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post Lürikmeister Karl S. schreitet räuberisch ein

Juni 10th, 2011

Abgelegt unter: Kafiller — Frolln Schmoll @ 19:57

Vorschlag:

traditioneller -> Schreittanz beim -> Kiesranzenfest im Stadtteil -> Neckarweihingen der baden-württembergischen Kreisstadt -> Ludwigsburg, in der Friedrich Schiller prägende Jahre seiner Kindheit (s. u.) verbrachte; der K. ähnelt dem Square Dance, bei dem es übersetzt u. a. heißt “Alle Herren machen Haufen und die Damen treten rein”.

kafiller.jpg

Zweitkafillung:

Damals in Ludwigsburg

Die Mutter spricht zum jungen Schiller:
“Spiel nicht, mein Fritzle, beim Kafiller.
Das tut man nicht, das sollst du nicht,
Sonst gibts ein gräuslich Strafgericht.”

Der Fritz als unartiges Kind
Schlägt diese Worte in den Wind:
“Sie weiß doch nicht, was sie nicht sieht.”
Denkt er mit trotzigem Gemüt.

Er läuft stracks zu Kafillers hin,
Räubergespiel in seinem Sinn.
Die Kinder der Kafillers lachen,
Als sie Fritz zum Räuber machen.

Sie geben ihm zwei Lämmerfälle,
Fritz hängt sie um gleich auf der Stelle.
Er sieht jetzt wie ein Räuber aus:
Wild stürmt er ums Kafillerhaus.

Die Räuber feiern sich ein Festle,
Bauen schnell ein Räubernestle;
Und ungegerbte Rinderhäute
Herbergen Be die Räubersleute.

Das riecht dann doch gar ziemlich strenge.
Zeitlich wirds auch noch etwas enge,
So tut der Fritz die Felle aus:
Hurtig zurück zum Schillerhaus.

Darin die Mutter waltet häuslich.
Friedrich riecht ein wenig scheußlich,
Wodurch den Hausfrieden er stört.
Darum wird peinlichst er verhört …

Als Strafgericht gibts Graupensuppe.
Fritze ist die Suppe Schnuppe:
Er träumt ein Räuberpanorama;
Später wird draus sein großes Drama.

Moral:
Kafiller sind zwar nicht beliebt,
Schön ist es doch, dass es sie gibt:
Denn ohne Ludwigsburgs Kafiller
Gäbs keine “Räuber” von von Schiller.

Zyklus: Witterungen und Klitterungen der Literaturhistoriker

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