rulururu

post Der Herr Lürikmeister und seine formvollendeten Rausräumarbeiten

Juni 20th, 2010

Abgelegt unter: Ogival — Frolln Schmoll @ 17:59

Vorschlag:
beutelsäugerisches australisches Gürteltier; es nutzt indes zum Säugen seiner Jungen nicht den eigenen durchaus dazu geeigneten Beutel, sondern nach trickreichem Schleichsprung den des einfach zu überrumpelnden australischen Steppenkängurus, dem es den Beutel bei der Niederkunft über die Maßen weitet; das O. wird deshalb auch der Kuckuck unter den Beutelsäugern genannt.

Zweitbereinigung:

Zyklus: Gotik und Erotik der Postmoderne

IX. Lied eines Postarchitekten (modern)

Ogival, mit deiner Form
Imponierste mir enorm.
Oben spitz und halb auch rund:
Diese Form ist kerngesund.

Ogival, du führst zum Licht,
Ob man möchte oder nicht.
Doch man möchte meistens gern,
Hört man nah, weiß man von fern.

Ogival, bist du am Haus,
Brechen Jubelrufe aus.
Laut klingt es durch Flur und Tal:
Welch ein schönes Ogival.

Ogival, es ist mal so,
du machst alle Menschen froh.
Bist ein wahrer Herzensdieb.
Ogival, ich hab dich lieb.

Outtakes:

I.
Ogival, am Gotteshaus
Siehste wunderherrlich aus.
Ziehst durch Schönheit in den Bann
Edelfrolln und Bauersmann.

[”Lass die Kirche da raus und Frolln und Bauer!”] *

II.
Ogival, halb rund, doch spitz
Mochte schon der olle Fritz,
(Den man auch den Großen nannte,
Weil man es nicht besser kannte).

[”Zwar wahr, nützt Fritz aber nix. Raus mit Fritz!”]

III.
Frankreich wurde eingedost.
Ist der Franzose auch erbost:
Letztlich isses ihm egal.
Er hat ja sein Ogival …

[”Nu lass doch mal die verdallmeierte WM wech!”]

IV.
Ogival, du lässt uns wohnen
Jenseits aller Proportionen
Außer dem Lord Foster seinen.
Das kann auch ogival erscheinen.

diegurkefoster.jpg

30 St Mary Axe, auch “The Gherin” (”Die Gurke”) genannt, der Londoner Zentrale des Schweizer Versicherungskonzerns Swiss Re. Architekt: Norman Robert Lord Foster of Thames Bank. Eine gelungene Synthese aus ogivaler Architektur, Ballistik und jedhinsichtlichem britischen Understatement.

[”Das passt nur fast. Raus mit Lord Gurke.”]


* Also – Frolln und Bauer lass ich mir ja zur Not noch gefallen, aber die Kirche bleibt im Dorf!

Und hoch

post Arno Erich C. gibt wieder alles

Juni 20th, 2010

Abgelegt unter: Ogival — Frolln Schmoll @ 12:51

OGIVAL
Französisch: Schäferstündchen und alles, was damit zusammenhängt. Beruht auf einem Schreibfehler seitens des frz. Königs Louis XIV., der sich heimlich eine englische Mätresse hielt. Da England und Frankreich verfeindete Großmächte waren, unterlag diese Beziehung der höchsten königlichen Geheimhaltungsstufe.

Louis’ Geliebte pflegte in Momenten höchster Ekstase den König anzufeuern, wobei sie unwillkürlich in ihre Muttersprache verfiel: “Oh, give ALL!”. Der König, des Englischen nicht mächtig, schrieb es auf so gut er konnte, doch verstand er nicht die wahre Bedeutung. Das weitere Schicksal der Geliebten bleibt im Dunkel der Geschichte verborgen. Auch über ihren Namen ist nichts Genaues bekannt. Annahmen einiger Historiker, sie habe Mary Ann Smith geheißen, sind als rein spekulativ einzustufen.

Zweitmeinung: Von der Pharma-Industrie neu erfundenes Medikament, für das die von Pharma-Firmen gesponserten Ärzte erst noch die perfekt passende Krankheit erfinden müssen. Weltweit wurden schon Forschungsprogramme mit einem Aufwand von -zig Millionen gestartet, in deren Verlauf die Forscher FIEBERHAFT ganz neue absolut tödliche Viren, Strepto- und Staphylokokken züchten, gegen die sich OGIVAL als einzig wirksame, maßgeschneiderte Designerwaffe bewähren soll.

Drittmeinung: Jean-Baptiste Ogival, frz. Komponist und Liedtexter des ausgehenden 18. Jhd., schrieb Lieder und Menuette zur Revolution. Die schwungvollen Melodien und Rhythmen sollten die Scharfrichter bei ihrem blutigen Handwerk animieren und in Stimmung bringen. Die meisten dieser Lieder sind verschollen, nur wenige Titel haben sich erhalten, z. B. “Ma chère petite Guillotine”. Ob die Melodie des eingedeutschten Liedes “Wenn die Köpfe rollen” wirklich diejenige ist, die Karika Milius (oder so ähnlich) als “Wenn die Cowboys träumen” sang bzw. für sich singen ließ, ist nicht hundertprozentig belegt, aber auch nicht mit Sicherheit auszuschließen.

Der Originaltext jenes Liedes wirkt auf uns Heutige grausam, doch man sollte es vor dem Zeithintergrund der Französischen Revolution sehen, um es angemessen einordnen zu können:

Wenn die Köpfe rollen,
Ja, dann rollen sie
In die Kisten voller Späne,
Endlich weg ist die Migräne,
Und nie mehr leiden sie
An Neuralgie …

Viertmeinung: Alte amerikanische Ganovenweisheit als Akronym: Old Gangsters In Vans Always Laugh.

Wie die Erfahrung lehrt, haben in uralten, verkommenen Lieferwagen auf die Rückkehr ihrer bankräuberischen Kollegen wartende Ganoven die besten Chancen, von der Polizei unbehelligt zu bleiben, da übereifrige Polizisten meistens schnelle, bullige Rennflitzer irrtümlich für die Fluchtwagen halten und rasant-halsbrecherisch verfolgen, während die wahren Täter in ihren schrottreifen Kisten sich ins Fäustchen lachen.

Und hoch

post Ulrike S. klatscht standhaft ab

Juni 20th, 2010

Abgelegt unter: Ogival — Frolln Schmoll @ 12:49

Vorschlag:
Detaillierte statistische Aufzeichnung über die Anzahl, Intensität und Dauer der stehenden Ovationen. Jedes bessere Opern- und Theaterhaus führt ein solches Ogival, um die Ehrengäste und Sponsoren damit zu beeindrucken. Nicht berücksichtigt sind hingegen Schmähungen, Pfiffe und Buh-Rufe, diese werden gesondert in den schwarzen Listen geführt.

Zweitmeinung:
Die alljährlichen Feierlichkeiten anlässlich der erfolgreichen Kreuzung der Agave mit dem Olivenbaum. Die dadurch gewonnenen Ogiven sind sehr schmackhaft, vitamin- und nährstoffreich, ergeben ein hervorragendes Öl und eigenen sich vorzüglich zum Schnapsbrennen. Das Holz der Ogive ist von Natur aus biegsam und deshalb ideal für den Bau großer Holzfässer. In diesen wiederum lassen sich die Vorräte bis zum nächsten Ogival einlagern.

3. Eines der letzten Schweizer Alpentäler, über das man sich keine Bergsteigerlegenden erzählt. (Bei uns nennt man die kleinen Bergtäler Graben - sprich gro_m; für Österreich müsste es also OGIGROM heißen).

Und hoch

post Michael G. aus Berlin-Ballhoppenburg und der Earl Gay

Juni 19th, 2010

Abgelegt unter: Ogival — Frolln Schmoll @ 18:26

OGIVAL
Namensgebender Stammsitz der schottischen Adelsfamilie Ogilvy of Ogival, die mit James O., dem 7. und letzten Earl of Findlater, Sohn von James O. (6. Earl of Findlater and 3. Earl of Seafield) und Lady Mary Murray, ausstarb, weil die homosexuellen Neigungen von James O. (Sohn, nicht Vater) der Fortpflanzung nicht eben dienlich waren. Er wurde der Heimat verwiesen und zog ins Dresdner Elbtal, der Earlstitel “Findlater” aber erlosch und der Stammsitz Ogival verfiel zur Ruine. Heute erinnert nur noch der - zweideutig schillernde - Begriff “Sackpfeife” an James O., der einst das traditionelle Instrument seiner aufrechten Vorfahren aus dem schottischen Hochland mit nach Sachsen brachte.

OGIVAL
Tal der Haardt nahe Oggersheim, quasi das “pfälzische Neandertal”. Bei archäologischen Ausgrabungen wurden dort Versteinerungen entdeckt, die von manchen als prähistorische Vorläufer eines “Pfälzer Saumagens” gedeutet wurden, von anderen hingegen als versteinertes Ei eines Steinzeittigers.

OGIVAL
Ohrstöpsel
Gegen
Irre
Vuvuzela
Aggressive
Lautstärke

Und hoch

post Urs W. denkt und schützt mal

Juni 19th, 2010

Abgelegt unter: Ogival — Frolln Schmoll @ 18:20

Aus der k.u.k.-Zeit. Etuiähnliches Gebilde. Enthielt (für die Nachwelt) die gesammelten Beleidigungen von Duellanten am Tage vor der Abrechnung.
Der Inhalt war jedoch meist so banal, dass die Verwandten es vorzogen, den Inhalt zu vernichten.
Seit der Abschaffung der Duelle wird das O. natürlich nicht mehr benötigt und wurde von der UNO aus Raritätsgründen unter Denkmalschutz gestellt.

Und hoch

ruldrurd
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