rulururu

post Jens B. fasst sich kurz

September 5th, 2011

Abgelegt unter: Haplologie — Frolln Schmoll @ 11:46

Vorschlag:
Hap|lol|ogie (”das Kurzwort abbeißend”), anlässlich der Verwendung des Akronyms LOL entstandene Bewegung der Hauptkritiker des Tubismus; nach dem Leitspruch “Ich will’s mal so ausdrücken…” meiden diese jedwede Form der Akronyme und schlucken diese mit einem Happen herunter

Zweitmeinung:
Hütte

[Anm. d. Verf.: In der Kürze liegt heut’ die Würze.]

Und hoch

post Ulrike S. und die Duplizität des Einzelnen

August 30th, 2011

Abgelegt unter: Haplologie — Frolln Schmoll @ 21:13

Vorschlag:
[umg.spr. Abk. *LOL*] Warnung vor dem unüberlegten Tragen von geschenkten oder mitgebrachten Urlaubs-T-Shirts, deren fremdsprachige Aufdrucke man nicht versteht.

Zweitmeinung:

Stolpersteinkunde. Einfach, zu lernen. Schwer, zu beherrschen.

3.
Auf dem Spezialgebiet der in der hohen Besserwisserei offenbar besonders heiß umkämpften Süßigkeitenkunde umschreibt der Begriff ein kompliziertes Theorem, weshalb der ähnlich-silbige Schokoriegel einzeln verpackt ist, obwohl sein Name eine Doppelpackung nahegelegt hätte.

Und hoch

post Der teildisziplinierte Arno Erich C. im Kreißsaal der Elemente

August 30th, 2011

Abgelegt unter: Haplologie — Frolln Schmoll @ 21:09

Erstverhapelung: Die Haplologie ist eine Teildisziplin der Atomphysik, die die Bewegungsformen der Elektronen in den Orbitalen um den Atomkern untersucht. Die Modellvorstellung von Niels Bohr, nach der die Elektronen um den Kern kreisen wie Planeten um die Sonne, wurde schon vor langer Zeit aufgegeben. Die Elektronen, so nimmt man heute an, halten sich in Räumen von Kugelschalenform (s-Orbitale) oder Ballonform (p-Orbitale) mit 85-%iger Wahrscheinlichkeit auf. Dabei hampeln, humpeln, holpern, hatschen, hoppeln, stolpern, zappeln, zickzacken sie ganz irrsinnig herum. Um die Hybridisierung all dieser total unregelmäßigen, aber gleichzeitig ausgeführten Bewegungsformen einigermaßen zutreffend zu charakterisieren, kommt das Verb »hapeln« noch am ehesten in Frage. Die Elektronen hapeln also in ihren winzigen Orbital-Räumchen herum. Diese Erkenntnis verdanken wir der Haplologie.

Zweitverhapelung: Haplo ist das Gegenteil von Hopla. »Hopla!« ruft man, wenn man über etwas hinweg oder in etwas hinein stolpert, sowohl realiter wie auch im übertragenen Sinne. Mit solcherlei plötzlichen Ereignissen beschäftigt sich die Hoplalogie. Die Haplologie indessen erforscht das Gegenteil davon, nämlich wie man aus einer Situation wieder herausstolpert.
Beispiel: Die Art und Weise, wie der Freiherr von und zu *** über seine abgekupferte Doktorarbeit stolperte, gehört zum Gebiet der Hoplalogie. Wie er aus dieser Affäre nach Amerika herausgestolpert ist, gehört in den Bereich der Haplologie.

Drittverhapelung: Tragische Schicksale, die im Diesseits ein happiges Ende nehmen, können im Jenseits, wenn die Seele leibbefreit ins andere Dasein hinüberschwebt, so besagt es die Haplologie, durchaus happy weitergehen.

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post Bülowmeister Karl S. ward von der Muse geginst

August 30th, 2011

Abgelegt unter: Haplologie — Frolln Schmoll @ 21:04

Vorschlag:
1. Stolperkunde; die korrekte (unverstolperte) Bezeichnung dieses besonderen Zweigs der Verlaufswissenschaft lautet HOPLALOGIE; 2. (hist.) Tarnendes Anagramm, um die Angehörigen des in Wahrheit HOPLALEGIO benannten Truppenteils des römischen Heeres nicht zu kränken; die nachweislich stolperfüßigen Hoplalegionäre wurden grundsätzlich nur in der Etappe eingesetzt, damit sie nicht störend auf dem Schlachtfeld herumtaumelten.

Zweithaplo (Duplo):

Lorio†

Er fällt nicht leicht, muss aber genommen werden, der Abschied von Loriot. Seine Werke werden noch lange als überzeugend satirische Betrachtung, in späteren Jahrtausenden als zeitgenössische Darstellung des bürgerlichen Daseins im Deutschland der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gelten. Das eher kleine lürische Œvre des Vicco von Bülow erfuhr indes eine durchaus unterschiedliche Rezeption: Während sein Advent bereits Bestandteil des lürischen Volksvermögens ist, wird die Melusine nur selten rezitiert. Wohl, weil der Vortrag Loriots um der Komik Willen bereits nach der ersten Strophe des Werks zwingend abbricht. Vorstellbar vollständig lautete das Werk:

Melusine

krawehl, krawehl!
taubtrüber ginst am musenhain
trübtauber hain am musenginst
krawehl, krawehl!

krawehl, krawehl!
gintrüber sam maust tauben hin
haitauber mann trübt musegins
krawehl, krawehl!

krawehl, krawehl!
taubrübe amt grinst husenmain
trübhaimer gin staubt musen an
krawehl, krawehl!
krawehl! krawohl.

Wobei die Epsilon/Omega-Abweichung in der Coda dem Schlussakkord einer beethovenschen Symphonie gleichkäme. Bülow war schon ein genial komischer Vogel. krawohl!

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post Programmdirektor Michael G. plant ein neues TV-Happening

August 30th, 2011

Abgelegt unter: Haplologie — Frolln Schmoll @ 21:00

HAPLOLOGIE
Unterhaltung ist eine todernste Sache, zumal, wenn es um Quoten und Marktanteile, also um viel Geld geht. Neue Formate werden längst nicht mehr spontan erfunden, sondern nach systematischen Analysen entwickelt. Noch ‘ne Kochshow? Pädagogisch-instruktiver Ansatz? Eher Spielshow mit Kandidatinnen auf Talkshowniveau oder doch lieber die “Yellow Press”-Variante mit Prominenten? TED oder Jury? Kochender Moderator oder moderierender Koch? Akzent auf geschmackliche Perfektion, problemloses Nachkochen oder aufwändige Präsentation? Das Ergebnis ist in der Regel “sehr übersichtlich”, gerademal ein Häppchen, und so wird die wissenschaftliche Planung einer neuen Sendung “Haplologie” genannt…

HAPLOLOGIE
Die Wissenschaft (~logie) von der Messung (log) der Sinneswahrnehmungen durch den Tastsinn (gr. haptós “Fühlbar”)

HAPLOLOGIE
Als junger Mathematikstudent besaß ich eine Wunderwerk der Technik: den HP-65, den ersten programmierbaren Taschenrechner der Welt mit Magnetkärtchen als Speichermedium. Umgang mit -zig Tastaturebenen und Programmierung in umgekehrter polnischer Notation war damals eine Wissenschaft für sich, im Insider-Slang eben die “HaPlologie”!

HAPLOLOGIE
Besonders Diabetiker müssen in der Phase der Einstellung ein Logbuch der verspeisten Happen führen. In der medizinischen Forschung des 20. Jahrhunderts wurden hierfür festgelegte Normen und Verfahrensweisen erarbeitet, die hiermit befasste Teildisziplin nannte sich Haplologie.

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