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post Auch Altmeister Karl S. war noch mal im Keller…

Juli 30th, 2007

Abgelegt unter: Sapropel, Wobbeln — Frolln Schmoll @ 17:31

WOBBELN:

Ort (zeitw. dän. Wœbbel) im Land Angeln nahe dem historischen Haithabu. Ehemals Fischerei- und Handelshafen verlandete Wobbeln völlig, so dass sich die durch Abwanderung auf vier Einwohner reduzierte Bevölkerung durch Nebenerwerbs-Tierzucht (Angler Sattelschweine Heinz und Elke) und Tourismus (Fam. Schliephake aus Hamburg) ernährt.

SAPROPEL:

ursprünglich Bezeichnung für programmierungsmängelbedingte Fehlfunktionen bei PC-Betriebssystemen; aktuell Name einer neuen EU-Quotenverordnung. Sie untersagt jede Entwicklung und Benutzung von Betriebssystemen mit einer kleineren Sapropelquote als Microsoft Windows XP. Der EU-Kommissar zur Angleichung der Lebensbedingungen und die Sapropelquotenüberwachungsbehörde arbeiten an der Erstellung eines Bußgeldkatalogs für Verstöße gegen die Sapropelquotenverordnung.

SAPROPEL:

sommerhitzebedingtes Konglomerat Hans-Riegel-Bonnscher Gummibärchen; häufiges Vorkommen in Handschuhfächern und Türtaschen deutscher Personenkraftwagen.

Und hoch

post Kunstdirektor “Dewi” D. macht neu aus alt

Juli 9th, 2007

Abgelegt unter: Sapropel, Perno, Golilla, Drawidisch, Wobbeln, Amaurose, Hamada — Frolln Schmoll @ 15:48

„Golilla!!!” brüllt die fleischfressende Pflanze während der Würgarbeit an einem verschluckten Igel. Normalerweise endet dieser Versuch für die Pflanze tödlich.

Golilla ist ein japanischer Wackelpudding, den der gemeine Japaner übers Jahr als Erdbebenfrühwarnsystem auf seinem Nachttischschränkchen stehen hat.

Drawidisch ist die Sprache der Ostgoten, die 300 n.Chr. die Sprachen der Westgoten (Kauder) und Langobarden (Welsch) vereinte. Diese kommunikative Revolution ermöglichte erst den Zusammenbruch bzw. die Teilung des römischen Reichs, dessen Niedergang sich bereits im Teutoburger Wald abzeichnete. Arminius, daselbst Cherusker, beherrschte Drawidisch in Wort und Schrift, was ihm den bescheidenen Namen „Armin der Wortgewaltige” einbrachte.

Perno ist italienischen Ursprungs und bezeichnet das Ergebnis einer mit Mehrheit des Parlaments abschlägig beschiedenen Vertrauensfrage des Ministerpräsidenten. Hätte das Parlament das Vertrauen ausgesprochen, spräche man von einem Persi-Ergebnis.

Wobbeln heißen die sauerländischen Grießklöße, die durch wobbelnde Handbewegung in ihre typische Wobbelform gebracht werden. Lieblingsspeise des ehemaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke.

Nach den jahrhundertelang bewährten Fällen Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ entdeckten Spracharchäologen Sapropel, den Ernstfall. Neulich zeigte er sich 15 Stunden lang im Visa-Ausschuss bei den Ausführungen des Innenministers Otto Schily („Die Freiheit nehm’ ich mir“), indem jener mittels Sapropel den Ausschussmitgliedern die Lebenserwartung um Jahre verkürzte.

Hamada. Die Insel im Indischen Ozean, auf der Lieutenant Christian Fletcher 1784 die Aufständischen besiegte und somit der Krone des Empires einen wichtigen Stützpunkt zurückeroberte. Seitdem größter Umschlagplatz für exotische Gewürze, Tee, Tabak und Salatgurken.

Giorgio Hamada. Unehelicher Sohn Federico Fellinis, dem Filmgenre abhold, der Malerei zugetan, legte sich den Vornamen Giorgio nach seinem Vorbild De Chirico zu. Er hieß eigentlich Karl Emil Hamada. Aber klingt das nicht entsetzlich?

Amaurose. An ihr erkrankten im Spätmittelalter die Seefahrer der nördlichen Hemisphäre, unter anderen auch die Vitalienbruder Klaus Störtebeker und Gödeke Micheel (großes Ehrenwort!), die unter Orientierungslosigkeit leidend, stets im Kreise segelten und somit auch nicht Amerika entdecken konnten.

Amaurose sollte jeder in seinem Parfümfläschjen mit sich tragen. Das Afrodisiakum, das mittlerweile auch als Eurodisiakum die Mail-Szene beherrscht, gilt gemeinhin als Placebo. Aber sind wird das nicht alle?

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post Frolln Schmolls selbst Gebackenes

Mai 14th, 2007

Abgelegt unter: Wobbeln, Fazenet — Frolln Schmoll @ 12:35

Bei FAZENET hat z.B. Herr Jesper H. aus Hamburg einen Duden eingeheimst. Da hatte meine Version natürlich keine Chance. Nämliche diese:

Unter „Fazenet“ versteht man diese wabernden Hautlappen am Oberarm, die beim Winken noch stundenlang nachschwingen. Sie treten auch bei absolut magersüchtigen Personen auf (ich gebe gern zu, dass ich keine Ahnung habe, wovon ich da eigentlich rede) und füllen sich auch bei extrem Übergewichtigen (wir nähern uns wieder einer Thematik, bei der ich mitreden kann) nie mit Fett oder sonst welchen festen Stoffen. Bemerkenswert ist, dass es offenbar einen kaum erforschten kausalen Zusammenhang zwischen der Größe der Fazenet und der Kürze der Ärmel der Besitzer gibt. In besonders akuten Fazenetfällen scheint es geboten zu sein, knappe Hemdchen mit Spaghettiträgern anzulegen. Leider findet sich auch auf www.faze.net keine Erklärung hierzu.

Und dann hat Frau Susanne K. aus Münster mir mit ihrer Erklärung für WOBBELN verdientermaßen den Dudengewinn weggeschnappt. Meine Version ging so:

Der Begriff „Wobbeln“ setzt sich aus „Vokabel“ und „bellen“ zusammen, wobei mit letzterem natürlich nicht das Geblaffe von irgendwelchen Kötern gemeint ist, sondern es stammt aus dem Niederländischen und bedeutet so viel wie „Glockengeläut“. „Wobbeln“ bezeichnet also einen besonders wohlklingenden Redefluss, der Worte gleich Perlen aneinander gereiht, anmutig fließend über die Lippen sich ergießen lässt. Prominente Verfechter dieser Ausdrucksweise sind Boris Becker, Oliver Khan und Edmund Stoiber.

Herr Karl S. aus Hamburg hat seine zahlreichen Duden immer verdient. Indes wurde ich bei seinen Gewinnen stets ebenfalls zitiert, oder aber so berechtigterweise verschwiegen, dass ich die Notwenigkeit hierfür einsehe…

Soll ich noch weiter im Archiv wühlen?

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