rulururu

post Arno Erich C. teilt Schelte aus

November 14th, 2010

Abgelegt unter: Scheltopusik — Frolln Schmoll @ 15:32

Der Linux-Erfinder Linus van P. prägte diese englisch-finnische Neuschöpfung für einen unter seiner Schmusedecke versteckten, extrem gefährlichen Linux-Maschinenbefehl. Wenn man versucht, neben Linux noch ein zweites Betriebssystem zu installieren, wird dieser Befehl aktiviert, der die Shell (vom Entwickler verspielt-germanisierend “Schel” genannt) zu PUSIK katapultiert, dem uralt-finnischen Gott des Nichtseins. Die Prozedur heißt in Insiderkreisen auch “Wäinämöinens Rache” (siehe –> Kalewala).

Nach Aufruf des Befehls SCHELTOPUSIK beginnt der Bildschirm kunter-ubuntu in allen Farben zu flimmern, schadenfroh grinsend taucht die Linux-Suse auf (wie die Knöllchensuse, wenn sie einem Parksünder einen Strafzettel hinter den Scheibenwischer klemmt) und spricht: “Ich bin Suse LINUX, Deine SCHEL. Du sollst keine andere Schel haben neben mir!”

Auch sofortiger Druck auf den Reset-Taster kann das Unheil des totalen Datenverlustes und einer ausgenullten Festplatte nicht mehr verhindern.

Wer eine Linux-Raubkopie zu installieren versucht, wird mit dem noch schlimmeren BIOSTOPUSIK abgestraft: Auf dem Bildschirm erscheint ein Rudel Pinguine. Mit ihren Schnäbeln hacken sie von innen gegen die Bildscheibe, die (natürlich virtuell!) klirrend zerspringt, und Finsternis breitet sich aus. Dann kann man seinen Computer wegschmeißen.

Und hoch

post Der Herr Lürikmeister bläst zur kleinen Nachtpusik

November 9th, 2010

Abgelegt unter: Scheltopusik — Frolln Schmoll @ 22:33

Vorschlag:
Mehrzweck-Hausgerät mit Vibrationshintergrund; dient vielfachen Zwecken; der S. ist in seinem Herkunftsland u. a. sehr effizient bei der Verdichtung des Wurstbräts in der -> Kielbasa Krakowska, der klassischen -> Krakauer

Bezweitpusik:

Schel to pusik

Drickse obbe, quieket unne,
Drickse unne, quieks no mehr.
Du hätts do herausjefunne,
Wat e Scheltopusik wär.
Drickse abber inne Mitt,
Quiek dä Scheltopusik nit.

Vorschlag:
Spätmittelalterliches Balgblasinstrument, vulgo: Sackpfeife; wegen seiner schrillen Dissonanzen heute im deutschen Sprachraum eher ungebräuchlich; aus der bildlichen Darstellung des S. stammen die Scheltwörter -> Sackgesicht und -> Pfeife

Zweitschelte:

Serenade perdu

Scheltopusik, du machst Töne,
Die man vordem nie gehört.
Meine allerliebste Schöne
Hast du nachhaltig verstört.

All dein Tuten, all mein Blasen
Hat mir das Leben ruiniert.
Das Liebchen brachte es zum Rasen,
Seitdem ists völlig enerviert.

Als ich deiner nächtens spielte
Unter ihrer Kemenate
Und mich gar romantisch fühlte,
spürt ich das Unheil nicht, das nahte.

Erst als dann ein Eimer Wasser
Strömte meuchlings auf mich ein
Deuchte es mich krass und krasser:
Etwas kann nicht richtig sein.

Auch der Schönen wilde Schreie
Von Ruhe und gestörter Nacht
Und dass sie dies nie verzeihe
Bestärkten in mir den Verdacht.

So begreif ich unter Schmerzen:
Beendet ist mein Liebeswahn.
Das hast mit deinen bösen Terzen
Du, Scheltopusik mir getan.

Zyklus: Aubaden und Serenaden der Scheltopusiker

Aus dem ewig weisen Poesiealbum:

Die Scheltopusik der Gnomonik
Ist hinieden ganz verschieden.

Und hoch

post Urlrike S. kam, sau und siegte

November 9th, 2010

Abgelegt unter: Scheltopusik — Frolln Schmoll @ 22:27

Manche behaupten: eine synthetische Musikrichtung, die den Sound der alten Schellacks hip-hop-mäßig remasterd remixxed.

Mein Vorschlag dagegen lautet:
Katzenmusikartige Begleitgeräusche im Gefolge einer heftigen Schimpfkanonade.

Zweitmeinung:
Siehe auch Usik: im Management-Jargon die Theorie von der angewandten Benutzerfreundlichkeit neuer Produkte. Regel Nr. 1 lautet: der Name des Produkts soll einfach sein und auf seine speziellen Vorzüge hinweisen. Da sich aber die wenigsten etwas unter einem Scheltop vorstellen können, haben wir das klassische Beispiel dafür, dass die Usik nicht immer funktioniert.

3. Auch Liebes-Schelte-Poesie genannt, eine Form der volksnahen Dichtung, die in öffentlichen Einrichtungen erbaulich gedeiht
scheltopusik2.jpg

Frau S. legt Wert auf die Feststellung, dass sie den erwähnten Herrn W. nicht kennt und auch keinem Herrn W. nahe zu treten wünscht.
Das Frolln vermutet, dass auch Herr W. nicht von Frau S. getreten werden möchte.

Und hoch

post Michael G. aus Berlin-Bagalottenburg hat den Vahl

November 9th, 2010

Abgelegt unter: Scheltopusik — Frolln Schmoll @ 20:27

SCHELTOPUSIK
Zusammenziehung von „Schelf-Top-Musik“: der am Hamburger „Ohnesorg-Institut für submarine Akustik“ wirkende Meeresbiologe Henry Vahl kreierte den Begriff für die Erstveröffentlichung seiner bahnbrechenden Arbeit über spezielle Walgesänge, die nur im Schelfmeer in der
Nähe der Oberfläche zu vernehmen sind (seine Forschungstörns mit dem Kutter „Heidi K.“ führten ihn meist in die südliche Nordsee). Schon im Kindesalter – so die Legende – fühlte er sich auf Grund seines Familiennamens der Erforschung großer Meeressäuger besonders verpflichtet. Diese Fixierung ging so weit, dass der Name bestimmter Meeresraubfische in seiner Gegenwart nicht ausgesprochen werden durfte (nicht umsonst hieß seine Stammkneipe “Hai-Tabu“).
Dass damals noch die Möglichkeit bestand, für Segeltörns vor der Elbmündung (aber außerhalb der Drei-Meilen-Zone) zollfrei Sprit zu bunkern, soll seinem Forschungseifer zumindest nicht abträglich gewesen sein. Teile seiner damaligen Stammbesatzung verließen allerdings nach der ca. achten Reise den Kutter im Streit (aber unter Mitnahme ihrer Instrumente) und legten eine eigene Deutung der akustischen Phänomene vor.

SCHELTOPUSIK,
Spätes Mittelhochenglisch für die Kunde vom weiblichen Keuschheitsgürtel („Scheltopussy“), der vom männlichen Keuschheitsgürtel („Scheltocock“) klar abgegrenzt werden muss. Umstritten ist, ob sich „Scheltopussy“ von „Shelter to pussy“ oder von „Shell to pussy“ ableitet, während eine dritte Strömung die ganze Diskussion für obsolet erklärt, da sich Shelter ohnehin von Shell ableite (oder umgekehrt) und somit beide Wortstammhypothesen auf der selben ethymologischen Wurzel beruhen.

Während erste Scheltopusiker im frühen 19. Jahrhundert den repressiv-lustfeindlichen Charakter der Scheltopussy in den Vordergrund stellten, verweisen neuere Forschungen darauf, dass die praktischen Erfordernisse der Intimhygiene unbedingt die Kontrolle durch die Trägerin erfordern – die Scheltopussy würde also als Schutz vor Vergewaltigung, je nach Ausstattung aber auch als Sexspielzeug, mithin eher als Instrument sexueller Selbstbestimmung als der Unterdrückung angesehen werden können.

Und hoch

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