rulururu

post Newcomer Karl-Josef P. spricht mit gespaltener Zunge

November 23rd, 2009

Abgelegt unter: Selachier — Frolln Schmoll @ 08:17

Salachier: Bilingual - lautmalerische Umschreibung (siehe auch Biphone) für das Verschwinden eines kleinen, mitteltiefen, stehenden Gewässers (See).
Der deutsche Anteil betont mehr die örtliche Verankerung des früher eben hier gelegenen Sees, wohingegen die französische Intonation auf den Aspekt des gestern noch gewesenen Gewässers (lac hier) abzielt.
Biphone finden sich gehäuft im Gebiet des Elsass und in der Gegend um Saarbrücken, doch auch in Berlin sind - in Folge der Huggenotten-Ansiedlung - vereinzelt Biphone nachweißbar (siehe auch totchick).

Und hoch

post Michael G. aus Berlin-MeinBezirkIstPartnerstadtVonMannheim singt immer tiefer

November 7th, 2009

Abgelegt unter: Selachier — Frolln Schmoll @ 14:12

SELACHIER
ist in der Tradition osteuropäischer Juden ein Hilfskantor, der an den mit “Sela” gekennzeichneten Stellen der Psalmen zur Überleitung einen meditativen Zwischengesang (”Selache”) vorträgt (berühmt der Komponist Friedrich Silcher, vor seiner Taufe Mordechai Selachier). Der Selachier darf nicht verwechselt werden mit dem “Malochaim”, der Trauergesänge (”Maloche”) vorträgt. Von der Werkshymne der Bochumer Opelaner (”Gott, gerechter, warum grad’ ich? - Da hast Du Trauer, waih geschrie’n!”) abgeleitet ist das Wort “Maloche” in übertragenem Sinn (”Gehsse wieder auf Maloche?”) Allgemeingut geworden, während nur wenig bekannt ist, dass freizügige Dreistigkeiten der (meist jüngeren, unverheirateten) Selachiers den Ursprung der (kokett mit gespielter Entrüstung vorgebrachten) Redewendung “Ein Solcher sind Sie also, mein Herr?!?” darstellen.

SELACHIER,
“Selcher”, in der gehobenen Gastronomie Koch, der auf die Herstellung von “Geselchtem” spezialisiert ist; ähnlich dem “Rôtisseur” (”Röster”) stets männlich, im Gegensatz zur “Saucière”, der Soßenköchin, der “Menagère”, die den Ständer mit Würzmitteln zusammenstellt, oder auch der süßen (sic!) “Bonbonnière”, der zuweilen eine gewisse Leichtlebigkeit nachgesagt wird (vergleiche auch das doppeldeutige “Betthupferl”).

Und hoch

post Arno Erich C. sieht Sterne

November 7th, 2009

Abgelegt unter: Selachier — Frolln Schmoll @ 14:07

Bewohner des Planeten Selach im Sternbild des Seelöwen. Sie sollen schon mehrmals die Erde besucht haben, doch die Berichte über UFO-Sichtungen sind widerspruchsvoll und daher wenig glaubwürdig. Über das Aussehen der Fremden existieren ebenso widersprüchliche Schilderungen, die der Glaubwürdigkeit noch abträglicher sind. Übereinstimmend jedoch sind die Aussagen in einem Punkt: Die Sprache dieser Außerirdischen ist Jiddisch. Sie hatten nämlich um 1760 den Rabbi Moische Selach auf ihren Planeten entführt, woraufhin dieser Rabbi seine Lebensaufgabe darin sah, den Gastgebern an seinem Zwangsaufenthaltsort Sprache, Kultur und Brauchtum seines polnischen Schtetls gründlichst einzuimpfen. Die Namenswahl für ihren Planeten ist dafür ein beredtes Beispiel.

Und hoch

post Her Herr Lürikmeister leidet wohl

November 7th, 2009

Abgelegt unter: Selachier — Frolln Schmoll @ 14:04

SELACHIER
Schöpfer des ->Fleur de Sel, das zu gesalzenen Preisen an Gourmets in aller Welt vertrieben wird; gehört begrifflich zur bei gewissen Kurzweilredaktoren beliebten Gruppe französischstämmiger Erklärbärbegriffe wie auch -> Remisier , -> Aplazentalier oder -> Gilatier , aber auch der -> Niaiserier, repräsentiert u. a. durch den Kulturpausenclown Ennio Marchetto*, der sich und uns luschtig macht hinsichtlich diverser Musikinterpreten des vergangenen Jahrhunderts.

* Und weil’s so schön war, hier noch mal “live”:

Widerwisserprotest

Lass mich bloß mit dem Selachier.
Was hat dich nur geritten?
Der nützte weder dir noch mir.
Ich will mir das verbitten.

Ein Welttier in der Mitten?
Doch wirklich nicht der Selachier.
Da gibt es unumstritten
So manches andre feine Tier.

Lass ab von jenem Selachier.
Er wird von mir geschnitten.
Ein Hai wär wörtlich besser hier
Und bei mir wohlgelitten.

Zyklus: Knorpel und Morpel der Ichthyologen

Und hoch

post Ulrike S. hat nichts zu lachen

November 7th, 2009

Abgelegt unter: Selachier — Frolln Schmoll @ 13:46

Vorschlag:
Da gibt es nichts zu lachen! Das sieht man schon am Namen, das muß ein finsterer, verschlagener Geselle sein!

Dafür:
Flitterwochen im Seelachs-Revier: so bezeichnet man im Anglerlatein jene sagenumworbenen Plätze, wo sich Abertausende der begehrten Fische vergnügen, anschließend ablaichen, ihre Jungen großziehen und ihnen beibringen, wie sie ein handliche quadratische Gestalt annehmen.

Zweitmeinung:
Der Versuch einiger pädagogisch korrekter DeuschlehrerInnen, ein steirisches Selchfleischgericht ins Hochdeutsch zu transkribieren. (Da geht sie hin, die Sprache Peter Roseggers.)

3. Anhänger der cest-la-vie-Philosophie, die sich aus oben genannten Gründen niemals die Mühe gemacht haben, ein akzeptables Französisch zu erlernen.

Und hoch

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