch-romantische Dichter. Er hatte gerade den Zyklus »Von den Schwüren und Allüren der Gipüren« vollendet bzw. verbrochen.

Entgegnete ihm der Psychiater grob:
»Ich glaube, Sie haben schon wieder vergessen, Ihr Haloperidol einzunehmen!«

Zweitmeinung: Konfitüre, in die zwecks behutsamer Strukturfestigung, damit sie nicht vom Butterbrot rutscht, etwas Gips eingerührt wurde.

Drittmeinung: Frau von einem Gepard. Wenn laut Definition von Klein-Moritz im Religionsunterricht die Epistel die Frau von einem Apostel ist, sollte auch die Gipüre als Frau eines Geparden akzeptiert werden.

Viertmeinung: Eine lange Stange, die sich am Ende in zwei Greifer mit Widerhaken gabelt, um große Kirchturm-Uhren von Winter- auf Sommerzeit (und wieder zurück) zu stellen. Je größer die Uhr, umso länger ist natürlich auch die Gipüre Für sehr große Uhren braucht sie zehn, bisweilen sogar über zwanzig Meter Länge und kann deshalb nur von mindestens zwei starken, schwindelfreien Männern gehandhabt werden.

Und hoch

post Mika Kaikkitietävä aus Linna-Karrilotta (Karri mit zwei “r”, bitt’schön) gibt dem Ré Kontra!

April 7th, 2012

Abgelegt unter: Gipüre — Frolln Schmoll @ 18:12

GIPÜRE
Sattsam bekannt ist die alte Scherzfrage, wie das Reh mit Vornamen heißt (Antwort: Kartoffelpü), wird sie doch besonders von Skatspielern als Antwort auf die Ansage Kontra! immer wieder gern zitiert. Daran entzündete sich in den späten Neunzigern in der Diskussionsphase der künftigen neuen deutschen Rechtschreibung eine heftige Auseinandersetzung, ob die Schreibweise von Reh (Capreolus capreolus), Re (altägyptischer Sonnengott), Ree (den Seglern und Kreuzworträtslern als Kommando zur Wende bekannt) und diversen Lehnworten wie Pü-ree, Por-ree usw. nicht (mit dem Ziel der Vereinfachung) zu Re vereinheitlicht werden sollte. Dem wurde entgegengehalten, dass künftig nicht mehr zwischen Karree und Karre unterschieden werden könnte, bei unbekannten Wörtern böte die Schreibweise keinen Hinweis mehr auf die korrekte Aussprache, komische Effekte durch falsche Aussprache (Kannste mir ne Knarré besorgen? Mach die Türé zu!) wären absehbar. Als Beispiel wurde damals Gipüre frei
erfunden: sollte das Wort (analog zu Walküre, Maniküre, Lektüre… auf der vorletzten oder (analog zum Püree dann Püre geschrieben) auf der letzten Silbe betont werden? So wurde das Kunstwort unter Sprachwissenschaftlern zum Begriff für das Dilemma, dass Vereinfachung ohne Verlust (an Bedeutung oder Aussprache) schnell an ihre Grenzen stößt.

Zweitmeinung:
GIPÜRE

Kosmetik: Pflegebehandlung der Ohren. Zu einer sorgfältig durchgeführten Gipüre gehört (sic!) besonders die Reinigung des Ohres vom Cerumen, das fachmännisch durch eine Spülung mit lauwarmen Wasser entfernt werden sollte (unsachgemäße Verwendung von Wattestäbchen birgt die Gefahr, einen Pfropf noch weiter ins Ohrinnere zu schieben). Ob die zweckmäßig anschließend vorzunehmende Enthaarung zwingend durch Auszupfen erfolgen muss (dogmatische Vertreter dieses Ansatzes werden auch als “Gi-Puristen” verspottet) oder ob vorsichtiges Beschneiden mit einer kleinen, spitzen Schere ausreicht, ist umstritten.

Und hoch

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